500 Bäume
500 Bäume für die Zukunft: Schüler pflanzen „Wald von morgen“ in Obernburg
Ein starkes Zeichen für den regionalen Natur- und Klimaschutz setzten Schülerinnen und Schüler des Hermann-Staudinger-Gymnasiums Erlenbach. An zwei Vormittagen rückte eine engagierte Pflanztruppe aus allen Klassenstufen des Gymnasiums im Obernburger Stadtwald an, um eine Kahlfläche nahe dem Schützenhaus und Waldhaus wiederaufzuforsten. Das Ergebnis des tatkräftigen Einsatzes kann sich sehen lassen: 500 junge, klimaresistente Bäume wurden erfolgreich in den Boden gebracht.
Unterstützt und finanziert wurde das nachhaltige Umweltprojekt vom Rotary Club Obernburg, der diese Waldpflanzung als Projekt des letztjährigen Präsidenten Frank Welzbacher initiiert hat und damit ein wichtiges Zeichen für die nachfolgende Generation setzen möchte. Für den fachlich korrekten Ablauf und die richtige Auswahl der Baumarten sorgte der Obernburger Förster Tobias Wallrapp. Er leitete die Jugendlichen gedanklich und praktisch an, bereitete die Freifläche vor und erklärte den Schülerinnen und Schülern vor Ort, wie wichtig der Aufbau eines stabilen Mischwaldes angesichts des spürbaren Klimawandels ist.
Neben dem handfesten Nutzen für das Ökosystem stand bei der Aktion auch der Gemeinschaftsgedanke im Vordergrund. Bei strahlendem Sonnenschein und bester Stimmung genossen die Jugendlichen die frische Waldluft und packten mit Schaufeln und Spaten tatkräftig mit an. Für viele war es eine willkommene Gelegenheit, das theoretische Wissen aus dem Biologieunterricht direkt in die Praxis umzusetzen und mit den eigenen Händen bleibende Spuren in der Heimatregion zu hinterlassen.
Auch der Schulleiter des Hermann-Staudinger-Gymnasiums, Michael Lummel, ließ es sich nicht nehmen, die Aktion persönlich vor Ort zu begleiten. Sichtlich stolz auf das Engagement seiner Schulgemeinschaft zeigte er sich begeistert vom Verlauf der beiden Tage. Lummel bedankte sich herzlich bei allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, dem Rotary Club für die großzügige Förderung sowie bei Förster Tobias Wallrapp für die freundliche und lehrreiche Unterstützung. Dank dieser engen Kooperation ist Obernburg nun um ein wertvolles Stück „Zukunftswald“ reicher.
P-Seminar
Von SMART zu PARTY
Vortrag über Projektmanagement der 11. Jahrgangsstufe
Am Montag, den 05.10.2026, hatte die 11. Jahrgangsstufe im Rahmen der P-Seminare einen Vortrag über Projektmanagement und -planung. Zu Gast war Natalia Schlott, Projektmanagerin bei SAP und KION.
Nachdem sie sich und ihren Beruf vorgestellt hatte, führte sie uns mit Alltagsbeispielen an das Thema „Projekt“ heran. Anschließend verdeutlichte Frau Schlott, was die Eigenschaften und Ziele eines Projekts sind und erklärte uns das magische Dreieck (Projektziel, Zeitraum, Aufwand), nach dem jedes Projekt aufgebaut ist.
Um ein Vorhaben zu planen, ist es hilfreich, sich an der „SMART-Methode“ zu orientieren. Diese beschreibt die Eigenschaften einer guten Zieldefinition.
S - Spezifisch, M - Messbar, A - Attraktive, R - Realistisch, T - Terminiert
Diese Methode besprachen wir anhand nützlicher Beispiele. Im Anschluss setzten wir uns in unseren jeweiligen P-Seminar Gruppen zusammen und bekamen die Aufgabe, schrittweise selbstständig eine Geburtstagsfeier anhand der bisher gelernten Methodiken und Starthilfen zu planen. Zuerst wurde demokratisch in jeder Gruppe ein Projektleiter gewählt und im Laufe der Planung alle weiteren wichtigen Rollen verteilt. Dabei wurde deutlich, wie komplex die Organisation und Umsetzung eines Vorhabens ist und dass ein gewisses Vorwissen für den Ablauf nötig ist. Außerdem ist die ständige Rücksprache mit dem Kunden essentiell, um mögliche Fehler seitens des arbeitenden Teams zu vermeiden.
Gegen Ende der Gruppenarbeit haben wir nochmals anhand des Beispiels der Geburtstagsfeier über die verschiedenen Teilbereiche Unterhaltung, Verpflegung, Örtlichkeiten und Organisation gesprochen und Natalia hat uns individuelles Feedback gegeben.
Dann war die Zeit auch leider schon wieder vorbei, aber wir haben auf jeden Fall fachlichen Input erhalten und nehmen definitiv viel neues, hilfreiches Wissen aus dem Vortrag von Natalia Schlott mit, was wir so im Unterricht wahrscheinlich nie gelernt hätten. Die zukünftigen Partys werden jetzt auf jeden Fall ein voller Erfolg. :)
Vielen Dank an Frau Pangerl für die Organisation und an Frau Schlott für die Durchführung des Vortrags!

Oberstufe
Oberstufe (G9)
Mit dem Bestehen der 10. Jahrgangsstufe erlangen bayerische Gymnasiasten den mittleren Schulabschluss, sowie die Berechtigung die gymnasiale Oberstufe zu besuchen. Im Schuljahr 2023/24 sind die ersten Schülerinnen und Schüler in die 11. Jahrgangsstufe des neuen bayerischen G9 (= neunjähriges Gymnasium) gekommen und konnten somit im Jahr 2026 als erster Jahrgang das neue G9-Abitur ablegen.
Die Oberstufe des neuen G9 gliedert sich in die 11. Jahrgangsstufe, welche – wie die Unter- und Mittelstufe – im Klassenverband organisiert ist, und die sogenannte Profil- und Leistungsstufe (= PuLSt) der Jahrgangsstufen Q12 und Q13, die in Kurs- statt Klassenverbänden unterrichtet wird.
Um den Besuch der PuLSt angemessen vorbereiten zu können, werden die Schülerinnen und Schüler schon im ersten Halbjahr der 11. Jahrgangsstufe in einer Informationsveranstaltung detailliert über die Wahlmöglichkeiten dieser für das Abiturergebnis schon mitentscheidenden Kursphase unterrichtet, um so eine fundierte und den individuellen Neigungen gerecht werdende Fächerwahl garantieren zu können.
Durch die Wahl des Leistungsfaches und des W-Seminars, die Belegung von Vertiefungskursen in Deutsch oder Mathematik sowie der fakultativen Teilnahme an Differenzierungsstunden werden den Schülerinnen und Schülern in der PuLSt eine Vielzahl an Möglichkeiten der Profilbildung geboten, die durch weitere Entscheidungsmöglichkeiten der Fachwahl (z.B. Kunst oder Musik, Geografie oder Wirtschaft/Recht usw.) ergänzt werden.
Eine strukturiert gegliederte Übersicht über die Profil- und Leistungsstufe im Detail finden Sie übersichtlich auf folgender Website des bayerischen Kultusministeriums:
https://www.km.bayern.de/gymnasiale-oberstufe.html
Auch wenn das Abiturzeugnis für viele Absolventen die unerlässliche Zugangsvoraussetzung zu einem Hochschulstudium darstellt und das W-Seminar (= Wissenschaftspropädeutisches Seminar, welches in einer individuell erstellten Seminararbeit gipfelt) gezielt das universitäre Arbeiten anbahnt, so wird in der PuLSt in gleichem Maße aber auch auf den Übertritt ins Berufsleben vorbereitet. Berufsberatende Maßnahmen, Vorstellungen verschiedener Berufsfelder oder Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern finden sich in der PuLSt genauso wie Angebote der Studienberatung.
Ansprechpartner für die Oberstufe sind die Oberstufenkoordinatoren (OSKs) Herr StD Frank Fuchs und Herr OStR Christopher Schuhmann.
25 Jahre Robotics

Vor 25 Jahren stiftete Walter Reis auf Initiative von Eberhard Kroth an fünf Schulen im Umkreis je fünf Sets der Lego Education NXT-Serie – eine Investition um jungen Schülerinnen und Schülern Technik und deren Nutzen nahe zu bringen.
Bei der Spendenübergabe wurde gleich der Wettbewerb ausgelobt, bei dem Schulen gegeneinander mit ihren selbstgebauten Robotern antreten sollten. Bei diesem „Invention-Award“ im März 2002 erreichten Stefan Richter und Johannes Schuck vom HSG erreichten den 1. Preis für Abschlepp-Roboter, der die Jury begeisterte – sie wird im Zeitungsartikel zitiert „ein kleines Meisterstück“. Die beiden Sieger durften ihren Roboter gemeinsam mit der betreuenden Lehrerin Elisabeth Kapeller auf der Hannovermesse sogar der Bundesbildungsministerin Buhlmann vorstellen.
Diese Spende der Firma Reis Robocits 2001 war der Startpunkt für den Roboterbau am HSG in der heutigen Ausprägung.
In den folgenden Jahren wurde die AG Roboterbau am HSG immer weiter gepflegt, vor allem durch den unermüdlichen Einsatz von Uwe Rauhut und Andreas Reiser, die mit den Schülern gemeinsam in ihrer Freizeit an den Robotern arbeiteten. Zuerst lernten die Einsteiger mit einfachen Modellen die Grundzüge der Programmierung und des Roboterbaus bei Herrn Reiser, während die Fortgeschrittenen mit Herrn Rauhut an den Aufgaben für Wettbewerbe wie Roboking bastelten. Ohne diese vielen Stunden zusätzlicher unentgeltlicher Arbeit wäre die Geschichte dieser AG am HSG eine kurze geworden.
In den kommenden Jahren investierten Uwe Rauhut, Andreas Reiser und später Nils Roth viel Zeit in die nachfolgenden Schülergenerationen. Beeindruckend ist vor allem im Rückblick die Gemeinschaft der unterschiedlichen Altersstufen, eigentlich jeder neue Jahrgang hat von Innovationen und Ideen der „Alten“ profitiert. Auch der erste „Robokeller“ war eine Gemeinschaftsaktion in den Ferien.
Und immer wieder war der erste Höhepunkt der jungen Tüftler der Reis-Invention-Award.
Da die Zahl der interessierten Schülerinnen und Schüler immer weiter zunahm und auch die Schulleitung die Relevanz des Themas Robotik für die Bildung erkannte, konnten Stunden dafür generiert werden. Hier nochmal ein besonderer Dank an Herrn Blank, Frau Büttner und Herrn Lummel für ihre wichtige Unterstützung – auch ideller Art.
Aufgrund neu entwickelter Wettbewerbe – regional, national und international – wurden die Anforderungen auch an die Ausstattung immer kostspieliger. Ohne die fortlaufende finanzielle Unterstützung durch die Walter-und Gabriele-Reis-Stiftung wäre es für uns als Schule nicht möglich gewesen, an den Wettbewerben teilzunehmen oder Ersatzteile zu kaufen. Gerade bei den Fahrten haben uns auch Elternbeirat und die Freunde mit Zuschüssen unterstützt.
Sehr haben wir sich die Schüler auch gefreut, bei der Eröffnung des WRI im September 2019 in Obernburg, ihre Arbeiten vom RIA wenige Wochen davor vorzustellen. Genau wie ihr Mann war Frau Reis immer interessiert an den Arbeiten und den Entwicklungen der Teams.
Die Fortführung des Reis Invention Awards ging nach mehreren Jahren in die Hände des P-Seminars des HSG über. Schüler der 11. Klasse veranstalteten mit dem Seminarlehrer Nils Roth und später Marius Stück den regionalen Wettbewerb in den Turnhallen am HSG – eine Veranstaltung, die für die jüngeren Roboterfans der weiteren Umgebung das erste Highlight bildete.
Selbst in den Lockdown-Zeiten wurden Möglichkeiten gefunden mit Online-Aufgaben die jungen Teams bei Laune zu halten.
Für die nationalen Wettbewerbe wurden zwei Jahre lang die Wettbewerbe per Videokonferenz ausgetragen – auch in dieser Zeit ging es zum Glück weiter. Danke unseres Roboraumes und der guten IT-Infrastruktur der Schule konnten wir sowohl die Planungen als auch die Wettbewerbe mittels Videokonferenzen bewältigen.
In den letzten Jahren zog der Reis-Invention-Award durch den Umbau der Turnhallen in die Räumlichkeiten des Walter-Reis-Instituts und wird dort mit der dortigen Leitung und dem
P-Seminar ausgerichtet – für die Schülerinnen und Schüler ist der dortige Makerspace ein Paradies um in der Zeit zwischen den Aufgaben sich im 3D-Druck auszuprobieren.
Immer wieder wurden wir auch vom Elternbeirat und den Freunden des Hermann-Staudinger-Gymnasiums mit Unterstützungen für Hardware und Fahrten zu Wettbewerben bedacht, herzlichen Dank dafür. Ohne diese Unterstützung wären Fahrten wie nach Köln zur FLL nicht möglich gewesen.
Im Laufe der Zeit wandelten sich die Lego-Roboter, die erste Generation im Haus waren die NXTs, es folgten die EV3s und vor einigen Jahren ein größerer Umbruch zu den Lego Spike Primes. Das Alte ist nicht nutzlos, noch immer werden die NXTs als Fußballroboter verwendet, die EV3s sind unsere Backups für den Wahlunterricht und die Spike Primes unsere Wettkampfroboter sowohl bei First Lego League, World Robotic Olympiad als auch beim Reis Invention Award.
Nach dem großen Erfolg der Juniorforscher am HSG wurden die Geräte noch knapper als zuvor und durch eine größere Anschaffung von 12 Spike Primes 2024, die von Frau Büttner in die Wege geleitet wurde, war der Grundstein für weitere Gruppen gelegt.
Durch die guten Erfahrungen mit dem Wagen mit den 12 Spike Primes und der beständigen Nachfrage, konnte durch eine großzügige Spende der Freunde des Hermann-Staudinger-Gymnasiums in der ersten Jahreshälfte noch ein weiterer dieser Wägen für 4100 Euro angeschafft werden. So können in den nächsten Jahren auch wieder Zweierteams sowohl im Anfänger- als auch im Fortgeschrittenenbereich mit diesen arbeiten.
Lego hat leider zum Ende Juni den Verkauf der Spike Primes eingestellt und setzt nun auf ein neues Modell, das wir mit den begrenzten Mitteln der Schule nicht hätten anschaffen können. Aber – dank Martin Stock, unserem Landtagsabgeordneten, der Gelder für MINT-Schülerförderung beantragen konnte, war es möglich im August für 3300 Euro neue Sets für die Future Edition der Lego League anzuschaffen. Dieser neue Wettbewerb ist stärker auf jüngere Schüler und Teamplay ausgerichtet. Wir sind alle gespannt, wie die Schülerinnen und Schüler das annehmen. Für die Wettbewerbsteilnahme in den nächsten zwei Jahren war es möglich an einem Förderprogramm von Hands-on-technology teilzunehmen, so dass diese Kosten für zwei Jahre übernommen werden und uns etwas mehr Spielraum lässt für die etablierten Wettbewerbe.
Wir denken nicht nur in eine Richtung, sondern mittlerweile nutzen wir auch Erasmus um den MINT-Gedanken auszuleben – der Austausch mit Bilbao in diesem Jahr, bei dem sowohl beim Besuch der Basken am HSG als auch bei unserem Gegenbesuch die neuen Technologien im Vordergrund standen.
Wir als Schule sind sehr froh, dass wir weiterhin Herrn Walter Reis als überaus interessierten Förderer und Mitdenker an Bord haben, der auch immer wieder sich von den Schülern die neuesten Techniken erläutern lässt und ihnen Impulse gibt. Ohne diese ständige Unterstützung würden wir heute nicht hier stehen und hätten für die Zukunft keine Planungssicherheit. Viele Jahrgänge an Schülerinnen und Schüler haben davon profitiert und stehen selbst in ähnlichen Sparten als Ingenieure und Entwickler fest im Berufsleben.
Gleichzeitig sind wir dankbar und auch angewiesen auf Unterstützung aus der Politik und von den Freunden des Hermann-Staudinger-Gymnasiums um gemeinsam mit neuen Schülergenerationen auch die technische Umsetzung in neue Robotergenerationen fortzuführen.
Ehemalige Schüler wie Dr. Johannes Falk, Matthias Daniel, Theo Reichold, Anton Schwarzkopf und Robin Ballweg gaben einen kurzen persönlichen Rückblick über die Erlebnisse und „Auswirkungen“ auf ihren Werdegang, andere wurden mit Statements dazugeschaltet (Christian Fischer, Marlon Dröhne und Dominik Wunderlich).

