Sie sind hier:

This is the time for music – Endlich wieder Musik am HSG

Am Freitag, dem 6. Mai, um 18 Uhr war es endlich soweit: Mit einer Pavane aus der Renaissance-Zeit eröffnete ein Bläserensemble das erste Konzert am HSG nach der über zweijährigen Corona-Pause. Auf der Empore der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula standen Peter Schmidt und Michael Fulda an den Trompeten, Markus Füller an der Posaune, Valentin Kaufmann an der Tuba und Hanna Unkelbach an der Perkussion.IMG 5364
Das Corona-Virus hatte den jungen Musikern in den letzten beiden Schuljahren einiges abverlangt: Online-Proben, Singen im Freien oder bei geöffneten Fenstern und Frieren im Dienst der Musik oder gar den kompletten Verzicht auf jegliches gemeinsame Musizieren. Umso schöner war es, wieder miteinander auf der Bühne zu stehen.
Finja Lange und Peter Schmidt führten das Publikum durch den Abend und verrieten das eine oder andere spannende Detail zu den Werken und Interpreten.
Im zweiten Beitrag des Abends sangen der Oberstufenchor und das Vokalensemble unter der Leitung von Monika Lingner ein in lateinamerikanische Rhythmen verpacktes Loblied auf die Musik. Der Titel hätte für diesen Abend nicht passender sein können: Esta es el tiempo – This is the time for music. Begleitet wurde der Chor von einer kleinen Latin-Combo: Peter Schmidt und Michael Fulda (Trompete) und Leonard Bracharz und Hanna Unkelbach (Perkussion). Am Klavier saß ein ganz besonderer Gast: Der Musiklehrer und Pianist Joachim Hammer, der bis vor 2 Jahren am HSG unterrichtete. Die Schüler freuten sich sehr über das Wiedersehen.
Carla Hein an der Violine und Luise Vollmer an der Altblockflöte bewiesen anschließend, dass ihnen neben der Vorbereitung auf das Abitur noch Zeit blieb, eine Triosonate von Georg Philipp Telemann konzertreif einzustudieren. Danach spielte Isabel Karch auf dem Klavier eine Komposition dem Titel „Greetings to e.j.“ und wer genau hinhörte, der erkannte, dass sich hinter den geheimnisvollen Initialen e.j. der berühmte Elton John verbirgt, den der Komponist Daniel Hellbach mit seiner wunderschönen Musik grüßen wollte. Der jüngste Solist des Abends war Giosué Matute aus der Klasse 5b, der auf der Violine und begleitet von Monika Lingner am Klavier das Publikum mit dem ersten Satz eines Concertinos von Ferdinand Küchler begeisterte.
Je suis, tu es, on est – französische Verben einmal anders: So hieß das kleine fächerübergreifende Projekt der Klasse 6cd, mit dem die Schülerinnen und Schüler das Publikum davon überzeugte, dass das Konjugieren französischer Verben keineswegs langweilig ist. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Karin Lange, die dazu auf dem Saxophon spielte, und mit Monika Lingner am Klavier sangen sie die verschiedenen Formen des Verbs être.
Im Anschluss gab es einen Ausflug in die Epoche der Klassik: Pelin Isik und ihr Musiklehrer Jan Steger spielten ein Celloduett von James Hook, einem Zeitgenossen des berühmten Ludwig van Beethoven.
IMG 5323Danach zeigte der Unterstufenchor unter der Leitung der neuen Musiklehrerin Nicole Rösch, was man in nur zwei Monaten Probenarbeit auf die Beine stellen kann, und das Ergebnis war erstaunlich: Zuerst erzählten die Sängerinnen und Sänger der 5. und 6. Klassen im Spiritual „Go down Moses“ die Geschichte von Moses, der die Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei herausführte, anschließend gaben sie im Lied Smiling faces dem Publikum den Ratschlag „Smile to the world and the world will smile to you“. Mit seinem dritten Beitrag, einem bekannten Volkslied, versendete der Chor noch eine Botschaft, die man niemals vergessen sollte: Die Gedanken sind frei.
Die nächsten Minuten standen mit Joachim Hammers Klavierimprovisation A Piece for Peace ganz im Zeichen des Friedens. Neben den Bach-Choral Aus der Tiefe rufe ich zu dir, der immer wieder zitiert wurde, griff Herr Hammer zurück auf Where have all the flowers gone, ein Antikriegslied aus der Bürgerrechtsbewegung, auf die ukrainische Nationalhymne und auf das Volkslied Die Gedanken sind frei.
Nach einer Pause, in der die Schülerinnen und Schüler der Q11 für das leibliche Wohl sorgten, ging es mit Musik für den Frieden weiter. Die Smallband spielte unter der Leitung von Jan Steger Hevenu shalom – Wir wollen Frieden.
Es folgte eine interessante Besetzung: Vera Schuhmann hatte drei Gäste aus Miltenberg mitgebracht und die vier Mädchen überzeugten als Saxophonquartett mit zwei Stücken zeitgenössischer Komponisten.IMG 5449
Dann spielte Finja Lange einen Satz einer der berühmtesten Klaviersonaten überhaupt: den ersten Satz der Grande Sonate Pathétique, op. 13 von Ludwig van Beethoven. Nach einer langsamen Einleitung folgt ein schneller Teil, in dem Finja mit schnellen Läufen und Arpeggien und mit überkreuzten Händen das Publikum beeindrucken konnte.
Die Geigerin Charlotte Mohr zeigte danach den Zuhörern, dass man auch mit der Geige keineswegs ausschließlich auf klassische Musik festgelegt ist: Nachdem sie mit dem ersten Satz eines Violinkonzerts von Antonio Vivaldi ihre Fähigkeiten im klassischen Bereich unter Beweis gestellt hatte, spielte sie Dangerous von David Guetta, einen aktuellen Popsong.
Fast am Ende des Konzerts standen zwei sehr anspruchsvolle Solobeiträge auf dem Programm: Peter Schmidt spielte begleitet von Joachim Hammer Polymécanos – Allegro giusto und bewies, dass man auch auf der Trompete ein echtes Pianissimo spielen kann. Evelyn Heldt spielte anschließend souverän zwei virtuose Konzertetüden auf dem Klavier, die Etüde op. 10 Nr.4 von Frédéric Chopin und die Etude-Tableau op. 33, Nr. 6 von Sergej Rachmaninoff.
In den letzten Minuten des Konzerts sorgten die Bigband und die Mädchen und Jungen der ukrainischen Willkommensklasse für den sicher ergreifendsten Moment des Konzerts: Sie musizierten gemeinsam die ukrainische Nationalhymne und es wurde wieder einmal bewiesen, dass die Musik eine Sprache ist, die über alle Grenzen hinweg verstanden wird.
Monika Lingner

Weitere Bilder hier: (Zum Start bitte auf das Bild klicken.)

  • IMG_442
 

 

Veranstaltungen im Schuljahr 2019/2020

Eine bunte Mischung mit großer Vielfalt

von Monika Lingner/Johanna Braun

Unbenannt.JPG hand in hand 2

Am 28. 01. fand das alljährliche Winterkonzert des Hermann-Staudinger-Gymnasiums in der Erlenbacher Frankenhalle statt. Die Bläsercombo unter der Leitung von Johanna Braun eröffnete das Konzert mit dem Prélude aus dem Te Deum in D von Charpentier, besser bekannt als die Eurovisionsmelodie. Damit wurde gleich zu Beginn ein politisches Statement abgegeben. Nach einer Ansprache der Schulleiterin Christine Büttner bestritt die neue Musiklehrerin Johanna Braun die erste Hälfte des Konzertes mit Chören und Ensembles der 5. - 7. Jahrgangsstufe. Das Strahlen in den Augen der Kinder sprach für sich. Zweistimmige Stücke u. a. aus Musical, afrikanischer Folklore und klassischem Genre wurden vom Unterstufenchor mit gut einstudierter, fetziger Bewegung untermalt. Auch ein Gewitter mithilfe von Körperklängen wurde in die Frankenhalle gezaubert und sorgte für so manches Erstaunen. Ein Highlight war außerdem die Percussioncombo der 6. Klasse: Die vier Jungen in Ringelsocken gewannen mit einem Streetbeat das Publikum schnell für sich. Ein großes Lob gilt Joachim Hammer, er leitete nicht nur das Vokalensemble der Oberstufe sowie das Enrichmentensemble, welche alle beide selbst komponierte Stücke vortrugen, sondern begleitete auch eine Vielzahl der Auftretenden am Klavier.

Unbenannt.JPG neu

Stimmlich überzeugten auch die Sänger des HSG Männerchors unter Leitung von Martin Schorndanner. Sie sangen den Billy Joel Klassiker For the longest time gekonnt mehrstimmig.

Dass sich wöchentliches Proben lohnt, bewiesen auch die Chouettes, der Frauenchor des HSG unter der Leitung von Monika Lingner, mit dem anspruchsvollen ABBA-Song Money, Money, Money.

Die drei solistischen Beiträge bewiesen hohes Niveau: Evelyn Heldt, 7b, spielte ein Prélude von Sergei Rachmaninoff, Linus Hein, Q12, einen Satz aus einer Trompeten-Sonate von Pietro Baldassari und die Sängerin Laura Brettschneider, Q12, zeigte in dem Song The Girl from 14G, dass sie sich spielerisch zwischen verschiedenen Genres hin- und her bewegen kann.

Unbenannt.JPG la chouettes NEU

Den Schluss des Konzertes bildete die HSG-Bigband, ebenfalls unter Leitung von Martin Schorndanner, mit verschiedenen Bigband-Klassikern wie Birdland. In der kurzen Pause sorgte wie immer die Q11 für das leibliche Wohl mit belegten Brötchen, Getränken und Kuchen.

Nach dem Konzert zeigte sich Christine Büttner sehr zufrieden über das Gelingen des Konzertes und freute sich besonders über die bunte Mischung und die große Vielfalt, die die Schüler gezeigt haben.

 

Veranstaltungen im Schuljahr 2018/2019

Danke, Bernd Wehle!

Musik DankeBernd

Über 100 Konzerte und musikalische Beiträge hat Bernd Wehle, Musikfachbeteuer, begleitet und organisiert, gestern in der Frankenhalle das letzte "Winterkonzert" für das Hermann-Staudinger-Gymnasium!

Ein Abend voller Kurzweil, musikalischen Highlights und sogar einem Fußballspiel, das musikalisch auf die Bühne gebracht wurde, ein Tusch zum Abschied für das jahrzehntelange musikalische Wirken am HSG.

So rufen dir alle Musiker und Musikerinnen zu: Danke, Bernd Wehle!

 

Meisterliche Klänge am HSG

Hier der Link zur Konzertkritik von Heinz Linduschka: LINK

Erlenbach. Die Fachschaft Musik des Hermann-Staudinger-Gymnasiums lädt ein zu einem Klavierabend am Freitag 23. November 2018, 18.00 Uhr, in den großen Musiksaal Raum 52.

Joachim Hammer, Pianist und Musiklehrer am HSG, präsentiert und erklärt in dem einstündigen Konzert das berühmte Werk „Goldberg - Variationen“, das mit seiner wunderschönen Aria aus dem Notenbüchlein von Anna Magdalena Bach und den dreißig musikwissenschaftlich spannendsten Variationen zu den bedeutendsten Werken der Klavierliteratur zählt.

Die Fachschaft Musik stellt an diesem Abend ihren neuen Flügel Yamaha C1 X vor, der vom Landkreis Miltenberg, dem Verein „Freunde des HSG“ und von der Raiffeisenbank Miltenberg finanziert wurde. Das Hermann – Staudinger – Gymnasium bedankt sich bei den Spendern und weiht mit diesem Konzert die neuen Musiksäle des Gymnasiums ein.

Der Eintritt ist frei!

Yamaha C1 X Joachim Hammer.geaendert

 

 

Veranstaltungen im Schuljahr 2017/18

Thailändischer Chor im HSG

von Bernhard Wehle

Musik ThailändischerChor Juli18.geaendert

Oberstudienrätin Karin Lange begrüßte in englischer Sprache den thailändischen Chor „Mahidol University Choir“, der vom 12. bis 15. Juli 2018 beim Internationalen Chorwettbewerb im Landkreis Miltenberg teilnimmt. Der thailändische Chor präsentierte mit seinem Chorleiter Rit Subsomboon für die HSG Schüler Vokalkompositionen im höchsten Schwierigkeitsgrad und auf internationalen Spitzenniveau. Dies war für die Schüler/innen des Hermann-Staudinger-Gymnasiums ein besonderes Erlebnis. Denn alle Zuhörer des kleinen Konzertes waren selbst Teilnehmer beim Sommerkonzert und wirken zum größten Teil in einem der HSG Chöre mit. Aus der Kategorie A, den Pflichtstücken des Internationalen Chorwettbewerbs, hörten die jungen Gäste von Astor Piazzolla „Adios Nonino“ und von Jake Runestad „Alleluia“. Die Kategorie B, Wahlstücke des zweiten Teils des Wettbewerbs, begeisterten die jungen Zuhörer, weil die folkloristischen Chorsätze mit Lautmalerei, typisch geräuschhaften Effekten der modernen Vokalmusik und mit schwungvollen Bewegungen vorgetragen wurden. Gerne ließen sich die Schüler darauf ein, als sie von den Universitätssängern aufgefordert wurden, die folkloristischen Lieder mitzutanzen.

Die Performance des thailändischen Chores ist so perfekt einstudiert, dass man dessen Erfolge mit Gold- und Silbermedaillen in Russland, Litauen, Tschechien, Polen, Slowakei nachvollziehen und man von einer erfolgreichen Teilnahme in Elsenfeld bei einer starken Konkurrenz mit Chören aus Weißrussland, Ungarn, Österreich, Slowenien und Lettland ausgehen kann.

Es ist eine sehr gute Idee vom Kulturamt des Landkreises Miltenberg, bei jedem Internationalen Chorwettbewerb Chöre der Weltspitzenklasse in die Schulen einzuladen.

Sommerkonzert am HSG

von Bernhard Wehle

Die Fachschaft Musik präsentierte im HSG Sommerkonzert die vielfältige musikpädagogische Bandbreite vom Klassenunterricht der Unterstufen, über den Wahlunterricht in allen Jahrgangsstufen bis hin zu Höchstleistungen auf Bundesebene. Die Klasse 5c erfand im Musikunterricht selbst den Text und die Musik zu dem Song „Mist, wenn Krieg ist“. Mit Klavierbegleitung des Musiklehrers Joachim Hammer, Gitarren, Xylophonen und Rappern reflektierte die Klasse über die andauernden Kriegszustände. Die Klasse 5b interpretierte mit ihrem Musiklehrer Joachim Hammer den Song von Eddy Grant „Gimme Hope, Jo'anna“ mit pfiffigen musikalischen Einfällen auf dem Xylophon und erinnerte damit an die politische Antiapartheitsbewegung in der Stadt Johannisburg in Südafrika im Jahr 1988. Musiklehrer Florian Reuthner und die Klasse 6d beschäftigten sich im Musikunterricht mit dem hebräischen Volkslied „Hava nagila“ und konnte im Konzert mit Gesang, Kontrabass und Klarinette das Publikum begeistern: „Auf erhebt euch, ihr Brüder, mit freudigem Herzen!“

Der Unterstufenchor, geleitet von Monika Lingner, und der Perkussionist Simon Fengler beweisen im Konzert, dass die Behauptung im Lied von Veit Meier, „Singen macht schön“, auf jeden Fall richtig.

Florian Reuthner arrangierte den berühmten Titelsong „Bien Maya“ für das im HSG Unterstufenensemble vorhandene Instrumentarium: Tenorhorn, Trompeten, Querflöten, Klarinetten und Klavier. Moderne Videos wie „Iron“ von Woodkid sind für Jugendliche motivierend, sich mit dem Chorgesang zu beschäftigen. Ein Ensemble aus Blechbläsern und der HSG Jugendchor überzeugte mit seiner Interpretation unter Leitung von Monika Lingner. Beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ gewann Laura Brettschneider im Bereich Musical den 1. Preis und im Bereich Kunstlied den 3. Preis. So konnten die Zuhörer mit der Arie der Iolanta von Peter Tschaikowsky, begleitet von Joachim Hammer am Klavier, Sologesang auf höchstem Niveau erleben. Bei einem Chorwochenende auf der Burg Breuberg studiert Monika Lingner mit ihrem Vokalensemble Les Chouettes die mehrstimmigen Chorsätze „At Twighlight“ von Audrey Snyder und die „Die Meere“ von Johannes Brahms ein. Die HSG Band „Soundcontainer“, gecoacht von Florian Reuthner, studiert ihre Songs selbst ein. Mit besonderen rhythmischen Effekten an den Wänden der Aula gestalteten sie ihre Songs: „Cecilia”, “Oft gefragt” und “Crazy”. Sasha Lemberger, 9b, Gitarre; Simon Bruhm, 9b, Klavier; Louis Markert, 9b, Schlagzeug; Louis Hornung, 10a, Bassgitarre; Emil Spilger, 9b, Xylofon. Die HSG Bigband bestritt mit dem Sommerkonzert die sechste Aufführung im laufenden Schuljahr und präsentierte aus dem Jahresprogramm die Titel Chameleon von Paul Jackson und Herbie Hancock, Skylark von Hoagy Carmichael, Careless Whisper von G. Michael und Andrew Ridgeley, Jailhouse Rock von Jerry Leiber und Mike Stolle.

chor 2 blaskapelle

unterstufe laura

 

 

 

 

 

HSG-Winterkonzert zaubert den Frühling in die Aula

Mehr als 130 Mitwirkende sorgen für Begeisterungsstürme in der Aula

von Heinz Linduschka

Erlenbach. Seit 1980 lädt in jedem Jahr Ende Februar die Fachschaft Musik am Hermann-Staudinger-Gymnasium Erlenbach (HSG) Musikfreunde zum Winterkonzert. Das diesjährige Konzert werden die Zuhörer in der vollbesetzten Aula nicht so schnell vergessen! Zum einen war der Begriff „Winterkonzert“ bei minus 8 Grad Celsius noch nie so berechtigt wie heuer, zweitens durfte sich Fachleiter Bernd Wehle noch nie über so viele begeisterte Schülerinnen und Schüler freuen, die unbedingt mit ihren Stimmen oder mit ihren Instrumenten einen Beitrag zum rundum gelungenen Abend leisteten.

Gut 130 Mädchen und Jungen von der 5.Klasse bis zu zahlreichen Abiturienten zeigten in 16 Programmblöcken, was an einem mathematischen und wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium musikalisch möglich ist. Das liegt sicher auch an den Lehrern. Eine Schule, die auf einen Vollblutmusiker mit großem Organisationstalent wie Wehle setzen kann, die einen Klavierbegleiter der Extraklasse wie Joachim Hammer in ihren Reihen hat, eine Schule, in der eine energische Chorleiterin wie Monika Linger einen 90-köpfigen Chor aus den 5. bis 10.Klassen zu dynamischen und harmonischen Auftritten führt, muss sich auch vor keinem Vergleich mit Schulen fürchten, bei denen Musik im Fächerkanon offiziell einen viel höheren Stellenwert hat. Am HSG kommt noch ein junger Lehrer wie Florian Reuthner dazu und entfesselt mit Jungen, für die Klassik nicht an erster Stelle steht, als Betreuer des temperamentvollen „Soundcontainers“ mit Santana- und Robbie-Williams-Titeln Begeisterungsstürme in der Aula und erntet für den frischen, pointierten Sound des neunköpfigen Unterstufenensembles bei „Maus & Muppets“ Bravorufe. Das Ergebnis zusammen mit engagierten Solovorträgen von oft hoher Qualität und mit eindrucksvollen Ensembleleistungen: ein knapp zweistündiges Programm, das keine Wünsche offen lässt und bei dem keine Sekunde Langweile aufkommt.

Der einzige Nachteil des tollen und facettenreichen Angebots, das Bernd Wehle gewohnt kreativ zusammengestellt hatte: Man kann die einzelnen Beiträge bei weitem nicht so würdigen, wie sie es verdient hätten. Das gilt besonders für den tollen Start mit dem eindrucksvollen Sound der 20-köpfigen HSG-Bigband unter Wehles Leitung, die mit Dynamik und prickelnder Harmonie die Aula schnell in ihren Bann zog. Nicht alltäglich war, dass der Abiturient Peter Fischer 18 Klassenkameraden bei einem Adele-Song dirigierte – Musik ist am HSG offenbar eine schöne Abwechslung beim Lernen fürs Abitur. Immer wieder mutig und mitreißend: die Auftritte von Solisten und Duos vor großem Publikum: Der 15-jährige Simon Fengler ist ein echter Könner am Marimbaphon, Linus Hein bot mit seiner Trompete zur Klavierbegleitung von Joachim Hammer eine ausdrucksstarke Interpretation des langsamen Satzes aus Haydns Es-Dur-Konzert, Anna Geißler wagte sich mit ihrer Violine an Tschaikowskys anspruchsvolle "Sérénade mélancholique“ und arbeitete das Hauptthema, eine Valse triste, schön heraus.

Dazu kamen Auftritte von Akteuren, die schon große Meriten nicht nur bei „Jugend musiziert“ sammeln konnten: Laura Brettschneider zählt mit ihrem klaren, ausdrucksstarken Sopran dazu, diesmal mit Eric Saties „La Diva de l’Empire“, einem Song, der an einen langsamen Walzer und auch an den Klang amerikanischer Varietés erinnerte, bevor. Delong Xiao aus der Q 12 routiniert und sehr sensibel einen Chopin-Walzer am Klavier interpretierte. Für viele ein Höhepunkt: der harmonische und intensive Duoauftritt von Anna Bruhm am Klavier und Isabella Xiao als Gast vom JEG auf der Violine, die beim ersten Satz der A-Moll-Sonate den typischen Schumann-Ton wunderbar trafen.

Klassische Musik spielt auch am HSG bei Konzerten eine große Rolle, aber dazu kommen immer wieder Auftritte, bei denen auch Besucher auf ihre Kosten kamen, die Jazz, Pop oder Rock lieben – oder aber spannende Eigenkompositionen wie die perlenden Töne, die spannenden Tempo- und Stimmungswechsel, die balladesken und jazzigen Momente im Klavierspiel von Amadeus Lorenz, der zu Recht begeistert gefeiert wurde. Genau so bejubelt: das „Barfuß am Klavier“ mit Sasha Lembergers rauchig-intensiver Stimme und dem einfühlsamen Klavierspiel von Simon Bruhm.

Heuer setzte Monika Linger mit ihren Ensembles den Schlusspunkt, der sonst der Bigband vorbehalten war: Der riesige Chor aus Unter- und Mittelstufe, das Ensemble „Les Chouettes“, mal mit Klavierbegleitung durch Anna Bruhm, mal mit Combo, sorgten dafür, dass das Winterkonzert in einen Beifallssturm mündete, bei dem niemand mehr an die Kälte vor den Schultüren dachte.

 

 

    

 

 

 

P Seminar Konzertmanagement.geaendert

 

HsG „Hermann sucht Gesangstalent“ (Veranstalter: P-Seminar Konzertmanagement)

Amelie Noß gewinnt den "Goldenen Hermann" des Gewangswettbewerbs am HSG.

Das P-Seminar "Konzertmanagement" (Leitfach Musik) veranstaltete diesen Wettbewerb.

Einen lesenswerten Artikel hierzu beim Main-Echo.