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Schuljahr 2019/20

Es lebe der Sport!

Ein Besuch an der Deutschen Sporthochschule und im Deutschen Sport- und Olympiamuseum Köln

Von Christian Ruft

Latein Sport PSem Feb20

Früh aufstehen hieß es am 13. Februar für 43 Schüler*innen der Q11 und Q12. Bereits um 7.00 Uhr startete der Bus für eine Tagesexkursion in Richtung Köln. Vier verschiedene Kurse (P-Seminar Latein, P-Seminar Sport, Sport-Theorie Q11, Sport-Theorie Q12) hatten sich unter Federführung des P-Seminars Latein für diesen Ausflug zusammengetan, der ganz im Zeichen des Sports stand. Erste Station war die Deutsche Sporthochschule Köln (SpoHo), die einzige Universität in Deutschland, an der ausschließlich sportbezogene Studiengänge angeboten werden. Aktuell sind dort ca. 6.100 Studierende aus ca. 85 Ländern eingeschrieben. Im Rahmen der Studien- und Berufsorientierung informierten sich unsere Schüler*innen über die verschiedenen Studienmöglichkeiten an der SpoHo. Neben den verschiedenen Lehramtsstudiengängen werden fünf sportwissenschaftliche Bachelor-Studiengänge angeboten, wie z. B. Sportjournalismus oder Sportmanagement und Sportkommunikation. Die Referentin der zentralen Studienberatung machte auch den Unterschied zwischen den beiden Studienrichtungen deutlich: Während ein Lehramtsstudium von Anfang an auf den Beruf „Lehrer“ ausgerichtet sei, handle es sich bei einem Bachelor-Studium um ein „Prozess-Studium“, an dessen Ende ganz verschiedene Berufe stehen können, abhängig von den Interessen, Qualifikationen und Erfahrungen der Studenten. Aufnahmevoraussetzung für ein Studium an der SpoHo ist eine umfangreiche Sporteignungsprüfung, über deren Einzelheiten eine Studentin eindrucksvoll berichtete. So müssen die Kandidaten nicht nur ihr Können in der Leichtathletik unter Beweis stellen, sondern auch ihre Fähigkeiten im Turnen, Schwimmen, Mannschaftsspiel, Rückschlagspiel und im Ausdauerbereich demonstrieren. Wer all das erfolgreich absolviert hat, wird zum Studium zugelassen.

Nach dem Mittagessen in der Mensa der SpoHo stand ein Besuch im Deutschen Sport- und Olympiamuseum auf dem Programm. Dabei tauchten die Schüler in fast 3.000 Jahre Sportgeschichte zwischen Antike und Moderne ein und konnten die emotionale Bandbreite des Sports erleben, indem sie entweder an der Basisführung durch die Ausstellung oder an der Themenführung „Herkules und Fußballgott – Sport und Religion“ teilnahmen. Besonders bei der Themenführung wurden die Anfänge der olympischen Spiele und ihr mythischer Hintergrund näher beleuchtet. Die Schüler*innen konnten dabei sehen, dass es zwischen antikem und modernem Sport enge Berührungspunkte gibt. Neben der Theorie kam aber auch die Praxis nicht zu kurz: Die Schüler*innen hatten ausreichend Gelegenheit, selbst sportlich aktiv zu werden, sei es mit „Leibesübungen“ nach Turnvater Jahn, dem der griechischen Antike entlehnten Standweitsprung oder der Fahrt auf einem Rennrad im Windkanal, dem allseits beliebten Tischkicker oder der legendären Torwand aus dem „Aktuellen Sportstudio“.

Nach so viel Input durften die Schüler*innen im Anschluss auf eigene Faust die Innenstadt von Köln erkunden. Glücklicherweise hatte der „Wettergott“ ein Einsehen und ließ in dieser Zeit die Sonne scheinen, während es am Vormittag teilweise noch heftig geregnet hatte. Und so konnten die Schüler*innen gegen Abend reich an neuen Eindrücken und gut gelaunt die Heimreise antreten. Um 21.00 Uhr ging eine lange, aber erlebnisreiche Fahrt zu Ende.

 

Schuljahr 2018/2019

Alt neu gedacht

von Christian Ruft

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Getreu dem Motto "Dabei sein ist alles!" setzten sich am vergangenen Freitag wagemutige Schülerinnen und Schüler des Oberstufenkurses Latein mit den Aufgaben des diesjährigen Landeswettbewerbs Alte Sprachen auseinander. In einer dreistündigen Klausur mussten sie zunächst einen lateinischen Text (ca. 200 Wörter) übersetzen und sich dann mit kniffligen Aufgaben beschäftigen, bei denen die Schüler sprachliches, historisches und kulturelles Wissen geschickt miteinander kombinieren mussten. So fördert der Wettbewerb die kreative Auseinandersetzung mit den geistigen Grundlagen Europas, führt die Schüler an die Wurzeln der abendländischen Geistesgeschichte heran und vermittelt ein tieferes Verständnis der Gegenwart.

Die 50 besten Teilnehmer dürfen im Oktober an der zweiten Runde teilnehmen. Die 10 Sieger dieser Runde werden dann zum einem Colloquium eingeladen und in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen. Zudem erhalten alle Teilnehmer der zweiten und dritten Runde attraktive Geld- und Buchpreise.

Nun heißt es Daumen drücken. Vielleicht ist Fortuna unseren Teilnehmern wohl gesonnen und sie können in die nächste Runde einziehen... Aber auch, wenn es damit nichts wird, sind die Schüler doch um eine interessante Erfahrung reicher geworden.

 

Mühle mal anders

von Melanie Ebert

Wer kennt nicht das gute alte Mühlespiel? Anders als heute, wo man ein sperriges Brett aus dem Wohnzimmerschrank hervorkramen und die Mühlesteine mühsam aus den Sofaritzen zusammensuchen muss, hatten es römische Kinder da meist viel einfacher: Sie besaßen oft eine sogenannte Mola rotunda („Rundmühle“), ein kleines Säckchen mit im Inneren bereits aufgemaltem Spiel-"brett", in dem gleichzeitig auch bereits die Spielsteine transportiert wurden ... quasi "Mühle to go". Für so etwas Praktisches waren die Lateinschüler der 6cd natürlich sofort zu begeistern, sodass es nach ein wenig Zeichnen, Schneiden und Stanzen schnell nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause ganz eifrig hieß: Ludamus! – Lasst uns spielen!

Mühlespiel

 

Schuljahr 2016/2017

Exkursion zur Villa Haselburg und nach Vielbrunn

Die Lateinschüler der 7. Klassen haben sich erstmals zu einer Exkursion in den Odenwald aufgemacht, um dort Spuren römischen Lebens zu entdecken. Erste Station der Reise war die Villa Haselburg bei Höchst im Odenwald. Hier wurde in der Römerzeit ein großes Landgut errichtet, das die umliegenden Felder bewirtschaftete. Neben Wohn- und Wirtschaftsgebäuden gab es hier eine Thermenanlage und ein Jupiterheiligtum. Die Grundmauern dieser Gebäude sind freigelegt, sodass man einen guten Eindruck von der Größe der Anlagen bekommt. Bei einer interessanten Führung konnten die Schüler an viele bereits im Unterricht besprochenen Themen wie antikes Badewesen oder römische Götterwelt anknüpfen und erleben, dass die „alten Römer“ auch ganz normale Menschen waren.

Die zweite Station der Reise führte die Schüler zu einem rekonstruierten Limes-Wachturm bei Vielbrunn. Da der Turm in seinem damaligen Zustand komplett wieder errichtet wurde, konnten die Schüler einen Eindruck davon gewinnen, wie die römischen Grenzbefestigungen auf die wilden germanischen Nachbarn gewirkt haben müssen. Als Highlight der Tour durften die Schüler den Turm besteigen und konnten von oben die gute Aussicht bis weit hinein ins „Feindesland“ (Spessart) genießen. Mit diesen Eindrücken traten die Lateiner wieder die Heimreise an und stellten fest, dass sie in den vergangenen zwei Jahren schon Einiges gelernt haben.

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Schuljahr 2015/16

Das 1. Römerfest am HSG

von Christian Ruft

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Aus Sicht der Fachschaft Latein fand das Highlight des Jahres schon gleich nach den Sommerferien statt. Die Schüler eines P-Seminars hatten sich die Organisation und Durchführung eines Römerfestes zum Ziel gesetzt. In einer etwa neunmonatigen intensiven Planungsphase wurden Ideen zusammengetragen, diskutiert und auf ihre Realisierbarkeit hin überprüft. Anfangs wurde ein kleines Fest im Rahmen eines Projekttages ins Auge gefasst. Mit der Zeit griffen die Ideen aber immer weiter aus und man entschied sich, außerschulische Partner mit ins Boot zu holen, die mit ihrem Knowhow einen wertvollen Beitrag zum Gelingen des Projekts leisteten. Allen voran sei dem Römerverein in Obernburg mit seinem Vorsitzenden Eric Erfurth gedankt, ohne dessen intensive Unterstützung das Fest nicht möglich gewesen wäre. Die Kinopassage Erlenbach veranstaltete begleitend zu unserem Fest das 2. Römerfilm-Festival und zeigte ein ganzes Wochenende lang verschiedene Filme und Reportagen über die alten Römer, verbunden mit Werbung für unser Event. Auch der Betreiberin unserer Schulmensa, Frau Becker, sei herzlich gedankt: zusammen mit Schülern des P-Seminars zauberte sie wahrhafte Leckerbissen nach original römischen Rezepten. Daneben wurden wir noch von vielen anderen Helfern unterstützt, die an dieser Stelle nicht alle genannt werden können. Allen gilt unser herzlichster Dank für ihre Mithilfe. Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Mit ca. 500 Besuchern war das Fest ein voller Erfolg. Am Ende konnte sogar ein kleiner Gewinn erwirtschaftet werden, von dem der größte Teil an den Aschaffenburger Verein Grenzenlos e.V. gespendet wurde. Die folgenden Berichte sind von Schülern des P-Seminars verfasst und geben einen Überblick über das Fest bzw. einen Einblick hinter die Kulissen.

 

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