Wasser – unscheinbar aber überlebenswichtig

Mit großem Interesse und Begeisterung wurde die interaktive Ausstellung zum Thema Grundwasser in den vergangenen zwei Wochen im Erdgeschoss des HSG besucht. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und auch Gäste aus den umliegenden Grundschulen nutzten die Gelegenheit, sich über die Bedeutung und den Schutz dieser lebenswichtigen Ressource zu informieren.
Die Wanderausstellung, die von der Regierung von Unterfranken zur Verfügung gestellt wird, bot spannende Einblicke in die faszinierende und gefährdete Welt des Grundwassers. An insgesamt acht interaktiven Stationen konnten die Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden – zum Beispiel beim Erraten des Wasserverbrauchs alltäglicher Tätigkeiten wie putzen, kochen, duschen oder auch die Toilettenspülung.
Die Tatsache, dass durch die Klimaerwärmung inzwischen (ausgesetzte) Piranhas im Main überleben können schockierte nicht nur die jüngeren Besucherinnen und Besucher. „Oha! Krass! Nie im Leben!“ waren die Reaktionen auf die riesigen Mengen an virtuellem Wasser, die sich z. B. in Kleidung, in einer einzelnen Tomate oder im heiß geliebten Smartphone verstecken.
Die unterschiedliche Niederschlagsverteilung innerhalb Bayerns erstaunte Schülerschaft so wie Lehrende. In Unterfranken stehen wir auf einen Quadratmeter umgerechnet nur bis zum Knie (ca. 770 mm/m2 jährlich) im Niederschlag während man in Südbayern ohne Schnorchel in der Wassersäule (ca. 2000 mm/m2 jährlich) ertrinken würde.
Der Schutz des Grundwassers ist eine große Herausforderung unserer Zeit und wurde durch die tolle interaktive Ausstellung greifbar und erlebbar gemacht. Um Verschmutzungen durch Industrie, Landwirtschaft oder Haushalte entgegenzuwirken, müssen alle aktiv werden: Wasser im Alltag sparen, gegen Wasserverunreinigung kämpfen durch bewusste Kaufentscheidungen und Wasserverschwendung eindämmen – wir alle sind tagtäglich gefragt!
Ein großer Dank der Schulfamilie geht an OStR Brendel für die tolle Organisation und Einteilung der HSG Klassen sowie der Grundschulen in passende Zeitfenster.
Carolin Vandeven
Besuch der 7a in der Stationären Wasserschule des Regierungsbezirks von Unterfranken in Hobbach
In unserer ziemlich niederschlagsarmen Region am Untermain gerät der Trinkwasserschutz gerade in Zeiten des Klimawandels immer stärker in den Fokus, weswegen wir den drei Klassen der 7. Jahrgangsstufe einen vertiefenden Einblick in dieses Themenfeld ermöglichen wollten und auch konnten. Die Klasse 7a reiste deshalb am Donnerstag, den 20.11.25 zur Stationären Wasserschule des Regierungsbezirks von Unterfranken, nach Hobbach.
Nach dem herzlichen Empfang durch das Team der Wasserschule, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler erstmals mit Namen und passendem Wassertier mit demselben Anfangsbuchstaben vorstellten, ging es gleich in die Aktion. Ausgestattet mit den passenden Gummistiefeln, wateten die Lernenden in Zweiergruppen mit jeweils einem großen Plastikbehälter, einem Sieb und einem Pinsel durch die Elsava. Ziel war es, die dort angesiedelten Kleinstlebewesen aus dem Bach herauszuholen, um diese anschließend im Labor zu untersuchen. Zum Zeitpunkt der Spurensuche hat der Regen pausiert und so konnten die Schülerinnen und Schüler gute 45 Minuten in der Elsava verbringen.
Anschließend transportierten die Gruppen die Tiere in das bestehende Labor vor Ort. Die Schülerinnen und Schüler bekamen zwei Aufgaben. Sie sollten erstens die Wassergüte der Elsava bestimmen, indem sie die Tiere mithilfe eines Mikroskops identifizieren und eine passende Stecknadel zum Tier an einer Pinnwand befestigen. Zudem sollte ein ausgewähltes Tier dann Freihand gezeichnet werden. Die Schülerinnen und Schüler waren fokussiert und interessiert bei der Arbeit und es entstanden malerische Kunstwerke. Zum Abschluss diskutierte die Klasse die Gewässergüte der Elsava, die als „gut“ eingestuft wurde. Das Gewässer bietet also ausreichend vorteilhafte Lebensbedingungen für die zuvor untersuchten Lebewesen. Nach einer detaillierten Vorstellung von drei Lebewesen und der dazugehörigen Fragestunde am Ende des Aufenthalts, machten sich Schülerinnen und Schüler inklusive Lehrkräften auf den Heimweg.
Zu jedem Zeitpunkt stand der Respekt und die Wertschätzung im Umgang mit den Kleinstlebewesen im Vordergrund, die die Schülerinnen und Schüler sehr gut umgesetzt und auch mit nach Hause genommen haben. Sie haben gelernt, dass es Gefahren für die lokalen Wasservorräte gibt und dass ein reflektierter und schonender Umgang mit unseren (Trink)Wasserressourcen besonders wichtig ist.
Wir danken der Stationären Wasserschule in Hobbach für den tollen Einblick, das experimentelle Arbeiten und die freundliche und offene Atmosphäre, wir haben uns stets wohl gefühlt!
November 2025
8. Klässler des Hermann-Staudinger-Gymnasiums besuchen das Resilienzinstitut INREPO in Obernburg

Während der Alltagskompetenzwoche der 8. Klassen hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gruppe „Resilienz - Stabil im Leben“ die Möglichkeit das Institut für Resilienz und Potenzialentfaltung (INREPO) von Diplom Psychologe Harald Müller kennenzulernen. Während der kurzweiligen Exkursion wurden verschiedene Aktionen und Übungen mit Resilienz-Guide Pia Stappel-Müller vorgestellt. Die Schülerinnen und Schüler sollten beispielsweise das „achtsame Laufen“ ohne Handy und ohne Ablenkung ausprobieren oder verschiedene Entspannungstechniken wie z.B. die Meditation oder die Fantasiereise testen. Ein großes Thema war auch die Selbstfürsorge im Alltag: Die Schülerinnen und Schüler mussten ihren momentanen „Füllstand“ ihres „Energiefasses“ einzeichnen und im Anschluss notieren, was das eigene „Energie-Fass“ füllt (z.B. Sport, Freunde treffen etc.) und was es leert (z.B. Stress in der Schule, Streit mit der besten Freundin etc.).
Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden sehr anschaulich und verständlich einfache Strategien gezeigt mit denen stressige Alltagsphasen besser überstanden werden können. Bei allen Aktionen und Übungen lag der Fokus auf der positiven Psychologie. Ein weiteres Beispiel dafür war das „Journaling“. Am Ende eines Tages sollen immer drei Dinge in einem Notizbuch festgehalten werden, die an diesem Tag positiv gelaufen sind und Freude bereitet haben. Dadurch wird auch kleinen positiven Erlebnissen im Alltag mehr Beachtung geschenkt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert und motiviert bei den Übungen dabei und das erlernte Wissen konnte an den folgenden Tagen in der Schule während des Workshops „Resilienz“ in Rollenspielen und kreativen Aktionen noch weiter gesichert und vertieft werden. Es zeigte sich, dass das Thema „Resilienz“ in der heutigen Welt auch bei jungen Erwachsenen schon von großer Bedeutung ist und auf starkes Interesse stößt.
Claudia Bülles
