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In den Jahrgangsstufentests abgeräumt..

von Markus Füller

Mathe, Deutsch, Englisch: Die besten Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufentest sind von der Schulleitung und dem Verein der Freunde des HSG mit Urkunden und Buchgeschenken ausgezeichnet worden.

Wir kennen das: Es ist Schulanfang und damit Zeit für Jahrgangsstufentests. Was Schülerinnen und Schülern in ganz Bayern alljährlich im September blüht, hat für einige HSGler sehr positive Resultate gezeitigt: Im Direktorat gab es für die Brains in den Jahrgangsstufentests in Mathematik, Deutsch und Englisch aus den Klassen 6, 8 und 10 Bücher und Auszeichnungen aus der Hand der Schulleiterin, OStD Christine Büttner und des Vorsitzenden der Freunde des HSG Erlenbach, Christoph Grosch. Beide hatten den zehn Schülerinnen und Schüler eine Botschaft und Handlungsanweisung mitzugeben: "Leistungen bitte so bis zum Abitur beibehalten!"

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Die Besten aus den Jahrgangsstufentests mit OStD Christine Büttner (ganz links) und dem Vorsitzenden der Freunde des HSG, Christoph Grosch (ganz rechts): Lukas Andres (8. Jgst.,, Deutsch), Jonas Grundmann (8. Jgst, Mathematik), Anna-Lena Löwer (10, Jgst., Englisch), Johannes Kaufmann (8. Jgst., Mathematik), Arwen Göbbert (10. Jgst, Englisch), Leon Unkelbach (6. Jgst., Deutsch), Joline Göbel (10. Jgst. Englisch), Marlene Breer (6.Jgst, Englisch), Carla Hein (10. Jgst, Mathematik) und Helena Wengerter (10. Jgst., Mathematik). Verrechnet hat sich bei der Anzahl der Jahrgangsbesten niemand: Zehn Schülerinnen und Schüler in sechs verschiedenen Tests resultieren daraus, dass bei Punktegleichstand an der Spitze beide bzw. alle drei besten Teilnehmer ausgezeichnet wurden.

Vortrag Dr. Hünemörder

von Karin Lange

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Vor über 350 Oberstufenschülerinnen und -schülern des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld und des Hermann-Staudinger-Gymnasiums Erlenbach referierte Dr. Markus Hünemörder, Lehrbeauftragter am Amerika-Institut der Universität München, am 23. Oktober 2019 über ″State and Religion in the United States″, also die Bedeutung der Religion in den USA.
Sehr verständlich und zum Teil auch unterhaltsam brachte Hünemörder dieses komplexe Thema den Schülerinnen und Schülern und manch einem interessierten Kollegen nahe. Denn einerseits sind die USA das Land der religiösen Freiheit, in dem schon im „Bill of Rights“ 1791 das Recht auf freie Ausübung der eigenen Religion garantiert wurde und in dem sich der Staat jeder religiösen Einmischung enthält – never will there be a state religion.
Andererseits sind es gerade auch religiöse Fragen, die die politischen Konflikte hervorrufen und zu der tiefen Spaltung geführt haben, welche die USA zur Zeit belasten. So hat der Staat seit den 1960ern eine strikte Trennung zwischen staatlichen Einrichtungen und religiösen Belangen durchgesetzt, z. B. wurde das Schulgebet an staatlichen Schulen verboten und Schulen religiöser Gemeinschaften erhalten keine staatlichen Zuschüsse. Auch hat der Supreme Court, das oberste Gericht der USA, verboten, dass „Creationism“ und „Intelligent Design“ an staatlichen Schulen parallel zur Evolutionstheorie unterrichtet werden. Gleichzeitig jedoch hat sich seit den 1980er Jahren, vor allem unter dem Präsidenten Ronald Reagan, ein Bündnis der konservativen Evangelikalen mit den Wirtschaftsliberal-Konservativen entwickelt, sodass heute die „Christian Right“ einen sehr großen Einfluss in der konservativen Partei der Republikaner hat. Bei Themen wie dem Schulgebet, Sexualkunde, Abtreibung und Homosexualität sowie gleichgeschlechtlichen Ehen werden von den Republikanern sehr konservative Positionen bezogen. Im Gegenzug entwickelte sich die Partei der Demokraten in diesen Fragen in die entgegengesetzte Richtung. Verbunden ist diese Teilung mit dem Unterschied zwischen Stadt und Land, dem ethnischen Hintergrund der Wähler und dem Bildungsstand. Nach 70 Minuten kam Dr. Hünemörder zu dem Schluss, dass es für die Politiker eine schwierige Aufgabe sein wird, diese Spaltung der US-amerikanischen Gesellschaft zu überwinden.
Der Vortrag von Herrn Hünemörder an den beiden Landkreisgymnasien ist bereits gute Tradition, denn dieser vermittelt eine Fülle an Informationen zu aktuellen Themen aus den USA, und so hoffen wir, im nächsten Jahr unseren Schülerinnen und Schülern wieder einen interessanten Vormittag bieten zu können.

 

English Day am HSG (Juli 2019)

von Karin Lange

Englischseminar

Ein Schulfest der besonderen Art hatten 5 Schülerinnen des P-Seminars ″Play English″ kurz nach Notenschluss für die Schüler und Schülerinnen des Hermann-Staudinger-Gymnasiums in Erlenbach organisiert. Ziel des English Day war es, die englische beziehungsweise amerikanische Sprache und Kultur in den Mittelpunkt zu stellen. In monatelanger Planung erarbeiteten die Schülerinnen Hannah Ball, Elena Schwarzkopf, Lili Leneschmidt, Alisha Faust und Lara Paasch zunächst ein Konzept, gewannen Sponsoren und Referenten und planten die genaue Umsetzung der Idee. Am English Day selbst bauten die 5. bis 8. Klassen die im Vorfeld vorbereiteten Stationen auf, die natürlich alle thematisch auf den Tag abgestimmt waren und die ab der 2. Stunde besucht werden konnten. Neben der Vermittlung von landeskundlichem Wissen im Rahmen von Quizzen zu beispielsweise England, Australien und Schottland war auch körperlicher Einsatz gefragt. Bei den Highland Games mussten Baumstämme geworfen werden, dem australischen Nationaltier konnte man beim Sackhüpfen nacheifern und beim englischen Bobbycar-Rennen war Linksverkehr angesagt. Kreative Schüler konnten sich in der Karaoke-Bar oder bei der Erstellung von Cartoons versuchen. Für jeden Geschmack war etwas geboten und die Stempelkarten, anhand derer man den Besuch der verschiedenen Stationen nachweisen sollte, waren schnell gefüllt. Die Klassen 9 und 10 hatten die Möglichkeit, sich über Auslandsaufenthalte während oder nach der Schulzeit zu informieren. Hierfür hatten die P-Seminaristen ehemalige Schüler eingeladen, die von ihren Auslandserfahrungen berichteten, aber auch die Rotarier sowie Sprachinstitute, die über verschiedene Möglichkeiten von Sprachreisen und Austauschprogrammen informierten. Ein Höhepunkt im Rahmen der Vorträge war sicher auch der Beitrag eines gebürtigen Iren, der den Schülerinnen und Schülern die Kultur und Mentalität seiner Landsleute näherbrachte.

Für das leibliche Wohl sorgte passend zum Thema die Q11 unter anderem mit Hot Dogs, Sandwiches, Brownies, Bagels und der Candy Bar.

Krönender Abschluss des Tages war das Football Spiel, für das die Aschaffenburg Stallions eigens in voller Montur angereist waren. Trotzdem hatten sie eine Menge Spaß beim ″flag football″, der körperlosen Variante des American Football. Alle konnten auf einen gelungenen English day zurückblicken.

 

The king is dead, long live the king!

von Johannes Zwick

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Wir schreiben den 14. Oktober 1066. Der Kampf um den englischen Thron ist in vollem Gange. Auf der einen Seite die tapferen britischen Krieger der Klasse 7c, auf der anderen die mutigen normannischen Invasoren der 7d. Es ist der Beginn der wohl entscheidungsträchtigsten Schlacht in der Geschichte Britanniens.

Doch so eine Schlacht organisiert sich natürlich nicht von selbst. In mühsamer Bastelarbeit erstellten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7c und 7d im Rahmen des Englischunterrichts zusammen mit ihren Geschichts- und KunstlehrerInnen Schwerter, designten sowohl Schilde, Rüstungen als auch Fahnen, um für den großen Kampf gewappnet zu sein.

Nachdem man sich auf eine Formation und einen Schlachtruf geeinigt hatte, war es dann an einem kalten Freitagmorgen soweit: Die Turnhalle wurde kurzerhand in das berühmte Schlachtfeld nahe Hastings umgewandelt, sodass das Gefecht nach einer vorher eingeübten Choreographie nachgespielt werden konnte. "Episch diese Schlacht, die die Schüler alle boten - insbesondere das Engagement bei der Vorbereitung," drückte Johannes Zwisch, Lehrer der Klassen, seine Bewunderung aus.

Die Schülerinnen und Schüler schlüpften somit in die Rolle der Kämpfer und konnten so die Schlacht und deren Folgen besonders intensiv nachempfinden. Beiden Klassen gelang es, ein tolles Re-enactment aufzuziehen.

 

Lisa Simpson for President

von Karin Lange

Dr. Markus Hünemörder referiert am Hermann-Staudinger-Gymnasium Erlenbach und am Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld über das aktuelle politische Geschehen in den USA

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Erlenbach/Elsenfeld. „Will there be another Trump presidency?“ „Will Hilary Clinton run for president?“ - Diese und ähnliche Fragen richteten SchülerInnen der Q11 und Q12 des Hermann-Staudinger-Gymnasiums am Montag an den Experten Dr. Markus Hünemörder. Der Lehrbeauftragte am Amerika-Institut der Ludwigs-Maximilian Universität München kommt nun schon seit mehreren Jahren an den Untermain, um die OberstufenschülerInnen des Hermann-Staudinger und des Julius-Echter-Gymnasiums auf den neuesten Stand des politischen Geschehens in den USA zu bringen. In gut verständlichem Englisch und mithilfe einer äußerst gut strukturierten Präsentation, die immer wieder von geschickt platzierten Ausschnitten aus der beliebten Simpsons-Serie sowie der Comedy-Show Saturday Night live unterbrochen wurde, schaffte es Hünemörder, sein Publikum bis zum Schluss zu fesseln.

Da erst drei Wochen zuvor die viel diskutierten und aufmerksam verfolgten midterm elections stattgefunden hatten, richtete sich das Augenmerk des diesjährigen Vortrages natürlich vor allem auf das „Trump Phänomen“. Hünemörder bezeichnete den amerikanischen Präsidenten als kontroversen Antipolitiker, der sich vor allem aufgrund seiner mit Provokationen und verbalen Übergriffen gespickten Rethorik dank Twitter perfekt in Szene zu setzen weiß und damit immer wieder geschickt von den eigentlichen Problemen ablenkt.

Auch mit seinem politischen Programm erregt Trump immer wieder Anstoß, obwohl die Grundpfeiler der Trumpschen Politik – populism, nativism („build the wall“) und nationalism („America first“) – keine Trumpschen Neuerfindungen sind. Tatsächlich entsprechen sie aber seit 1945 nicht mehr dem politischen Konsens und erregen folglich Anstoß. Gerade mit dieser offensiven Haltung festigt Trump sein gründlich angelegtes Image des anti-politician, der von seinen Anhängern immer noch als Held gefeiert wird und es geschafft hat, die amerikanische Gesellschaft zu spalten. Das Thema Immigration steht hier im Zentrum seines politischen Programms und die Debatte um legale und illegale Einwanderung wird immer mehr radikalisiert. Abgesehen davon ist Trumps politisches Programm laut Hünemörder in vielen Bereichen, wie beispielsweise in seiner Haltung zu Syrien, Afghanistan oder gar Nordkorea, konventioneller als man denken möchte. Die „America First“ Haltung jedoch demontiert Amerikas erworbene Rolle als Drahtzieher im Geflecht der internationalen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen.

Abschließend konnte Hünemörder seine Zuhörer beruhigen. Der Einfluss des schillernden amerikanischen Präsidenten sei zwar signifikant, aber eine Trump‘sche Alleinherrschaft aufgrund des in der amerikanischen Verfassung verankerten Systems der Gewaltenteilung („checks and balances“) nicht zu befürchten. Unübersehbar und nicht zu leugnen hingegen sei die politische Sackgasse in der man sich in vielen Bereichen befinde, die Spaltung der amerikanischen Bevölkerung und die abnehmende Rolle Amerikas als internationale Führungskraft. Nichtsdestotrotz ist Trump immer noch der fraglichen Ansicht „I alone can fix it“, die Demokraten haben dem rein personell wenig entgegen zu stellen und so schloss Hünemörder seinen Vortrag mit einem gewagten Vorschlag: „Lisa Simpson for President.“

 

 

Keep calm and read on!

von Karin Lange, Mai 2018

Seit Beginn des zweiten Halbjahres ist die Schülerbibliothek um eine Abteilung reicher. Frei nach dem Motto ″Come in and leih aus″ können die Schüler und Schülerinnen in der reading corner stöbern und englischsprachige Literatur direkt vor Ort lesen oder auch ausleihen. Das Angebot reicht von den ″Classics″ über ″Phantasy″ und ″Crime″ bis hin zu ″Chick Lit″ und ″Young adult Literature″. Wer sich noch nicht ganz an die ″Originalliteratur″ heranwagen möchte, kann einen Einstieg im Regal ″Easy Readers″ finden oder sich zunächst mit dem ″Joke of the Week″ begnügen. Ein Blickfang ist in jedem Fall die kunstvolle ″Harry Potter″-Sammlung, die über der reading corner thront und es bleibt zu hoffen, dass der ″gefangene Blick″ dann auch in das eine oder andere Buch geworfen wird.

Englisch Leseecke

 

USA – Antworten aus erster Hand

von Christian Iberle, März 2018

Keegan Hecht stammt aus Sioux Falls in South Dakota, USA und arbeitet als Lehrer für Geschichte und Politik an einer amerikanischen Schule in Taiwan. Da die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Taiwan es erlaubte, konnte der Q11 – Englischkurs von StR Christian Iberle während der Schulzeit ein Interview via Skype durchführen. Die Schüler stellten zahlreiche Fragen zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen, die im Englischunterricht zuvor thematisiert worden waren. Die Politik des aktuellen US-Präsidenten Donald Trump sowie die kontroversen Diskussionen über den legalen Zugang zu Waffen standen hierbei besonders im Mittelpunkt. Es war interessant zu hören, wie Keegan Hecht als amerikanischer Lehrer über die jüngsten Amokläufe an amerikanischen Schulen denkt. Er machte den Schülern bewusst, wie sehr das Thema den Schulalltag prägt. So gibt es zum Beispiel jeden Tag Kontrollen, sobald die Schüler das Schulgebäude betreten und auch eigens für Amokläufe vorgesehene Fluchtwege sind an jeder Schule vorzufinden. Zum hierzulande eher unbeliebten amerikanischen Präsidenten merkte Keegan Hecht an, dass er, wie wohl fast alle im Ausland lebenden Amerikaner, mit der aktuellen politischen Führung sehr unzufrieden ist. Zudem leidet der Ruf seiner Heimat auf weltweiter Ebene, worüber er sehr traurig ist. Laut Keegan Hecht stehen Trumps Ansichten jedoch bei weitem nicht für alle Amerikaner und man dürfe nicht vergessen, dass er ja auch gewählt wurde, ohne die Mehrheit aller Stimmen für sich beanspruchen zu können. Obwohl die politische Führung der USA viele fragwürdige Entscheidungen trifft, gibt es landesweit auf regionaler Ebene noch viele Politiker und aktive US-Bürger, die für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft eintreten. Zum Abschluss des Gesprächs bat er die Schüler, sich nicht zu sehr von der im Moment mehrheitlich negativen Berichterstattung über sein Land beeinflussen zu lassen und stets die Informationsquellen kritisch zu hinterfragen. Viele Probleme der USA resultieren seiner Meinung nach daraus, dass es in einer multikulturellen Gesellschaft immer auch viele Meinungen gibt. Diese Pluralität von Ethnien, Kulturen und Religionen war aber auch schon immer die größte Stärke der vereinigten Staaten.

 

 

 

Romeo und Julia am HSG (Dezember 2017)

von Nikolaus Volland

„Learn English through Theatre“, also „Lerne Englisch durch Theater" - diesem Motto wurden die beiden englischen Theateraufführungen des White Horse Theatre, das letzte Woche am Hermann-Staudinger-Gymnasium in Erlenbach am Main gastierte, mehr als gerecht. So begeisterte das pädagogische Tourneetheater in den ersten beiden Unterrichtsstunden mit dem Stück „Silver Jane“ die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe. Das Stück, in einfachem Englisch, erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, das bemerkt, dass Ihre Mitschüler nicht so stark sind wie sie, nicht soviel wissen wie sie .... und auch nicht fliegen können! Jane fragt sich aber auch, warum ihre Eltern sie nicht verstehen und wer ihr Nachrichten schickt, die nur sie hören kann. Bald wird aber klar, dass das Universum in Gefahr ist, und nur das junge Mädchen mit dem silbernen Haar es retten kann! Räuber, Bären, Raumschiffe und fiese Weltraumbösewichte treffen in diesem Stück auf Jane und ihre Freunde und sorgen für reichlich Spannung und Spaß.

Die Schauspieler kommunizieren dabei während des Theaterstücks direkt mit den Schülern, verlegten die Handlung zum Teil in die Publikumsreihen und belebten das Stück dadurch enorm. „So macht Unterricht Spaß“, flüstert ein Schüler in der letzten Reihe seinem Banknachbarn zu. Die gute Inszenierung machte darüber hinaus Lust auf die englische Sprache und bot neben der Unterhaltung ein Erfolgserlebnis für die Zuschauer, da es den Schülern dank der ausdrucksstarken Darbietung der Schauspieler mühelos gelang, dem Stück zu folgen.

Am gleichen Tag inszenierten die vier allesamt muttersprachlichen und professionell ausgebildeten Schauspieler für die Schülerinnen und Schüler der Q11 und Q12 Shakespeares berühmtestes Drama „Romeo and Juliet“. Das White Horse Theatre führte dabei den Shakespeare-Klassiker gekürzt auf und hielt neben einer unkonventionellen Umsetzung des Stoffes auch einen gehörigen Schuss Humor bereit. Besonders beeindruckt waren die Schüler dabei aber vor allem vom schauspielerischen Talent der Darsteller und der Fähigkeit, zum Teil in einem Stück unterschiedliche Charaktere zu verkörpern.

Im Anschluss an die jeweiligen Stücke beantworteten die Schauspieler Fragen und gaben ihre Instagram-Profile heraus.

            

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Ein Hauch von Florida am HSG (Dezember 2017)

von Pia Heidenreich

„Hallo“, „Fußball“ und „Döner“ seien Wörter, die man als Besucher in Deutschland in der Landessprache kennen sollte, so die Auskunft der Klasse 6d auf die Frage des amerikanischen Gastprofessors Steve Voguit. Der Dozent des renommierten Flagler College in St. Augustine, Florida, welcher der Einladung von Pia Heidenreich, Englischlehrerin am HSG, gefolgt ist, besuchte letzte Woche mehrere Klassen und Kurse von Pia Heidenreich und Christian Endres. Dabei vermittelte er den Schülern anhand von spannenden Geschichten landeskundliche Fakten rund um Florida, zum Beispiel über das Schulsystem und die Politik der USA. Hauptsächlich aber beantwortete er alle Fragen der Schüler, die selbst in ihren Pausen noch interessiert weiterfragten. Im Zusammenhang von “What is your favourite soccer team?“ brachten sie dann beispielsweise in Erfahrung, dass die Floridianer von der deutschen Bundesliga meist nur Bayern München zu sehen bekämen. Für große Überraschung sorgte auch seine Auskunft darüber, ob er selbst Waffen besäße. Statt des „Yes“, mit dem die Teilnehmer des Englischkurses der elften Jahrgangsstufe fest gerechnet hatten, bekannte er, dass er selbst keinerlei Waffen besitze und sogar der Meinung sei, dass es in den USA viel zu viele gebe. Ein anderer Junge, der dem Professor stolz seine Englisch-Schulaufgabe zeigen wollte, erfuhr, dass in den USA ein anderes Notensystem herrscht, das nicht mit Zahlen arbeitet. Besondere Freude bereitete es den Kindern auch, dem Professor auf Englisch von ihrem Leben in Deutschland zu berichten. Somit vergingen die Stunden mit dem Gast wie im Flug, wobei die Erinnerungen und der Gewinn dessen, was wir alle voneinander lernen durften, lange anhalten wird.

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″Hands up, don't shoot!″ (November 2017)

von Karin Lange

Dr. Markus Hünemörder referiert vor den Schülern des JEG und des HSG über ″race relations″ in den USA

Erlenbach/Elsenfeld. Vor knapp 400 Oberstufenschülerinnen und -schüler des Hermann-Staudinger-Gymnasiums Erlenbach und des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld referierte Dr. Markus Hünemörder, Lehrbeauftragter am Amerika-Institut der Ludwig-Maximilian-Universität München, am 21. November 2017 über ″race relations″, also die Beziehung zwischen den Bevölkerungsgruppen in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Fast schon eine feste Institution ist der Vortrag von Herrn Hünemörder an den beiden Landkreisgymnasien geworden und so stand auch in diesem Jahr ein brandaktuelles Thema auf dem Programm: Vor dem Hintergrund der Konflikte, die als Reaktion auf die Polizeigewalt gegen Afroamerikaner nicht nur die USA in Atem halten, stellte Herr Hünemörder die Frage, ob die großen Errungenschaften der Bürgerrechtsbewegung der 60er Jahre nur Schall und Rauch waren.

″Nein!″, war die Quintessenz des unterhaltsamen und doch äußerst informativen Vortrages, der nicht nur durch den geschickten Einbau von Cartoons die Schüler 70 Minuten lang gespannt zuhören ließ. Systematisch erklärte Hünemörder die politischen und geschichtlichen Hintergründe, die dazu führen, dass die afro-amerikanische Bevölkerung trotz der Zivilrechtsbewegung von 1964 (Civil Rights Act), der Wahlrechtsreform von 1965 (Voting Rights Act) und schließlich trotz der zwei Amtszeiten eines schwarzen Präsidenten noch immer Benachteiligung erfährt. Diese Benachteiligung spiegelt sich im Bereich der Bildung wider, bei Einstellungschancen und Gehältern, im ″racial profiling″ und gipfelt leider immer wieder in Gewalt gegen Schwarze. ″The US democracy is designed to be a colorblind system″ - die amerikanische Demokratie ist als farbenblindes System gedacht – leider kann die soziale Realität mit dieser Idealvorstellung noch immer nicht Schritt halten. Von vielen Weißen werden Benachteiligungen oft gar nicht wahr genommen. Organisationen wie ″Black Lives Matter″ oder Fußballer, die beim Singen der Nationalhymne niederknien anstatt zu stehen, haben sich zum Ziel gesetzt, die Ungerechtigkeit ins Blickfeld zu rücken und gewaltfrei auf Änderung hinzuwirken. Wünschen würde man sich auch einen Präsidenten, der deutlich Position bezieht, wie das auch das Gros der amerikanischen Bevölkerung und Politiker tut, wenn es wieder zu Ausschreitungen kommt.

Nach 70 Minuten kam Herr Hünemörder zu dem Schluss, dass ″race″ immer noch die ″most troubling dividing line″ - also die Trennlinie, die die meisten Probleme bereitet - in der heutigen amerikanischen Gesellschaft sei. In der anschließenden Fragerunde zeigte er sich jedoch optimistisch und betonte erneut die Errungenschaften der Bürgerrechtsbewegung, so dass die Schüler mit einem guten Gefühl in ihren Unterricht zurückgehen konnten.

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