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Schillers Drama auferstehen lassen

von Finja Lange, 10b

Kulturerlebnis oder lästige Schulveranstaltung? Dieser Frage gingen die Klassen 10b und 10c am 16.01.2020 in Begleitung von Frau Wohlmann, Frau Amthor, Herrn Mathy und Herrn Lange nach – bis nach Würzburg ins Stadttheater. Während einige die Inszenierung des Dramas Kabale und Liebe von Friedrich Schiller genossen, war es für andere wenigstens eine Möglichkeit den Anzug oder das Ballkleid nochmals auszupacken („Wir gehen schließlich ins Theater, da muss man ordentlich gekleidet sein“). Das Drama wurde bereits in Unterricht gelesen. Es handelt von der Liebe zwischen der bürgerlichen Luise und dem adeligen Ferdinand, die von keinem der Väter der beiden Liebenden gutgeheißen wird. Während Luises Vater Miller sein Ziel durch Worte erreichen will, denkt sich Ferdinands Vater, der Präsident, gemeinsam mit seinem Sekretär Wurm, der auch ein Auge auf Luise geworfen hat, eine Kabale (Intrige) nach der anderen aus, um die Liebe zu Fall zu bringen.

Aber was haben Väter da mitzureden? Nun, abgesehen von der Ständegesellschaft, die ebenfalls gegen eine Hochzeit der beiden spricht, eine ganze Menge. Das zeigten die Schauspieler in ihrer beeindruckenden Inszenierung des Stücks.

Trotz des so anspruchsvollen Texts, der auch kaum gekürzt wurde, waren nicht nur die Theaterkenner, sondern auch das junge Publikum begeistert.

Die ernste Botschaft des Stücks und das dramatische Ende standen in starkem Kontrast zu den humorvollen Einwürfen, hauptsächlich des Sekretärs Wurm. Das Traumpaar Ferdinand und Luise eroberte so manches Herz im Publikum, Präsident und Sekretär Wurm brillierten durch Witz und Verschlagenheit und Vater Miller durch seine Wortgewandtheit, seine Denkweise, die absolut unüblich für diese Zeit (Achtung: nicht Mittelalter!) war und auch bei den Nebendarstellern mangelte es nicht an schauspielerischem Können. Unterstützt wurde das Stück von einer Cellistin, die die musikalischen Herzen höher schlagen ließ und von dem drehbaren Bühnenbild, das alle Mitglieder der Theater AG neidisch machte. Insgesamt war die Veranstaltung auf jeden Fall ein Kulturerlebnis und nicht bloß eine Möglichkeit, sich in Schale zu schmeißen.

Theater Würzburg

 

 

 

"Sport und Bewegung" gechillt von der Matte aus

von Markus Füller

Deutsch Vorlesetag.geaendert

Die Schülerinnen und Schüler am HSG nutzten auch am 16. Vorlesetag das Angebot auf den Leseinseln und in der Stadtbibliothek zum Motto "Sport und Bewegung".

15 Minuten (oder länger!) einfach sitzen oder liegen und einfach zuhören: Während das Motto "Sport und Bewegung" beim Vorlesetag eigentlich Fitness, Action und Anstrengung versprach, ging dies eigentlich nur den sportlichen Helden in den vorgestellten Romanen so. Die Schüler fläzten, als z.B. die Strapazen von leistungssportmäßigem Schwimmtraining in "Barrakuda" (Autor: Christos Tsiolkas) oder der Kräfte raubene Anstieg auf den Mont Ventoux per Rennrad ("Ventoux" von Bert Wagendorp) zum Besten gegeben wurden, auf Weichbodenmatten in der Turnhalle oder auf dem weichen Teppich in der Bibliothek. Als Vorleserinnen und Vorleser schlugen sich beachtlich eine Auswahl an Sportlehrern des HSG und ließen Traininseinheiten wie Wettkämpfe im Fußball. Basketball, Schwimmen oder Laufen anhand der Buchtexte lebendig und real werden.

Die Schülerinnen und Schülerinnen der 5. Jahrgangsstufe konnten sich dagegen beim Bilderbuchkino und dem Text zu "Armstrong - die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond" (Torben Kuhlmann) in der Stadtbibliothek Erlenbach von einer spannenden, vielleicht nicht ganz unrealistischen Geschichte begeistern lassen und erfuhren zudem Wissenswertes zu tatsächlichen Weltraum-Missionen von Menschen wie Tieren (z.B. Fruchtfliegen, Rhesusaffen und die Hündin "Leika"). Passt auch zum Motto "Bewegung" und zudem zum Jubiläum 50 Jahre Mondlandung, das dieses Jahr im Juli bereits begangen worden ist.

 

Tschick auf der Clingenburg (Juli 2019)

Deutsch Tschick Juli19.geaendert

Tschick. So hieß die Lektüre der 8. Klassen nach den Pfingstferien: Zwei Jungs. Zwei Außenseiter. Ein geknackter Lada und los geht die Fahrt, „in die Walachei“. Eine Reise voller Umwege wartet auf die beiden Jugendlichen. Nichts hält sie auf, Maik Klingenberg ist alleine am elterlichen Pool: Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, Kurzform Tschick, hat es von der Förderschule irgendwie bis in die Klasse aufs Gymnasium von Maik geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Lada zur Hand, "nur geliehen". Und damit beginnt eine unvergessliche Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz mit allerlei skurrilen Personen und Begegnungen.
Und genau diese Reise unternehmen die Schüler und Schülerinnen mit den Lehrern Cora Leimeister, Dirk Simon und Oliver Reisch mit den Schauspielern auf der Clingenburg, bei der ein Lada auf der Bühne parkt, das Klassenzimmer sich verwandelt in ein Mittagsmahl in der ostdeutschen Provinz und der Schrottplatz nahe der Autobahn. „Herr Simon, das Stück war besser als der Film!“ Und genau so sollte es sein.

 

Lesetagebuch in der 8. Klasse

von Dirk Simon

Rumo Lesetagebuch März19.geaendert

Die Deutschklasse 8a/b mit ihren Lesetagebüchern

Wer kennt nicht den Käpt'n Blaubär mit seinen drei Enkeln und dem Leichtmatrosen Hein Blöd? Aber das all diese Geschichten Walter Moers verfasst hat und dieser darüber hinaus eine ganz eigene Fantasiewelt erschaffen hat, ist vielen unbekannt. Zeit dies zu ändern, dachte sich die Klasse 8a/b des Hermann-Staudinger-Gymnasiums und las und bearbeitete das Buch „Rumo“ von Walter Moers, der Geschichte eines Wolpertingers, der in die Unterwelt absteigen muss, um seine Stammesbrüder zu retten und im Theater der schönen Tode im Kampf zu bestehen. Das er dabei die totgeglaubte Rala befreit, die ihm sein silberner Faden vorhergesagt hatte, ist ebenso Teil der Handlung wie sein Treffen mit der Haifischmade Smejk. „Ein verwirrendes Buch, aber die Welt ist ein Abenteuer für sich“, fasst eine Schülerin das Buch zusammen. Mit Aufgaben an der Hand kreieren die Schüler*innen ein Lesetagebuch, die die Schüler*innen mit Zeichnungen und Gemälden verzierten und in einer kleinen Ausstellung im Klassenzimmer gezeigt wurden.

 

Vorlesewettbewerb 2019

von Markus Füller

Daumen drücken!

Lena Amend aus der Klasse 6c vertritt das HSG beim Vorlesewettbewerb auf Kreisebene

Schon vor Weihnachten hatte sich Lena Amend beim Schulentscheid gegen ihre Mitschüler*innen

Theodor Germuth (6a, rechts), Evelyn Heldt (6b, Mitte rechts), und Valentina Feyrer (6d, Mitte links) durchgesetzt. Nun startet sie in Miltenberg, um mit einer spannend vorgetragenen Textstelle die Jury von ihrem Können zu überzeugen. Wir halten fest die Daumen! Viel Erfolg!

Unser Bild zeigt die klassenbesten Vorleser bei der schuinternen Siegerehrung mit OStDin Christine Büttner, die Urkunden und vom Elternbeirat und der HSG-Bibliothek bezuschusste Bücher und Mediengutscheine überreichte.

 

Ein schmelzender Gletscher ist (k)eine Regendusche

von Markus Füller

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Zwei Deutsch-Kurse der Q12 besuchten die Ausstellung Wildnis in der Schirn-Kunsthalle Frankfurt.

Am Beginn der Ausstellung wartet in Öl der Eisbär, den Rücken zum Betrachter, auf einer zu gebirgig dargestellten Polarlandschaft und sieht in den Sonnenuntergang. Romantisch! Dabei hat der Künstler selbst nie die Arktis gesehen. Fast gegenüber eine Fotografie von Maximaldschungel, Jahrgang 2015, gänzlich unerschlossen und scheinbar chaotisch. Nimmt man noch die weit überlebensgroßen, teils beweglichen Stelen aus Spiegeln und Plexiglas hinzu, mit denen Mitglieder der Künstlergruppe ZERO in der nordafrikanischen Wüste experimentiert haben, ist das begriffliche Grundvokabular zum Thema Wildnis erfasst, das sich zunächst eher nach Geografie- oder Biologieuntericht anhört.

Dass Wildnis abgesehen von seiner reinen Begriffsbestimmung und der Frage, was „wild“ heißt, auch ganz metaphorisch und wahrnehmungsspezifisch in den Blick genommen werden kann, konnten die Schülerinnen und Schüler der Q12 mit Frau Reichhold und Herrn Füller im Rahmen geführter Besichtigungen in kleinen Gruppen an weiteren Kunstwerken erfahren: Die Vorstellung davon, was Wildnis ist, folgt dem, was ich selbst damit verbinde und kann täuschend, täuschend echt sein, wenn etwa ein verschneites Bergpanorama nur nachempfunden ist an einem mit Kunstschnee überzuckerten Erdhügel auf einer Baustelle in Berlin oder scheinbar wildes, womöglich extraterrestrisch anmutendes Gestein nicht viel mehr ist als Computerschrott.

Spätestens hier werden mit dem Problem der rechten Bezeichnung, mit Imagination und Illusion ganz allgemeine ästhetische und auch sprachtheoretische Themen aufgeworfen, die für die Entwicklung der Kunst und Literatur nach 1900 prägend und grundlegend sind. Neben dem wiederholten Aha-Effekt zu Inhalt und Entstehung der ausgestellten Werken selbst ließen die gut präparierten Guides der Kunsthalle im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern keine Zweifel daran aufkommen, dass bei der Deutung von Kunst – Gedichtinterpretation und Co. lassen grüßen – nichts falsch und alles erlaubt ist, wenn man es denn erklären und aussprechen kann und will. In einer begehbaren, rötlich-dämpfigen Installation (unser Bild) bleibt es Ansichtssache, ob hier der Gletscher bricht, tropft und schmilzt oder ob man sich unter eine tropisch-nebligen Regendusche mit Gewitter befindet. Was dies für Empfindungen und Stimmungen (von gechillt bis bedrohlich) auslöst, liegt ganz im Auge des Betrachters.

 

Wie Sterne sterben und worüber Killerwale kommunizieren

von Markus Füller

Der bundesweite Vorlesetag 2018 stand unter dem Motto „Natur und Umwelt“ – Steilvorlage für das HSG als naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium und MINT-EC-Schule: Auf drei Leseinseln in drei verschiedenen Geschossen des Gebäudes lasen Lehrerinnen und Lehrer aus den naturwissenschaftlichen Fächern in den beiden Pausen den Schülerinnen und Schülern allerlei Spannendes und Interessantes vor.

Belletristisches mit neurophysiologischem und ethischem Backgrund etwa wurde für die jungen Zuhörern anhand von Timo greifbar, der in Ursula Poznanskis Roman „Thalamus“ nicht recht weiß, was er über seine eigene Wahrnehmung sowie die der andern Patienten in einer Reha-Klinik für Jugendliche denken soll. Astronomie und Makrokosmos waren mit Lucy und Steven Hawings „Der geheime Schlüssel zum Universum“ und Gerhard Staguhns „Warum das Weltall immer rätselhafter wird“ gleich doppelt auf dem Vorleseplan zu finden – mit naturwissenschaftlichem Nachweis für die Vergänglichkeit von irdischen wie extraterrestrischen Dingen, etwa Sternen im Universum.

Aufklärung zur tierischen Verhaltensbiologie lieferte den Schülern schließlich ein Ausschnitt aus Carl Safinas Buch über „Die Intelligenz der Tiere.“. Meeressäuger wie Wale haben nicht nur mehr Seelenleben als man als Homo sapiens sapiens denkt, sie werden gerade auch durch die Eingriffe des Menschen in Ökosystem und Umwelt dazu genötigt, ihr Verhalten zu überdenken und anzupassen.

Das breit gefächerte Themenangebot aus den Beständen der HSG-Bibliothek gefiel den 200 Zuhörerinnen und Zuhörern bestens, denen ihre MINT-Lehrer beim gemeinsamen Schmökern auch zeigen konnten, dass die Vermittlung von Lese- und Zuhörkompetenz am HSG als Aufgabe aller Fächer und Fachbereiche verstanden wird.

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Fahrt zur Buchmesse

von Pia Heidenreich

Getreu Jean Pauls Sinnspruch Bücher lesen heißt wandern in fremden Welten machten sich je zwei der insgesamt vier zehnten Klassen des HSG am 11. und 12. Oktober 2018 mit ihren Deutschlehrern auf zur Buchmesse nach Frankfurt. Bereits im Zug luden sich die Schüler die Buchmesse-App herunter, mittels derer sie ihr individuelles Programm festlegten und auch den Lageplan der 170.000 m² großen Ausstellungsfläche studierten. Denn auf der Buchmesse wird viel geboten, nur an Zeit mangelt es. Diese war nach Auskunft der Schüler bestmöglich genutzt, indem sie zum Beispiel bei der ARD Einblicke in filmische Macharten bekamen, Berühmtheiten wie Frank Thelen trafen oder eine Vorlesung zur Leadership im digitalen Zeitalter besuchten. In Letzterer wurde lebendig ausgemalt, wie Generationen erfolgreich zusammenarbeiten können und dabei neben ihrer Produktivität auch Glück erfahren können. Im Kontrast hierzu gab Stephan Thome auf dem blauen Sofa des ZDF ergreifende und erschütternde Einblicke in die Natur des Menschen und auch dessen bösen Seiten. So zog er die Zuschauer magisch in den Bann der Vorstellung seines semifiktionalen Romans „Gott der Barbaren“, welcher in die Finalrunde des Deutschen Buchpreises 2018 gekommen war. Selbstverständlich luden auch viele andere Verlage und Stände zum Stöbern und „Reinlesen“ ein – so konnten zum Beispiel Postkarten, Kalender, Jugend- und Fachbücher sowie Zeitungen zur Probe angesehen und zum Kaufen vorgemerkt werden. Von ganz viel Lese- Lust und Inspiration erfüllt brachten die „Wanderer“ nicht nur einige Geschenke in ihren Tasche mit nach Hause, sondern auch tolle, witzige und wunderschöne Eindrücke aus den „fremden Welten“, welche auf der Zugfahrt fröhlich ausgetauscht wurden.

Buchmesse2018

 

 

Poetry Slam am HSG

von David Hohm

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Eine Poesieschlacht, das stellt der Poetry Slam dar. Und diese gelang auch Lucy Hektor, die mit drei Texten vor drei neunten Klassen ihr Können unter Beweis stellte, allerdings ohne einen „Gegner“.

Am Hermann-Staudinger-Gymnasium in Erlenbach am Main stellte ihre Abiturrede ein Novum in der Geschichte der Abschlussveranstaltungen dar: Lucy Hectors Rede war als Poetry Slam verfasst, der die Zuhörer zu Standing Ovations veranlasste. „Ein Grund mehr, die Absolventin einmal in meinen Unterricht einzuladen“, dachte sich Dirk Simon, Leiter der Klasse 9c, um diese Form der Lyrik den Schülern näher zu bringen. „Passenderweise slammte Lucy in ihren Texten über die verschiedenen Perspektiven der Liebe - ein Thema, welches wir im Unterricht anhand von Liebeslyrik behandelt hatten.“ In ihrem ersten Text „Bonnie und Clyde“ trennte nicht einmal der Tod die Liebe des Gaunerpaares. „Was ist Liebe“ zeugte anschließend von der Hoffnung und dem Optimismus der Liebenden. Auf Fragen der Schüler hin erzählte Lucy, dass ihr Schreiben anfangs ein heimliches war. Welcher Jugendliche schreibt denn schon? Aber jede echte Leidenschaft sollte man offen zeigen und so bekam sie viel Zuspruch von Freunden und Außenstehenden, was sie ermutigte, in Frankfurt einen Slam zu besuchen, der ihr prompt ihren ersten Auftritt ermöglichte.

Die Schüler waren auch vom dritten Text, der Kurzgeschichte eines „kleinen Prinzen“ über die Kraft der Sprache und ihren Rhythmus, sichtlich angetan. Mucksmäuschenstill war es im großen Ganztagesklassenzimmer. Mit lang anhaltendem Beifall bedankten sich die Schüler schließlich für diesen couragierten Auftritt von Lucy Hektor, die laut eigener Aussage „eher ein Schisser“ ist, davon aber keine Sekunde etwas zeigte. Sie ermutigte am Ende alle, ihre Hobbys und Leidenschaften ebenso offenzulegen und diese weiter zu verfolgen.

 

Dialekt und Humor“: Unterfränkischer Dialekttag

von Christine Bloch, Deutschlehrerin der Klassen 8a und 8c

Die Klassen 8a und 8c nahmen am 6.3.2018 an einer ganztägigen Exkursion zur Universität Würzburg teil. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von StRin Gabriele Scherpf, StRin Nina Zaiser, der Studienreferendarin Julia Voit und dem Studienreferendar Alexander Kling.

Vor Ort widmeten sich insgesamt 14 Klassen aus Unterfranken der Erforschung und Pflege unterfränkischer Dialekte. Ergänzt wurde der Lernzirkel durch eine Kabarett-Einlage zur „Komödiantischen Umsetzung von Dialekten“ und den Vortrag „Zwischen Kääs und Kaas“. Hier lernten die Jugendlichen unter anderem, dass man in der Region rund um Aschaffenburg „Kees“, in Würzburg „Kaas“, in Richtung Hessen „Kääs“ und südlich von Gemünden „Keas“ sagt. Für schmunzelnde Gesichter sorgten auch Frau Dr. Fritz-Scheupleins Ausführungen zu den dialektalen Bezeichnungen eines Rades. Hier variierten die Ausdrücke von „Rädsche“ (nördlich von Aschaffenburg) über „Rädle“ (Raum Würzburg) bis „Radla“ (östlich von Schweinfurt). Und wusstet ihr, dass man sich in Aschaffenburg „petzt“, in Schweinfurt „zwickt“ und in Würzburg „pfatzt“? Oder dass man in München eine „Semmel“, in Franken ein „Weck“, in Hamburg ein „Rundstück“ und in Berlin eine „Schrippe“ beim Bäcker bestellt?

Die Schülergruppe des Hanns-Seidel-Gymnasiums aus Hösbach überzeugte die Jury am meisten mit ihrem selbstverfassten dialektalen Sketch über Sprachmissverständnisse zwischen den Generationen, allerdings gefiel der Organisatorin Dr. Fritz-Scheuplein vom Dialektinstitut der Universität Würzburg unser Sketch, in welchem Jugendliche über die SiriApp eine Pizza bestellen wollen, so gut, dass dieser ab sofort als Sonderbeitrag auf der Homepage des Dialekt-Instituts zu sehen ist.

Vielen Dank an die Klassen 8a und 8c, die mit Ausdauer und hoffentlich Freude am Dialekttag teilgenommen haben, und an die drei Kolleginnen und den Kollegen, welche die Schülerinnen und Schüler des HSG an diesem Tag betreut haben.

Deutsch Dialekttag April18.geaendert

 

Veröffentlichung in der FAZ

von Dirk Simon

Seit Februar 2017 machen 19 Schüler und Schülerinnen des Deutschkurses (Q11/12) von Dirk Simon, Deutsch- und Geschichtslehrer, des Hermann-Staudinger-Gymnasiums am Projekt "Jugend schreibt" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit. Jeden Montag findet sich im Sportteil der FAZ eine ganze Seite, die der Jugend gewidmet ist. Dies ermöglicht das Projekt „Jugend schreibt“, an der 100 Schulen mit 2000 Schülern aus Deutschland – und seit letzem Jahr auch das HSG - und dem deutschsprachigen Ausland teilnehmen. Jeder Schüler der teilnehmenden Schulen ist aufgefordert, eine Reportage oder Essay zu verfassen und sich die Chance zu wahren, in der FAZ veröffentlicht zu werden. Und am Montag, 29. Januar 2018 wie am Montag, 12. März 2018 ist es jeweils gelungen.

Marie Lieb veröffentlicht ihre Reportage über die Arbeit ihres Onkel in der FAZ: Hier geht es zum Artikel!

Robert Link veröffentlich ihre Reportage über die Schachoma von Trennfurt in der FAZ: Hier geht es zum Artikel!

Ein Auszug von Marie Lieb:

"Schöner malen für Menschen mit Behinderung

Von Marie Lieb , Hermann-Staudinger-Gymnasium Erlenbach am Main

Mit dem Skizzenbuch nach Concarneau: Ein hessisches Paar bietet in der Bretagne ungewöhnliche Malworkshops an. Hinter den Kunsturlauben steckt großer Idealismus

Das Schild mit der blauen Aufschrift „Pontage“ weist zum Ziel. Ein holpriger Weg führt zu einem Gelände, das von Büschen umrahmt ist, um die Bewohner vor neugierigen Blicken zu schützen. Drei Gebäude und eine riesige Wiese kommen zum Vorschein. Es gibt eine Feuerstelle, einen Holzpavillon und eine Bar aus Steinen. Die drei Häuser waren früher ein Bauernhof, dann wurden die Ställe zu Wohnungen umgebaut. Sie sind in der typisch bretonischen Bauart errichtet, Stein auf Stein. Manni Lieb und Gertrud Schwab heißen ihre Gäste herzlich willkommen. Mit ihrem Projekt Pontage, Französisch für „Brücken bauen“, bieten die beiden seit 19 Jahren Urlaub für Familien, Freunde, Gruppen oder Einzelreisende an. Auch Menschen mit Behinderungen zählen zu den Gästen. Sozialpädagoge Manni Lieb wollte gemeinsam mit Sonderpädagogin Gertrud Schwab einen Ort erschaffen, der für jedermann geeignet ist. Wie der Name ihres Projekts sagt, geht es darum, Barrieren aus dem Weg zu schaffen und Menschen zusammenzuführen. „Wir bieten hier Malworkshops für Menschen mit Behinderung an, gemeinsam mit einer befreundeten Künstlerin aus Darmstadt. Natürlich darf an diesen Workshops jeder teilnehmen, der Lust auf Kunst und neue Begegnungen hat und kreativ sein möchte. Eine Behinderung zu haben ist dabei keine Bedingung. Im Gegenteil – es geht uns mehr darum, verschiedene Menschen zusammenzuführen“, schwärmt Lieb." .[..]

 

 

Besuch des Goethehauses

von Anne-Sophie Stinzing

Es gibt wohl keinen anderen Schriftsteller, mit dem sich Deutschland so sehr identifiziert wie mit Goethe. Und dieser berühmte Kopf wurde nur eineinhalb Stunden von uns entfernt geboren. Um zu erkunden, wo er seine Kindheit und Jugend verbracht hat, machte sich die elfte Jahrgangsstufe am vergangenen Mittwoch, den 21. Februar, mit ihren Deutschlehrern M. Füller, P. Heidenreich, K. Reichhold und A. Stinzing auf den Weg nach Frankfurt.

Hier befindet sich im Großen Hirschgraben Goethes Elternhaus. Beeindruckend sind die drei Stockwerke, auf denen die vierköpfige Familie vor über 200 Jahren lebte. Da gibt es das Zimmer, in dem die Familie zu Tisch saß und nur die engsten Vertrauten empfing, die privaten Räume der beiden Geschwister Johann Wolfgang und Cornelia, eine Bibliothek, eine Gemäldegalerie, einen wahren Festsaal für besondere Anlässe. All das zeugt von einem beachtlichen Wohlstand. Die Dielen knarren unter den Füßen und bei all den Einrichtungsgegenständen aus der Goethezeit hat man fast das Gefühl, eine kleine Zeitreise gemacht zu haben. Dabei sind es genau genommen gar nicht die historischen Räume, die der Besucher durchschreitet: Im zweiten Weltkrieg, am 22. März 1944, Goethes Todestag, wurde das ursprüngliche Haus bei einem Bombenangriff zerstört. Aber auch in der Rekonstruktion lohnt sich ein Besuch allemal, sie ist wirklich gelungen.

Die Führung durch das Goethehaus wurde ergänzt durch den Besuch zweier Ausstellungen: Zwei der vier Deutschkurse erfuhren in der Wechselausstellung Monsieur Göthé Näheres über Goethes Großvater, dem im 17. Jahrhundert ein gewaltiger sozialer Aufstieg gelang und dem die Familie ihren Reichtum zu verdanken hatte. Die anderen beiden Kurse besuchten eine Ausstellung zur Romantik, der Epoche, die auch gerade im Deutschunterricht Thema ist.

 

 

Vorlesewettbewerb (Dezember 2017)

In den sechsten Klassen haben über 100 HSG-Schülerinnen und Schüler die letzten Wochen

Texte vorgetragen und ihre jeweils besten Vorleser gekürt, die dann im Schulentscheid gegeneinander angetreten sind.

Knapp gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen konnte sich Peter Schmidt aus der Klasse 6b, der das Hermann-Staudinger Gymnasium in diesem Jahr beim Landkreisentscheid in Miltenberg vertreten wird. Dafür wünschte Schulleiterin Christine Büttner schon jetzt viel Erfolg, gratulierte den Klassenbesten und überreichte jedem ein Präsent: Peter freute sich über einen 20-Euro-Büchergutschein, die jeweiligen Klasssensieger Sandro Fuchs (6a), Anna-Lena Stapf (6c) und Maximilian Lebert (6d) jeweils über ein Buchgeschenk, das vom Elternbeirat des HSG gespendet worden ist.

Bild: v.l n. r.: OStDin Christine Büttner, Schulleiterin, Anna-Lena Stapf (6c), Schulsieger Peter Schmidt (6b), Maximilian Lebert (6d), und Sandro Fuchs (6a)

Deutsch Vorlesewettbewerb 2017

 

Ringvorlesung (November 2017)

Die Oberstufenkurse Deutsch der Q11 und der Q12 bekommen im Turnus von drei Monaten eine Vorlesung zu einer deutschen Epoche gehalten.

Dazu wird jeweils ein Dozent oder Lehrer eingeladen, der zu diesem ihm speziellen Thema referiert. "Romantik" beispielsweise, ein Thema, das zu Beginn der Q11 eine Rolle spielt, wird freundlicherweise von Henrik Barz, Schuldirektor des Kronberg-Gymnasiums und ehemaliger Kollege des HSG, vorgestellt.

Letzten Freitag trug Herr Reichert, ein Kenner der Materie, einen 60minütigen Vortrag zum "Expressionismus" vor, der Gedichte von Georg Heym und Georg Trakl beinhaltete, aber weit darüber hinaus den Epochenbegriff von verschiedenen Perspektiven beleuchtete.

Vorlesung Expressionismus.geaendert

 

 

Vortrag über Martin Luther (April 2017)

IMG 2620Andreas Venzke mit seinem Buch "Luther: Die Freiheit des Wortes und das Lauffeuer der Reformation": Anschaulich und lebhaft vermittelte er den Schülern der 8. Klassen ein Bild des Lebens und der Welt, in der Martin Luther sich bewegte. Verkleidet als Luther deklamierte er seine Rechtfertigung vor den Würdenträgern der katholischen Kirche.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dahinter steckt immer ein kluger Kopf (ab Februar 2017)

von David Hohm

FAZ Jugendschreibt Q11 SimonDa sitzen sie und lesen. Der eine den Kopf auf die Hand gestützt, der andere konzentriert am Blatt, der dritte streicht das Papier glatt, die Köpfe rauchen und man tut sich um in der Welt: Seit Februar beziehen die 21 Schüler und Schülerinnen der Q11 des Kurses von Dirk Simon, Deutsch- und Geschichtslehrer, des Hermann-Staudinger-Gymnasiums die Frankfurter Allgemeine Zeitung, um selbst einmal aktiv zu werden. Denn jeden Montag findet sich im Sportteil eine ganze Seite, die der Jugend gewidmet ist. Dies ermöglicht das Projekt „Jugend schreibt“, an der 100 Schulen mit 2000 Schülern aus Deutschland – und dieses Jahr auch dem HSG - und dem deutschsprachigen Ausland teilnehmen. Jeder Schüler der teilnehmenden Schulen ist aufgefordert, eine Reportage oder Essay zu verfassen und sich die Chance zu wahren, in der FAZ veröffentlicht zu werden. „Jeder von uns hat die FAZ nun ein Jahr als Epaper auf dem Handy, so kann man sie überall lesen“, freut sich Vinzenz Rüth, Schüler des Kurses. „Die ein oder andere Idee habe ich mir schon aufgeschrieben“, berichtet Marie Lieb, Schülerin, über ihr Vorgehen.

„Den Tipp dazu bekam ich von unserem letztjährigen Konrektor, Henrik Barz“, bemerkte Dirk Simon, der Initiator des Projekts an der Schule, „in einem Seminar in der Redaktion der FAZ bekamen wir Lehrkräfte das nötige Know-How, den Schülern die Techniken des journalistischen Schreibens beizubringen.“

Aber zu Beginn steht im Unterricht an erster Stelle das Kennenlernen und Auseinandersetzen der Zeitung: Der eine hängt im Panorama-Teil fest, der nächste studierte die Aktienkurse, der dritte will jetzt doch wissen, wie die Eintracht ihren Negativlauf stoppt und die vierte hat sich einen Artikel im Feuilleton gekrallt, „jeder ist ein anderer Leser und besitzt einen anderen Zugang – so werden später auch die Themen völlig unterschiedlich ausfallen, die sich die Schüler aussuchen,“ ist sich Dirk Simon sicher.

Nach Ideen geschaut wird bis zu den Osterferien: „Wir gehen auf die Suche nach ausgefallenen Hobbys, interessanten Berufen oder seltenen Begabungen,“ erzählt Paul Reichold, Schüler. Interviews und Treffen mit den zu porträtierenden Personen finden dann bis Pfingsten statt und ein erster Entwurf entsteht, der bis zum Abschluss noch einige Male redigiert wird. Soweit die Planung des Seminars, „ob wir es dann zu einer Veröffentlichung in der FAZ mit Namen des Schüler schaffen, das hoffe ich sehr, da die Schüler bisher mit Eifer dabei sind.“ freut sich Dirk Simon auf die kommende Zeit.

 

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Von betrunkenen Hasen und der gottlosen deutschen Philosophie ... (Oktober 2016)

von Anette Wohlmann

Aula2... erzählten und sangen Detlev Rose und Christian Georgi am 28.10.2016 den Schülern des HSG. Die Herren sind Sänger, Gitarrist, Pianist, Flötist, Saxophonist, Schauspieler, Rezitator, Komponist, Tonmeister, Bühnenbildner, Lichtdesigner, Entertainer und v.a. auch Pädagogen in Personalunion.

Die 7. und 8. Jahrgangsstufe kam zunächst in den Genuss genial vertonter und pädagogisch trickreich präsentierter Balladen. Der Bogen spannte sich hier von deutschen Klassikern wie Goethes König von Thule oder dem Zauberlehrling, die die Schüler aus dem Unterricht kennen, bis hin zur russischen Ballade vom Hasen im Rausch von Sergei Michalkow , die ganz besonders zum Amüsement des jungen Publikums beitrug: Der betrunkene Hase bildet sich in seinem Rausch ein, es mit einem Löwen aufnehmen zu können. Der – repräsentiert vom vortragenden D. Rose – ermittelt die Schnapsdrossel in den Reihen der Zuschauer und packt sie sprichwörtlich am Schlafittchen. Das Opfer wird ausgiebig beschimpft und beschnuppert: „Du scheinst mir nach Alkohol zu stinken!“, stellt der abstinente König der Tiere empört fest. Den Hasen ernüchtert das schlagartig und er antwortet schlagfertig, er habe nur auf das Wohl des Löwen angestoßen, worauf ihn dieser laufen lässt.

Mit allen Finessen halten die Künstler ihr Publikum bei der Stange: Bei ihnen haben Balladen plötzlich mit den aktuellsten Fußballereignissen zu tun, manche Stücke sind nur den echten Männern im Saal gewidmet, bei den Sprachspielereien, in deren Verlauf sich „Eifersucht“ auf „entfucht“ reimen darf, sind dann wieder alle dabei und als am Ende die Rolling Stones noch mit der sächsischen Variante von „Angie“ nach dem Motto „Ai Schi is vill besser noch als kei Schi“ auftaucht, verlangen die gebannten Zuhörer lautstark nach Zugaben.

Direkt anschließend werden die Absolventen der Q-Phase mit Heine vom Feinsten versorgt: Die beiden Künstler zeigten auch hier ihr ganzes pädagogisches und musikalisches Können. Wann hört man Heine-Texte so brilliant musikalisch untermalt und auch mit einer derartigen Sprechkultur vorgetragen? Auch in diesem Programm gelingt es den Herren aus Berlin mühelos, von den bissig-witzigen Heine-Texten immer wieder Brücken in die Gegenwart zu schlagen, etwa zur Kandidatur Donald Trumps. Ganz neben bei fließt viel Historisches und Biografisches ein. Zu deutlichen Publikumsreaktionen kommt es, wenn ein Text aus dem Jahr 1854 rezitiert wird, die „Erinnerung aus Krähwinkels Schreckenstagen“ nämlich, deren Aktualität die Schüler unmittelbar bewegt.

Beruhigend zu erleben, dass unsere jungen Leute sich nicht in die spießigen Niederungen dieses Krähwinkels begeben wollen. Die von Heine konstatierte Gottlosigkeit der deutschen Philosophie dagegen scheint sie doch erwischt zu haben: Es dauert eine ganze Weile, bis sich im Publikum die Antwort auf die Frage findet, wann denn der Vatertag gefeiert wird. Nein, es ist nicht der Valentinstag. Die Tochter eines Religionskollegen rettet schließlich die Situation. Welche Erfindung Benjamin Franklin gemacht hat, das wissen unsere Schüler dagegen blitzartig schnell. Wer wissen möchte, was das alles mit Heine zu tun hat, muss Rose und Georgi einfach selbst einmal erleben.

Man wird mit ihrer Hilfe mühelos erkennen, dass die in vielen weiteren Texten zum Ausdruck kommende Kritik Heines am deutschen Gemüt und an vielen typisch deutschen Haltungen so veraltet nicht ist. Unseren Schülern jedenfalls begegnete Heine, dem es z.B. an „Schwärmerei und Wunder“ fehlt, hier als ganz erstaunlich moderner Dichter. Glücklicherweise trifft seine Beschreibung aus „Deutschland. Ein Wintermärchen“ nicht mehr flächendeckend zu, in der von Prügel die Rede ist. Statt zu prügeln wurden heute am HSG völlig unpedantisch und gar nicht geschniegelt ganz andere pädagogische Saiten aufgezogen, die wir gern noch öfter bei uns hören würden!

 

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Vorlesetag: Leseinseln am HSG (November 2015)

von Dirk Simon

„The night was rank with the smell of man. The warg stopped beneath a tree and sniffed, his grey brown fur dappled by shadow. A sigh of piney wind brought the man scent to him, over fainter smells that spoke of fox and hare, seal and stag, even wolf. Those were man smells too, the warg knew; the stink of old skins, dead and sour, near drowned beneath the stronger scents of smoke and blood and rot,“ so vernehmen die Schüler des Hermann-Staudinger-Gymnasiums die Stimme von Dr. Carsten Isselhorst, einem der Vorleser des 20. Novembers. Der Physiklehrer des Gymnasiums führt mit diesen ersten Zeilen auf englisch in die mystische Saga des Liedes von Feuer und Eis von Georg R.R. Martin aus dem fünften Band ein und erweckt die sieben Königreiche und die Familie von Winterfell und den Lennisters zu Leben, die mit ihren Ränke und Machtspielen um die Herrschaft in dieser Welt kämpfen und dabei den Drachenatem von Süden und den Riesenansturm von Norden fürchten.Vorlesetag Nov2015 issel

In beiden Pausen des Schultages wird auf jeder Etage des HSG an einer Leseinsel von Lehrern des natur-wissenschaftlichen Bereiches aus verschiedenen Büchern vorgetragen, um die Leselust bei den Schülern zu wecken und zu vertiefen. Und das Angebot wird angenommen, so lauschen ca. 40 Schüler den Worten von Carsten Isselhorst.

Wie jedes Jahr am 20. November werden bundesweit in vielen Einrichtungen, öffentlichen und privaten Plätzen, sei es in Straßenbahnen, auf Marktplätzen, in Cafés, im Rathaus, in Bussen, in Kinos, in Kneipen und natürlich in vielen Schulen landauf und landab Texte und Bücher präsentiert. Ehrenamtliche, Freiwillige, Lesefreunde, aber auch Prominente und Politiker tun etwas, das immer weiter rückläufig ist: Vorlesen!

Am HSG präsentieren die Lehrer und Lehrerinnen Jugendbücher wie Palacios „Wunder“, das von Andreas Wilke, Mathe- und Physiklehrer, vorgestellt wurde oder „Der Zauberberg“ von Thomas Mann, ein Schwerkaliber des deutschen Literaturnobelpreisträgers. Den notwendigen leicht-launigen Widerpart dazu lieferte Dr. Volker Kramb, Lehrer für Biologie und Chemie, mit Loriots „Die Steinlaus“. „Die Betonung liegt dieses Jahr auf dem naturwissenschaftlichen Bereich, den unsere Schule als zertifizierte MINT-EC-Schule bestens vertritt“, führt Markus Füller, Organisator des Vorlesetages am HSG, die Thematik des Vorlesens aus.