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Vom Fischer, seiner Frau und den Folgen des Konsums - Märchentheater für die 5. Jahrgangsstufe

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„Manntje, Manntje, Timpe Te,

Buttje, Buttje in der See,

meine Frau, die Ilsebill,

die will nicht so, wie ich wohl will.“

Insgesamt fünf Mal schallte dieser Ruf am 05. Februar 2026 durch das HSG, immer dann, wenn der Fischer aus dem Märchen „Der Fischer und seine Frau“ der Brüder Grimm an die See trat, um sich von einem Butt die Wünsche seiner Frau erfüllen zu lassen. Statt ihrer verfallenen Fischerhütte möchte sie zunächst ein Häuschen, dann ein Schloss. Dazu passend verlangt sie erst König, dann Kaiser und schließlich Papst zu sein. Als ihre Habgier und Maßlosigkeit schließlich in dem Wunsch, wie Gott zu sein, gipfeln, verliert sie alles und landet wieder in ihrer Hütte. Illustriert wird die Gier der Frau dabei durch die Schilderung des Meeres, das bei der ersten Begegnung des Fischers mit dem Butt noch klar und friedlich ist, aber von Wunsch zu Wunsch immer trüber, schlammiger, dunkler und wilder wird.

In seiner Adaption des Märchens stellte das Märchentheater Aschaffenburg in „Die Frau Fischer und ihr Mann“ diese Umweltproblematik noch stärker heraus und inszenierte es als Mitmachtheater in zwei Vorstellungen für die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe. Mit ihrem Rang steigt nämlich auch der Konsum der Ilsebill. Und ihr Mann, der laut eigener Aussage „ja nur ein einfacher Fischer“ ist und sich „mit so etwas nicht auskennt“, entsorgt den dabei entstehenden Müll sorglos im Meer, dessen Zustand sich rapide verschlechtert. Mit einem großen Knall, der am Ende nicht nur Ilsebill wieder in ihre Fischerhütte versetzt, sondern auch den ganzen Unrat auf die Bühne zurückkatapultiert, beginnt dann die große Aufräumaktion. Mit großem Engagement wurde vom Publikum Papier gesammelt, Plastik- von Restmüll getrennt und Altglas in die richtigen Container geworfen. Am Ende gab es sogar noch Tipps, wie die Schülerinnen und Schüler mit einfachen Mitteln Müll von vornherein vermeiden können.

Ein großes Dankeschön an das StoryStage Märchentheater aus Aschaffenburg, das uns diese engagierte und kurzweilige Vorführung beschert hat!

Julia Hohm
Februar 2026

 

 

Schulfinale im Wettbewerb Jugend debattiert

Jugend debattiert

Am Donnerstag, 15.01.2026, war es wieder soweit: das Schulfinale von Jugend debattiert stand an, und somit auch einige spannende Debatten. Die Schulsiegerinnen sind Katharina Rösel und Sofia Weinkötz Barbosa, die dann zum Regionalwettbewerb fahren werden.

Auch in diesem Jahr nimmt das HSG am Wettbewerb Jugend debattiert teil. Das ist ein schulexterner Wettbewerb, bei dem die Neuntklässlerinnen und -klässler in einer Debatte über ein bestimmtes Thema diskutieren müssen. Zuerst wird klassenintern debattiert und so die Klassensieger ermittelt.

Im Schulwettbewerb entscheidet sich dann, wer Schulsieger wird. Beim diesjährigen Wettbewerb gewannen aus der 9a Kiana Kübler und Ben Timmermann, aus der 9b Nelia Kaci Abdallah und Helene Batteiger und aus der 9c Katharina Rösel und Sofia Weinkötz Barbosa die Klassenwettbewerbe. Da man für jede Debatte allerdings vier Personen benötigt, zwei auf der Pro-Seite und zwei auf der Contra-Seite, wurden zwei weitere Personen ausgelost, diese sind Tessa Herkert aus der 9c und Elisabeth Löffelmann, ebenfalls aus der 9c.

Bevor die Debatten starteten, begrüßte Schulleiter Michael Lummel das Publikum und bedankte sich bei den Debattanten und Debattantinnen für ihr Engagement. Im Anschluss richteten unsere Moderatorinnen aus der zehnten Jahrgangsstufe noch ein paar Tipps an die Debattierenden und  das Publikum.

 Bei den zwei Halbfinal-Debatten wurde über die Frage, ob die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Schule selbst putzen sollen, diskutiert. Nach der Debatte hatten die Jurys, die in jeder Debatte aus zwei Schülerinnen und Schülern und einer Lehrkraft bestand, wofür diese ein dreistündiges Jurorentraining absolviert hatten, kurz Zeit, um sich zu beraten und zu entscheiden, welche Kandidatinnen und Kandidaten aus den Halbfinalen weiter ins Schulfinale kommen.

In der Bewertung der Debatte wird auf vier Themenbereiche geachtet: Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Während die Jurys sich berieten, stellten Pelin Isik und Amelie Graf dem Publikum, das aus der gesamten neunten Jahrgangsstufe und Teilen der zehnten Klassen bestand, mehrere Fragen zu ihrer Meinung über die Halbfinal-Debatten. Das Publikum war sich zwar nicht ganz einig über die Platzierung der Debattantinnen und Debattanten, aber eine Sache war für alle klar: diese beiden Debatten waren spannend mitanzusehen. Schließlich wurden die Gewinnerinnen der Halbfinales bekannt gegeben: Diese sind Nelia Kaci Abdallah, Sofia Weinkötz Barbosa, Tessa Herkert und Katharina Rösel.

In der großen Final-Debatte wurde über die Frage, ob es einen alljährlichen Schüleraustausch zwischen neuen und alten Bundesländern geben sollte, diskutiert. Neue Bundesländer sind die Bundesländer, die nach der Wiedervereinigung Deutschlands auch zur Bundesrepublik Deutschland gehören, also zum Beispiel Sachsen und Thüringen. Nachdem diese letzte Debatte vorbei war, ertönte zuerst großer Jubel für die Debattantinnen, die in dieser Debatte höchstklassiges Niveau gezeigt hatten. Wieder zog sich die Jury zurüc,k um zu beraten und traf die Entscheidung, dass Katharina Rösel und Sofia Weinkötz Barbosa die Schulsiegerinnen des Hermann Staudinger Gymnasiums sind.

Nach diesen bemerkenswerten Debatten sollte man aber nicht nur die erbrachte Leistung bedenken, sondern auch die lange Vorbereitungszeit. Die Debattanten und Debattantinnen kannten das Thema erst zehn Tage, haben sich in diesen zehn Tagen aber eindrucksvoll darauf vorbereitet.

Zum Schluss möchte ich noch einen großen Dank an Pia Heidenreich aussprechen, die den gesamten Wettbewerb organisiert und durchgeführt hat. In der Jury wirkten Barbara Gese, Stefanie Dröschel, Julia Wagner, Quentin Hohm, Giosué Matute und Malte Schmidt. Zeitnehmer waren Lenny Kreher und Victoria Nunner, unterstützt von Tugberk Nacak. Die Auslosung der Positionen in der Debatte wurde von Leon Christophori und Leonie Martin übernommen.

Herzlichen Dank an alle Mithelfenden, auch an die Personen im Hintergrund, unseren Schulleiter Michael Lummel und unser Technik-Team!

Victoria Nummer
Januar 2026

 

Bestseller-Autor zu Gast am HSG

 

Föhr

Am vergangenen Donnerstag fand an unserem Hermann-Staudinger-Gymnasium ein besonderer Workshop mit dem bekannten Krimiautor Andreas Föhr statt. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und wurde sowohl von den Schülerinnen und Schülern als auch dem Kollegium mit großem Interesse aufgenommen.

Der Workshop begann mit einer kurzen Begrüßung durch Frau Wohlmann und Frau Spinnler, bevor Andreas Föhr eine erste Passage aus seinem Buch „Unterm Schinder“ las. Während des Sprechens ließ er besonders seine Figur Polizeiobermeister Leonhardt Kreuthner lebendig werden und zog die Zuhörer sofort in den Bann. Er berichtete auch über seine Inspirationen und den Schreibprozess, was den Schülern einen faszinierenden Einblick in die Welt des Krimiautors gab. Die 21 Schülerinnen und Schüler stellten immer wieder aktiv Fragen, die Herr Föhr geduldig und ausführlich beantwortete.

Im Anschluss konnten die Schülerinnen und Schüler eigene kurze Texte produzieren und besprechen. Dabei gab Herr Föhr wertvolle Tipps zum Aufbau einer spannenden Handlung, zur Charakterentwicklung und zum Spannungsaufbau.

Die gesamte Veranstaltung war geprägt von einer freundlichen und offenen Stimmung, wozu das schöne Ambiente unserer Bibliothek sicher beitrug.

Insgesamt war der Workshop eine großartige Gelegenheit für die Schülerinnen und Schüler, Einblicke in das Schreiben eines erfolgreichen Krimiautors zu gewinnen und sich mit ihm auszutauschen. Die Veranstaltung hat sicherlich bei vielen den Wunsch geweckt, selbst einmal eine spannende Geschichte zu verfassen. Wir danken Andreas Föhr sehr herzlich für seinen Besuch und sind gespannt auf seinen neuen Kriminalroman „Bodenfrost“, der im September erscheinen wird.

Verena Spinnler

 

Heinrich von Kleists „Der zerbrochne Krug“ am HSG

 

1zerbrocheneKrug

Passend zur Abi-Pflichtlektüre lud David Hohm „TheatermobileSpiel“ aus München zu einer Theateraufführung ans HSG für die Q12 ein. Mit nur zwei Darstellern – David Lison und Petra Ehrenberg kam die Inszenierung aus: Ein echte Herausforderung, alles Charaktere des Stückes in ein so knappen Besetzung lebendig werden zu lassen, welche nicht nur Dank der Bravour der Schauspieler, sondern auch durch den Einsatz technischer Mittel und „stellvertretender Puppen“ überzeugend gelang.

 

Sehr beeindruckend war ebenso die flexible Gestaltung des Bühnenbildes, das während der Aufführung zudem von den Darstellern quasi „en passant“ auf offener Bühne umgebaut wurde.Die anschließende Fragerunde ermöglichte den Schülerinnen und Schülern zusätzliche Einblicke „hinter die Kulissen“ und in den Lebens- und Arbeitsalltag der Schauspieltruppe. Die Inszenierung konnte sicherlich polarisieren: Modern, überraschend, teilweise provokativ… Aber immer reflektiert, interessant, kreativ!

Hier einige Schülerstimmen aus der Q 12 zur Aufführung:

  • „Besser als alle anderen Aufführung. Wenigstens mal eine „interessante“ Bühne mit Tricks wie Fernseher. Die Masken der Puppen waren richtig hässlich.“
  • „Gut gespielt, dafür dass es nur zwei Schauspieler waren. Die Rollen waren klar wiederzuerkennen. Coole Kulisse mit vielen hidden features. Das Timing mit dem Fernseher und dem „Telefon“ war krass.“
  • „War trotz Verständnisproblemen aufgrund der schwierigen Sprache ein gutes Theaterstück. Es war gut, dass man vorher wusste, wie in etwa die Handlung verläuft.“
  • „Adam wurde sehr gut dargestellt.  Die Schauspieler haben ihre Rolle gut gemacht. Aber mich würde gerne das Theaterstück noch einmal ansehen, wenn alle Rollen mit verschiedenen Personen besetzt wären.“

Insgesamt also sicher eine lohnende Veranstaltung für alle!

Danke nochmals an StR David Hohm für die Organisation!

Barbara Gese

 

 

Abi – und dann?

Foto 3 Berufsfeld Schule

Manche Schülerinnen und Schüler wollen tatsächlich gerne länger an der Schule bleiben, als sie eigentlich müssen - und entscheiden sich für ein Lehramtsstudium. Für diejenigen der 11. und 12. Jahrgangsstufe, die darüber nachdenken, Lehrer oder Lehrerin zu werden, oder einfach mehr über die Möglichkeiten und Perspektiven in diesem Berufsfeld erfahren möchten, fand am 12. Februar 2025 eine Informationsveranstaltung zum Lehrerberuf statt.

Foto 1 Vortrag Schule

Kolleginnen und Kollegen verschiedenster Schularten waren am HSG zu Gast. Unsere Schülerinnen und Schüler hatten so die Gelegenheit, aus erster Hand alles über die verschiedenen Studiengänge, spezifische Anforderungen und die vielfältigen Möglichkeiten als zukünftige Lehrkräfte zu erfahren. Nach der Vorstellung war Zeit für Fragen und auch Termine für einen Besuch im Unterricht konnten mit den auswärtigen Lehrkräften vereinbart werden.

Wir danken dem VOR ORT-Team für seinen Besuch und hoffen, in nicht allzu ferner Zukunft einige unserer heutigen Schülerinnen und Schüler im Kollegium des HSG begrüßen zu dürfen.

Dr. Verena Spinnler