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Was macht einen spannenden Roman aus?

reinhardt autor

Eine Antwort auf diese Frage lieferte Dirk Reinhardt, Jugendbuchautor aus Münster, den die Schülerinnen und Schüler des HSG live erleben konnten: „Ein spannender Roman beruht auf spannenden Figuren. Die Handlung sollte sich möglichst logisch aus den Beziehungen der Figuren ergeben.“

Dass dies für Dirk Reinhardt nicht nur eine theoretische Erkenntnis ist, bewies er während der drei Lesungen am HSG, die er für die 7., 8. und 9. Jahrgangsstufe äußert abwechslungsreich und unterhaltsam gestaltete: Auf dem Programm standen drei seiner Romane: „Über die Berge und das Meer“, ein Buch, das sich mit dem Thema Flucht und Migration befasst: Am Beispiel von Soraya und Tarek, zwei jungen afghanischen Flüchtlingen schildert er, wie Menschen, insbesondere auch Kinder und Jugendliche, sich auf dem Weg machen, um einem Leben in Armut oder Gewalt zu entfliehen, und dabei unvorstellbare Strapazen und Gefahren auf sich nehmen.
Außerdem konnten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Lebenswelt von Jugendlichen aus Mittelamerika gewinnen: Zehntausende versuchen hier, in die USA zu kommen, oft auf der Suche nach ihren Müttern, die sie zurückgelassen haben, um dort zu arbeiten. Der Weg führt sie durch Mexiko, auf den Dächern von Güterzügen: Sie werden verfolgt von Räubern, gejagt von der Polizei, kämpfen gegen Hunger und Durst, um dann vor dem größten Hindernis zu stehen: Der schwer bewachten Grenze im Norden zu den USA. „Train Kids“ ist ein höchst spannendes, sehr bewegendes, mehrfach ausgezeichnetes Buch, das umso mehr fasziniert, weil der Autor zur Recherche für seinen Roman selbst nach Mittelamerika gereist ist und viele Gespräche mit Train Kids geführt hat.

Einen Blick in die Vergangenheit gewährt sein Roman „Edelweißpiraten“: Hier geht es um Arbeiterjugendliche, die sich in der Zeit des Nationalsozialismus dagegen wehrten, unterdrückt und auf den Krieg vorbereitet zu werden. Sie verfassten Flugblätter, trugen Schlachten gegen die Hitlerjugend aus, wurden verfolgt und von der Gestapo festgesetzt und gingen in den Untergrund. Und sie wussten: Nur wenn sie wirklich füreinander einstanden, konnten sie überleben.

So unterschiedlich die Themen der vorgestellten Bücher auch sind, so haben sie doch eines gemeinsam: Im Zentrum stehen Jugendliche in besonderen Lebenssituationen, so dass die Hauptfiguren eine hohes Identifikationspotenzial für Schülerinnen und Schüler bieten. Dass deren Interesse groß war, zeigten auch die vielen Fragen, die diese im Anschluss an die Lesungen an den Autor richteten. Dirk Reinhardt lieferte so noch viele weitere Details zur Entstehung seiner Romane, zu Fragen rund um die aktuellen oder historischen Hintergründe, aber auch zu seiner Arbeit und seinem Leben als Autor und Schriftsteller. Sogar für Autogramme war noch Zeit, als etliche Schülerinnen und Schüler sich ihre Bücher signieren lassen wollten, die sie zuvor als Klassenlektüre gelesen hatten.

Und so waren sich am Ende alle einig: Lektüre lesen ist das eine, aber einen echten Autor einmal live zu erleben, ist schon etwas Besonderes!

Barbara Gese

 

 

FAZ 2022

"Eine herausragende Leistung der SchülerInnen im Fach Deutsch", fasst Christine Büttner, Schulleiterin des Hermann-Staudinger-Gymnasiums, die Texte der sechs Schreibtalente – Luise Vollmer, Carla Hein, Joline Göbel, Anna-Lena Löwer, Eliese Hohmann und Valentin Kaufmann (v.l.n.r) - die in den letzten zwei Jahren in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht wurden, zusammen. Im Rahmen der Abiturzeugnisverleihung würdigte das HSG dieses außergewöhnliche Engagement der Nachwuchsjournalisten.
Seit Februar 2020 nahmen 21 SchülerInnen der Deutschklasse von Dirk Simon am Projekt "Jugend schreibt" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung teil. Über 100 Schulen mit 2000 Schülern aus Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland nehmen daran jährlich teil.
Carla Hein mit einer Reportage über das Leben einer Allgemeinmedizinerin aus Sulzbach/Main in Zeiten von Corona, Eliese Hohmann über das aufregende Hobby des Bademeisters von Elsenfeld, der bei Saunaaufgussmeisterschaften auftritt, und Joline Göbel über die Situation im REWE-Markt in Großwallstadt während der Covid-19-Pandemie waren ein Teil der veröffentlichten Artikel. Anna-Lena Löwer forschte im nahen Taubertal nach einem Orgelbauer, der für viele Kirchen weltweit für musikalischen Nachschub sorgt, während Valentin Kaufmann sich einer Rodeoranch in Hofstetten annahm. Luise Volmer befragte in ihren Recherchen die Präsidentin des Landgerichtes Aschaffenburg zu ihrem spannenden Arbeitstag.
Ebenfalls freute sich Barbara Gese, Fachschaftsleiterin des Faches Deutsch, bei der Abiturzeugnisverleihung über die Bandbreite der unterschiedlichen Themen, die beackert wurden und sprach ihre Gratulation aus.

David Hohm

 

Faust am HSG - Ein großes Werk auf ganz kleiner Bühne

Rezension von Justin Herbold

Theater wieder einmal live erleben: Die Theatergruppe THEATERmobileSPIELE aus Karlsruhe war am HSG zu Gast. Als Duo gaben sie „Faust - Der Tragödie erster Teil“ für die Oberstufenschüler zum Besten.


Faust Rezension 1

Die „Flucht“ in die virtuelle Welt - Ein Entgrenzungsversuch


Eine kleine Rezension....

Von Schülern ertragen, von Lehrern verehrt, so kennt man Faust normalerweise.
Was wäre nun aber, wenn dieses bedeutsame Werk in der digitalen Welt spielen würde?
Solche Gedanken waren es wohl, die zu dieser Art der Inszenierung führten, das Ziel - Faust in der Moderne. So erfolgt beispielsweise der Entgrenzungsversuch des Dr. Faustus nicht via schwarzer Magie und Beschwörung des Erdgeistes, sondern durch die „Flucht“ mittels einer VR-Brille in die virtuelle Welt. Statt der Unterhaltung der Mädchen am Brunnen, wird am Telefon gelästert und von dem Tod ihres Bruders erfährt Gretchen in einem Videocall. Auch das Thema Corona wurde kurz einmal aufgegriffen - doch viele Chancen wurden verschenkt, gute Gedanken nur halbherzig verfolgt, was sich auch durch das ausgesprochene Engagement der Darsteller nicht mehr verhindern ließ. Es blieb am Schluss die Frage offen - war dies nun eine moderne Inszenierung oder hatte sich in eine klassische Aufführung ein bisschen Digitalisierung hereingeschlichen?
Ein weiterer Punkt, der anzuführen wäre, ist, dass vielen die enge Interaktion mit dem Publikum etwas befremdlich vorkam, so beispielsweise das Geschehen am Ostersonntag, welches mittels Handpuppen dargestellt wurde (siehe Bild unten).
Durch die Aufführung in einem Klassenzimmer fehlte die gewisse Distanz zwischen dem Geschehen auf der Bühne und den Besuchern.
Das müsste noch nichts Negatives sein, aber auch hier wurde meines Erachtens Potenzial zur Einbeziehung dieser speziellen Situation schlichtweg übergangen.


Faust Rezension 2

Hier wird eine Handpuppe verwendet, um Szenen eindrücklicher zu gestalten.


War die Aufführung also ein „Flop“?


Ich denke nicht - denn von der anfänglichen Kritik abgesehen, gab es viele interessante Aspekte in diesem schwierigen Stück.
Allein die Umsetzung dieses gigantischen Werkes mit nur zwei Personen, stellt eine immense Herausforderung dar, die gerne angenommen wurde und weitestgehend gelang. Auch das raffinierte Bühnenbild sorgte für Begeisterung in den Reihen.
Durch diverse Scharniere und Steckverbindungen war es möglich, innerhalb von kurzer Zeit, die Szenerie zu wechseln. So gelang zum Beispiel ein flüssiger Übergang vom Studienzimmer zu dem Osterspaziergang. Mit viel Kreativität wurden auch Szenen bewerkstelligt, die eigentlich ein wesentlich höheres Aufgebot an Schauspielern fordern. Durch schnelle Kostümwechsel gelang beispielsweise die Szene in Marthens Garten sehr geschickt - nicht zuletzt aber auch durch die Begabung der Schauspieler, durch ihre Sprechweise den Charakteren einen Wiedererkennungswert zu geben.

Im Anschluss konnten zudem die Schüler den Darstellern einige Fragen stellen und so einen gewissen Einblick in die Welt des Theaters erhalten. Die einzelnen Fragen wurden von dem Duo bereitwillig und überaus ausführlich beantwortet und so blieb keine Frage offen.

Es war definitiv eine Aufführung, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird, nicht zuletzt auch durch die zahlreichen Momente in denen einem das Geschehen näher war, als es einem beliebt - Doch ist es nicht auch die Aufgabe des Theaters uns den Spiegel vorzuhalten? Durch gezielte Provokation unsere eigenen Grenzen zu überschreiten?
Diese Frage muss wohl jeder für sich selber entscheiden.

Ein "unvergessliches" Theater

- eine Rezension von Leon Kreher

Die Oberstufe besuchte am HSG eine Theateraufführung des berühmten Literaturmeisterwerks "Faust. Eine Tragödie". Doch diese wird noch einigen Schülern und Schülerinnen in Erinnerung bleiben...
Die Q11 bekam eine Theateraufführung des berühmten Meisterwerks der Literatur „Faust. Eine Tragödie“ aus dem Jahre 1808 von Johann Wolfgang Goethe zu sehen. Doch diese war keine Theateraufführung wie jede andere, nein, sie wird noch vielen Schülerinnen und Schülern in Erinnerung bleiben. Doch warum? Nun, wenn man sie mit nur einem Wort beschreiben müsste, dann wäre die Vorstellung „interessant“ gewesen. Klingt ja erst einmal nicht besonders.
Doch schon zu Beginn der Aufführung erkannte man, dass die beiden Darsteller das Stück „Faust“ auf eine ganz andere Art und Weise inszenierten. Ob dies nun gut oder schlecht war, hängt immer vom Auge des Betrachters ab, doch hier möchte ich mal meine Sichtweise auf die Aufführung und Inszenierung schildern.


Faust Rezession

Die beiden Darsteller stellen sich vor und geben die letzten Anweisungen bevor es losgeht...


Zuallererst beginne ich mal mit den guten Punkten. Schon zu Beginn des Stückes erkennt man, dass die Darsteller definitiv Ahnung von dem Stück und dessen Bedeutung hatten. So begann die Aufführung beispielsweise mit dem „Prolog im Himmel“, der ersten Szene im Drama. Auch wurde das ganze Stück lang die richtige chronologische Reihenfolge beibehalten und die wichtigsten Stellen in Szene gesetzt. Es wurden viele wichtige und stets bekannte Zitate aus Faust verwendet wie z.B.: „Es irrt der Mensch solang’ er strebt“. Bei einer Aufführung von „Faust“ ist das Zitieren von Versen unerlässlich.
Ein weiterer positiver Aspekt ist der Einsatz von zahlreichen kreativen und gut gestalteten Utensilien wie zum Beispiel der bemalten Wände im Hintergrund, die vielseitig eingesetzt wurden, oder die kreativ gebastelten Menschenpuppen mit humorvoll gestalteten Gesichtern. Das wichtigste Utensil zur Verwirklichung der Aufführung war ein spezielles Gerät, das leicht von den Darstellern bedient werden konnte und Musik sowie Geräusche abspielte. Somit wurde die gesamte Kulisse lebendig und kreativ, sowie einfallsreich und unterhaltend in Szene gesetzt.
Obwohl die Aufführung von „nur“ zwei Darstellern inszeniert wurde, gelang es den beiden gut, die verschiedenen Figuren und Charaktere zu verkörpern und es wurde an keiner Stelle zu „unübersichtlich“. Auch hier spielte die Verwendung von Utensilien eine wichtige Rolle, um die Charaktere visuell unterscheiden zu können. Zusätzlich verstellten die Darsteller ihre Stimmen.
Das klingt doch gut, oder? Die Darsteller schafften es, blitzartig in verschiedene Rollen zu schlüpfen, sie besaßen eine glaubwürdige und kreative Kulisse, sowie gut gestaltete Utensilien. Sie kannten Faust und verwendeten die Verse aus dem Drama. Was sollte es denn jetzt noch für negative Punkte geben? Nun, so einige…
Zuallererst einmal wurde das ganze Stück in einer teils „modernen“ Art vorgetragen. Dies klingt ja anfangs nicht schlecht, doch leider leidet das Stück sehr darunter, wenn es in derselben Aufführung einen Skype Call zwischen Gretchen und ihrem Bruder Valentin gibt und gleichzeitig von Phiolen und Tränken, sowie alten Büchern die Rede ist. Das Problem ist, dass die Aufführung, wie zu Beginn erwähnt, nur teils modern interpretiert wurde. Ich verstehe, wenn sich die Darsteller hier eventuell an die originalen Verse des Dramas halten wollten, doch funktioniert dies nicht, wenn man das Stück in die Postmoderne interpretieren möchte. Wenn es also schon Handys und Skype Calls gibt, dann sollte doch auch die Rede von Medikamenten und dem Internet als Informationsquelle sein. Natürlich kann es sein, dass die Darsteller damit das Stück lustiger gestalten wollten, doch leider hat mich genau das verwirrt. Des weiteren war es einfach zu wenig, was es an modernen Anspielungen gab, wenn die Aufführung denn insgesamt eine moderne Neuinterpretation sein wollte. So wurde nur ein einziges Mal von einem Handy, einer „Corona-Maske“ und einer VR-Brille Gebrauch gemacht und eine klare Kommunikation, dass es nun eine „moderne“ Aufführung ist, gab es auch nicht. Also was genau war die Intention dahinter? Leider bekam man nicht wirklich eine Antwort darauf, man musste sich das schon selbst erschließen, doch unterhaltend war es nicht.

Allerdings ist dies, verglichen mit dem nächsten Aspekt, nur ein kleiner Kritikpunkt, über den man noch gut hinweg sehen könnte. Das größte Problem war die Art, wie das Duo das Stück aufführte. Es geht nicht darum, die Darsteller selbst zu kritisieren, diese sind professionelle Schauspieler, die ganz klar wussten, was sie da machen, sondern darum, dass hier sogenanntes „Overacting“ betrieben wurde. Mit Overacting in der Schauspielkunst ist der übertriebene Einsatz von verbalen und nonverbalen Ausdrucksmitteln wie Mimik und Gestik gemeint, um die Art eines Charakters und dessen Gefühlslage auszudrücken. Das Problem ist, wie der Name schon sagt, dass die beiden Akteure die einzelnen Figuren (Faust, Gretchen, Mephistopheles, etc…) viel zu übertrieben darstellten. So warfen sich die beiden zu Boden, krabbelten auf allen Vieren, lachten und stöhnten, als gäbe es kein Morgen. Ja, ein gewisses „Overacting“ ist vor allem im Bereich Theater notwendig, doch sollte dies nie zu übertrieben sein und bei dieser Aufführung wurden genau diese nonverbalen Ausdrucksmittel völlig übertrieben. Ein Beispiel dafür ist das aufgeführte Kapitel „Hexenküche“, in der Mephisto mit einer Hexe zu tun hat. Diese bittet er um einen Verjüngungstrank für Faust, als Gegenleistung gewährt Mephisto der Hexe einen Wunsch zur Walpurgisnacht. Warum auch immer haben die beiden Darsteller hier eine halbe „Sex-Szene“ dargestellt, sie fasten sich an intime Stellen, stöhnten sich gegenseitig an, sprangen aufeinander und deuteten den Akt der Liebe an. Was für den ein oder anderen Leser vielleicht lustig erklingen mag, hat viele Schüler und Schülerinnen irritiert. Nicht nur wäre diese Stelle überhaupt nicht nötig gewesen, sondern auch in Kombination mit dem „Overacting“ ist dies einfach zu viel gewesen.

 

BlackOut-Poems


von Klasse 9b, Laura Thiel, Anna Hohm, Isabel Kaizik, Laura Lange, Sophia Missaoui und Vivien Weser

blackouts 1 

Texte verschönern oder zerstören?!

„Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen.“

(Mark Twain)

In den letzten Wochen wurden wir, die 9b, kreativ. Durch einen Anstoß von Frau Gese haben wir uns vorgenommen BlackOut-Poems zu gestalten und diese dann auch auszustellen. Das oben genannte Zitat inspirierte uns zusätzlich und so strichen wir die "falschen" Wörter weg.

blackouts 2

 

Nur... Was sind eigentlich BlackOut-Poems?

Ein BlackOut-Poem entsteht aus den verschiedensten Texten, beispielsweise Zeitungsartikeln oder Texten aus alten Büchern. Man sucht ein Wort und hält dann daran fest, um einen neuen Satz zu formen. Danach sucht man sich Wörter, die zu dem gefundenen Wort passen und unterstreicht oder umkreist diese mit Bleistift.

Wenn der Satz einem dann gefällt, fängt man an den Hintergrund nach Belieben und passend zum Thema zu gestalten.

 

 

 

 

Vorlesewettbewerb 2021/22 der 6. Klassen: Lilly Koorn ist Schulsiegerin!

Siegerin Vorlesewettbewerb 21

Beim Vorlesewettbewerb der 6. Klassen im Dezember 2021 hat Lilly Koorn den ersten Platz errungen und darf das HSG beim Landkreisentscheid vertreten.

In diesem Jahr haben sich die Schülerinnen Emilia Meyer (6a), Mia Bissert (6b, Pelin Isik (6c) und Lilly Koorn (6d) innerhalb ihrer Klassen als Siegerinnen beim Vorlesewettbewerb durchsetzen können. Nun galt es, den Schulsieger zu ermitteln. Vor der Jury, bestehend aus Herrn Beck, Herrn Hohm und Frau Dr. Spinnler, präsentierten die Kandidatinnen ihre selbst ausgewählten Bücher: „Die Popkörner. Ein Stern für Lou“ von Stefanie Jaschinski (Emilia Meyer), „Hannah. Der Fluss, der rückwärts fließt“ von Jean-Claude Mourlevat (Mia Bissert), „Das fliegende Klassenzimmer“ von Erich Kästner (Pelin Isik) und „Akwaaba“ von Thomas Fuchs (Lilly Koorn). Anschließend stand noch der Vortrag eines unbekannten Textes auf dem Programm: In diesem Jahr musste eine Passage aus Antonia Michaelis Buch „Der Koffer der tausend Zauber“ möglichst fehlerfrei und mit guter Lesetechnik vorgetragen werden. Alle Teilnehmerinnen haben richtig gut gelesen, so dass es der Jury nicht ganz leicht viel, eine Entscheidung zu treffen. Am Ende konnte Lilly Koorn überzeugen und lag ganz knapp vorn.

Herzlichen Glückwunsch an Lilly und natürlich ein großes Dankeschön an alle Schülerinnen und Schüler aus den 6. Klassen fürs Mitmachen! Wir wünschen Lilly viel Erfolg beim Landkreisentscheid, der für das Frühjahr 2022 geplant ist, und sind gespannt…

Barbara Gese

Teilnehmer Vorlesewettbewerb 21

 

 

Teilnahme am Jugendmedientag 2021 - Ein Erfahrungsbericht aus der Q11

JugendmedientagAm 18.11. fand zum dritten Mal der Jungendmedientag (JMT) statt. Neben live-Veranstaltungen an Schulen, gab es auch rund 150 Online-Workshops und Web-Talks, an denen mehr als 17.000 Schüler:innen teilnahmen. Zwei davon schaute sich die Q11 in der 3./4. Stunde an.

Letzten Donnerstag stand Frau  Dr. Spinnler schon zu Beginn der 1. Pause bei uns im Klassenzimmer. Sie rief sofort die Website der ARD auf und startete den JMT1 Stream.

Dieser begann, wie der gesamte Jugendmedientag, um 8.15 Uhr. Die beiden Hosts, Walerija Petrowa und Constantin Zöller, sprachen mit verschiedenen Gästen über die unterschiedlichsten Themen. Das Motto des Talks war: „Liebe? Zukunft? Identität? Glück?”. Also alles Themen, die jeden von uns persönlich betreffen, und über die sich vermutlich jeder schon einmal Gedanken gemacht hat. Den Anfang haben wir verpasst, kamen aber pünktlich zu dem Unterpunkt „Zukunft?”. Die Streams waren interaktiv, das heißt die Schüler:innen konnten zwischendurch an Umfragen teilnehmen, oder selbst Fragen stellen.

Nachdem das Ergebnis einer solchen Abstimmung war, dass die deutliche Mehrheit, mit 73%, der Zukunft gegenüber positiv bzw. neutral gestimmt ist, wurde Jacob Beautemps nach seinem „Zukunftsgefühl” gefragt. Vielleicht kennt ihr ihn durch seinen YouTube Kanal „Breaking Lab”, auf dem er „aktuelle Themen wissenschaftlich unter die Lupe [nimmthttps://youtu.be/DttsxNQ1ieU?t=1160">Videoausschnitt sehen. Vor der Veröffentlichung müssen immer mindestens zwei Personen alle erwähnten Fakten gegenchecken und das Posting abnehmen. Das alles benötigt natürlich viel Koordination und Zeit. Auch darf die Interaktion mit den User:innen nicht zu kurz kommen. So müssen Kommentare beantwortet und auf Fragen eingegangen werden.

Viel Vorbereitung hat es vermutlich benötigt den JMT realisieren. Mir persönlich hat der „Behind the scenes”-Teil der Tagesschau inhaltlich besser gefallen, allerdings hätte ich mir bei beiden Formaten oft mehr Tiefgründigkeit gewünscht. Diese blieb leider aufgrund des Bestrebens, für eine breite Altersgruppe attraktiv zu sein, auf der Strecke. Auch fand ich etwas schade, dass sich die Auswahl der Gäste hauptsächlich auf Personen aus den funk-Formaten beschränkte, wodurch teilweise ein wenig Variation und Expertise fehlte. Der Grundgedanke einer Interaktion mit den Schüler:innen in den Klassenzimmern ist zwar nicht schlecht, pädagogisch aber nicht sonderlich gut umgesetzt worden. So wurde die Vernunft vieler Jugendlicher überschätzt, die den Chat und Abstimmungen missbrauchten, um zu provozieren. Zum Beispiel tauchte bei der Bildung einer „Wortwolke” mehrfach das Hakenkreuz auf, was verfassungswidrig, und somit strafbar ist! Die Moderatorin ist zwar nicht direkt darauf eingegangen, allerdings wurden Fragen danach erst gefiltert, bevor sie veröffentlicht wurden. Die Themenauswahl war generell bunt gemischt, die Zielgruppe sehe ich jedoch eher in der Mittelstufe. Wer Lust hat sich einen der vielen Streams anzusehen, kann diese in der ARD-Mediathek oder auf YouTube nachschauen.

Lilli Wendenkampf

Linksammlung zum JMT:

Artikel über den Jugendmedientag mit Links zu den Streams: 

Claudia Stamm und Henry Lai, “Die ARD war live im Klassenzimmer“, Claudia Stamm und Henry Lai, br, 18.11.2021 https://www.br.de/medienkompetenzprojekte/inhalt/jugendmedientag/ard-jugendmedientag-2021-die-ard-war-live-im-klassenzimmer-100.html

Titelbild:

Kultusministerium Bayern

https://www.km.bayern.de/schueler/meldung/7433/jugendliche-koennen-ihre-medienkompetenz-vertiefen.html

Bildvergleich Instagrampost Tagesschau:

https://youtu.be/DttsxNQ1ieU?t=1160

ARD Jugendmedientag am 18.11.2021“, 24.09.2021:

https://www1.wdr.de/unternehmen/der-wdr/medienundbildung/jugendmedientag2021-100.html

Jacob Beautemps YouTube Kanal “BreakingLab”:

https://www.youtube.com/c/BreakingLab/featured

Was ist Plasmalyse?:

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Charlotte Mohr ist Schulsiegerin beim Vorlesewettbewerb 2020/21

Beim Vorlesewettbewerb im Dezember hat sich Charlotte Mohr aus der 6b durchgesetzt: Alle Mitstreiter*innen schlugen sich wacker, aber nur eine - Charlotte eben - darf das HSG beim Landkreisentscheid in Miltenberg vertreten.

Kurz vor dem 2. Lockdown im Dezember haben sich alle Klassensieger beim Vorlesewettbewerb der 6. Jahrgangsstufe der strengen Jury, bestehend aus Frau Feldmeier, Fr. Scherpf, Dr. Spinnler, Fr. Wohlmann und Herrn Lange, gestellt und einen bekannten und einen unbekannten Text zum Besten gegeben. Die Preisrichter zählen dabei nicht, wie oft sich ein Teilnehmer verhaspelt, sondern achten neben der Lesetechnik (Tempo, Satzmelodie, etc.) v.a. auch auf die Interpretation der Textstelle, die man zuvor richtig ausgewählt haben sollte. Überzeugen konnten dabei alle vier Klassensieger: Lion Gelbke (6a), der aus "Ammox: Das Heulen der Wölfe" vorlas, ebenso wie Malte Thomas (6c) mit einem Ausschnitt aus "Die Attacke des Tyrannosaurus" und Paulina Fuchs aus der 6d: Ein Ausschnitt aus "Tatort Trampolin" war ihr Kürprogramm.
Nach der zweiten Runde, in der der Beginn des letzten Bandes von Andreas Steinhöfels "Rico, Oskar und das Mistverständnis" präsentiert werden sollte, Charlotte Mohr aus der 6b hauchdünn die Nase vorn.

Glückwunsch an die Siegerin Charlotte und vielen Dank an alle Teilnehmerinnen aus den 6. Klassen! Wir drücken unserer Schulsiegerin beim Landkreisentscheid, der wohl erst im späten Frühjahr stattfinden wird, die Daumen. Hier erfahrt Ihr natürlich auch, wie es ausgegangen ist...

Markus Füller

 2021 02 02 Foto Vorlesewettbewerb
Siegerin mit Siegerbuch: Charlotte Mohr und "Charlotte und Ben" (Erin Entrata Kelly)

 

FAZ-Veröffentlichungen von HSG-Schülerinnen

 

Deutsch FAZ Juli2020.geaendert 

"Eine herausragende Leistung der Schülerinnen im Fach Deutsch", fasst Markus Füller, Fachschaftsleiter Deutsch, die Texte der drei Schreibtalente – Carla Hein, Eliese Hohmann und Joline Göbel - die in der FAZ veröffentlicht wurden, zusammen. Mit der Schulleiterin Christine Büttner und der verantwortlichen Lehrkraft Dirk Simon übergab er den schulinternen Preis für diese hervorragende journalistische Arbeit.

Seit Februar 2020 machen die 21 Schüler*innen der Deutschklasse 10a am Projekt "Jugend schreibt" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit. Jeden Montag findet sich im Sportteil der FAZ eine ganze Seite, die der Jugend und deren Reportagen gewidmet ist. Dies ermöglicht das Projekt „Jugend schreibt“, an der 100 Schulen mit 2000 Schülern aus Deutschland – und seit diesem Jahr auch das HSG - und dem deutschsprachigen Ausland teilnehmen.

Jeder Schüler ist aufgefordert, eine Reportage oder Essay über eine Person mit einem interessanten Lebensentwurf oder Tätigkeit zu verfassen und sich die Möglichkeit schaffen, in der FAZ veröffentlicht zu werden.

Carla Hein mit einer Reportage über das Leben der Allgemeinmedizinerin Marion Schwarzkopf in Zeiten von Corona, Eliese Hohmann über das aufregende Hobby des Bademeisters von Elsenfeld, der bei Saunaaufgussmeisterschaften auftritt und Joline Göbel über die Situation im REWE-Markt in Großwallstadt während der Covid-19-Pandemie waren die veröffentlichungswürdigen Artikel. "Die Schülerinnen führten Interviews, machten sich Notizen, recherchierten zu ihrem Thema und brachten das ganze formidabel auf Papier," erklärte Dirk Simon die Vorgehensweise. "Aus Lehrersicht ebenfalls eine spannende Aufgabe, man findet sich als Coach in einer neuen Rolle wieder, der motiviert, im Team mit der jeweiligen Schülerin über dem Artikel brütet und das Ganze teilweise bis fünfmal überarbeitet, bis es schließlich ein FAZ-Redakteur absegnet," reflektiert er weiter sein Tun. Christine Büttner freute sich bei der Preisverleihung über die Bandbreite der unterschiedlichen Themen, die beackert wurden und sprach ihre Gratulation aus. „Eindrucksvoll, dass das traditionelle Print-Medium den Schülern dies ermöglicht, in einer Form, die trotzdem auch digital stattfindet, sich zu bewähren“, spielt Markus Füller auf die Formen des gedruckten Wortes hin.

Carla Hein beispielsweise veröffentlichte ihre Reportage über den Arbeitsalltag der Allgemeinmedizinerin Marion Schwarzkopf - insbesondere in Zeiten von Corona - in der FAZ:

David Hohm

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