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Charlotte Mohr ist Schulsiegerin beim Vorlesewettbewerb 2020/21

von Markus Füller

Beim Vorlesewettbewerb im Dezember hat sich Charlotte Mohr aus der 6b durchgesetzt: Alle Mitstreiter*innen schlugen sich wacker, aber nur eine - Charlotte eben - darf das HSG beim Landkreisentscheid in Miltenberg vertreten.

Kurz vor dem 2. Lockdown im Dezember haben sich alle Klassensieger beim Vorlesewettbewerb der 6. Jahrgangsstufe der strengen Jury, bestehend aus Frau Feldmeier, Fr. Scherpf, Dr. Spinnler, Fr. Wohlmann und Herrn Lange, gestellt und einen bekannten und einen unbekannten Text zum Besten gegeben. Die Preisrichter zählen dabei nicht, wie oft sich ein Teilnehmer verhaspelt, sondern achten neben der Lesetechnik (Tempo, Satzmelodie, etc.) v.a. auch auf die Interpretation der Textstelle, die man zuvor richtig ausgewählt haben sollte. Überzeugen konnten dabei alle vier Klassensieger: Lion Gelbke (6a), der aus "Ammox: Das Heulen der Wölfe" vorlas, ebenso wie Malte Thomas (6c) mit einem Ausschnitt aus "Die Attacke des Tyrannosaurus" und Paulina Fuchs aus der 6d: Ein Ausschnitt aus "Tatort Trampolin" war ihr Kürprogramm.
Nach der zweiten Runde, in der der Beginn des letzten Bandes von Andreas Steinhöfels "Rico, Oskar und das Mistverständnis" präsentiert werden sollte, Charlotte Mohr aus der 6b hauchdünn die Nase vorn.

Glückwunsch an die Siegerin Charlotte und vielen Dank an alle Teilnehmerinnen aus den 6. Klassen! Wir drücken unserer Schulsiegerin beim Landkreisentscheid, der wohl erst im späten Frühjahr stattfinden wird, die Daumen. Hier erfahrt Ihr natürlich auch, wie es ausgegangen ist...

 2021 02 02 Foto Vorlesewettbewerb
Siegerin mit Siegerbuch: Charlotte Mohr und "Charlotte und Ben" (Erin Entrata Kelly)

 

Der Stellvertreter - Rolf Hochhuth

von Fabian Lange

Wer hatte nicht schon immer einmal Lust ein Theaterstück zu lesen, in dem es um den Nationalsozialismus und die Kirche geht? Richtig! Ich auch nicht, gemacht hab ich es trotzdem, und das folgende ist dabei rausgekommen...
Wer sich knapp 360 Seiten Theaterstück durchlesen will, mit knapp 75 Seiten Regieanweisungen, ca. 100 Seiten im Dialekt, die man nicht wirklich versteht, der ist beim Stellvertreter von Rolf Hochhuth genau richtig.
Aufgrund seiner Länge ist das Drama in den Details sehr komplex. Betrachtet man die Handlung allerdings nicht bis ins kleinste Detail, sondern als großes Ganzes, ist es nicht mehr so komplex. Es folgt der Versuch einer Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte.
Das Drama spielt im Jahr 1942, Hitler ist an der Macht und der Haupt-Aufhänger ist die Verfolgung und Vernichtung der Juden. Der Papst weigert sich bis Kriegsende sich öffentlich gegen die Vernichtung der Juden zu stellen. Die Folgen daraus sind, dass kein kirchlicher Vertreter etwas gegen diese Untaten unternehmen kann, da ihnen durch das Zögern des Papstes die Hände gebunden sind. Dies wird offensichtlich, als SS-Obersturmführer Kurt Gerstein, welcher mehrmals versucht die Vernichtungslager zu sabotieren (was ihm allerdings nicht so recht gelingt), sich an den Nuntius Berlins (der Päpstliche Vertreter Berlins) wendet und mit Hilfe des Paters Riccardo versucht, den Nuntius zu überreden gegen die Judenvernichtung zu protestieren. Wie schon erwähnt, sind diesem allerdings die Hände gebunden. Pater Riccardo setzt sich für die Juden ein und geht nach Auschwitz quasi als Stellvertreter des Papstes. Der Pater versucht erfolglos den dort ansässigen sadistischen Doktor zu bekehren. In einer verzweifelten Rettungsaktion versucht Gerstein seinen jüdischen Freund Jacobson zu retten, indem er ihn als den Pater ausgibt. Die versuchte Täuschung wird aufgedeckt, und bei Gersteins Verhaftung stirbt Pater Riccardo, nach einem Mordversuch am Doktor.
Charakterisierung:

2021 Gerstein Papst Pius

Kurt Gerstein (Links) - Papst Pius XII. (Rechts)

Kurt Gerstein:
Bei Kurt Gerstein handelt es sich um einen modernen Christen, gefangen in der engen Uniform seines Jobs als SS-Obersturmführer. Er hat für seine Mission, nämlich die Judenvernichtung zu stoppen, eine Leidenschaft entwickelt, sodass nicht einmal sein Job bei der SS ihn aufhält. Dementsprechend kann man ihn durchaus als einschüchternd beschreiben.
Papst Pius XII.:
Sieht sich selbst als den Retter, und Hitler sei nicht gefährlich, solange man ihn nicht provoziert. Durch seine hinterlistige und temperamentvolle Art schafft er es, sich alles so zu drehen und wenden, wie es ihm gefällt und passt.

Wie es sich gehört, handelt es sich bei dem Theaterstück um eine besondere Gattung, das sogenannte dokumentarische Theater. Ausnahmsweise ist genau das drin, was draufsteht. Historische Dokumente werden als Quellen zum Erstellen eines fiktionalen Textes benutzt.

K1024 2021 01 Hochhuth Papst Pius

Rolf Hochhuth (Links) - Papst Pius XII. (Rechts)

Die harte Kritik am Papst ist sehr offensichtlich. Hochhuth Kritisiert vor allem, dass der Papst, obwohl er sich der Umstände im Deutschen Reich durchaus bewusst war, das kirchlich-deutsche Verhältnis nicht gefährden wollte. Natürlich kritisiert er auch die Judenverfolgung im Allgemeinen, allerdings liegt der besondere Fokus auf dem Nicht-Handeln des Papstes.
Falls man jetzt in Erwägung ziehen sollte, das Drama zu lesen, kann ich nur dazu raten es nicht an einem tristen regnerischen Tag zu lesen. Durch die durchaus bedrückende und realistisch dargestellte Thematik ist das Drama keine Gutenachtgeschichte.
Wem das sogenannte Print Medium in Form eines Buches nicht zusagt, kann sich auch den gleichnamigen Film von Costa-Gavras anschauen.

2021 01 Stellvertreter

 

 

FAZ-Veröffentlichungen von HSG-Schülerinnen

von David Hohm

Deutsch FAZ Juli2020.geaendert 

"Eine herausragende Leistung der Schülerinnen im Fach Deutsch", fasst Markus Füller, Fachschaftsleiter Deutsch, die Texte der drei Schreibtalente – Carla Hein, Eliese Hohmann und Joline Göbel - die in der FAZ veröffentlicht wurden, zusammen. Mit der Schulleiterin Christine Büttner und der verantwortlichen Lehrkraft Dirk Simon übergab er den schulinternen Preis für diese hervorragende journalistische Arbeit.

Seit Februar 2020 machen die 21 Schüler*innen der Deutschklasse 10a am Projekt "Jugend schreibt" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit. Jeden Montag findet sich im Sportteil der FAZ eine ganze Seite, die der Jugend und deren Reportagen gewidmet ist. Dies ermöglicht das Projekt „Jugend schreibt“, an der 100 Schulen mit 2000 Schülern aus Deutschland – und seit diesem Jahr auch das HSG - und dem deutschsprachigen Ausland teilnehmen.

Jeder Schüler ist aufgefordert, eine Reportage oder Essay über eine Person mit einem interessanten Lebensentwurf oder Tätigkeit zu verfassen und sich die Möglichkeit schaffen, in der FAZ veröffentlicht zu werden.

Carla Hein mit einer Reportage über das Leben der Allgemeinmedizinerin Marion Schwarzkopf in Zeiten von Corona, Eliese Hohmann über das aufregende Hobby des Bademeisters von Elsenfeld, der bei Saunaaufgussmeisterschaften auftritt und Joline Göbel über die Situation im REWE-Markt in Großwallstadt während der Covid-19-Pandemie waren die veröffentlichungswürdigen Artikel. "Die Schülerinnen führten Interviews, machten sich Notizen, recherchierten zu ihrem Thema und brachten das ganze formidabel auf Papier," erklärte Dirk Simon die Vorgehensweise. "Aus Lehrersicht ebenfalls eine spannende Aufgabe, man findet sich als Coach in einer neuen Rolle wieder, der motiviert, im Team mit der jeweiligen Schülerin über dem Artikel brütet und das Ganze teilweise bis fünfmal überarbeitet, bis es schließlich ein FAZ-Redakteur absegnet," reflektiert er weiter sein Tun. Christine Büttner freute sich bei der Preisverleihung über die Bandbreite der unterschiedlichen Themen, die beackert wurden und sprach ihre Gratulation aus. „Eindrucksvoll, dass das traditionelle Print-Medium den Schülern dies ermöglicht, in einer Form, die trotzdem auch digital stattfindet, sich zu bewähren“, spielt Markus Füller auf die Formen des gedruckten Wortes hin.

Carla Hein beispielsweise veröffentlichte ihre Reportage über den Arbeitsalltag der Allgemeinmedizinerin Marion Schwarzkopf - insbesondere in Zeiten von Corona - in der FAZ:

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