Geographie Archiv 2024_25
Die 5a baut ihren eigenen Globus: Geographie im Kunstunterricht

Die 5. Klassen haben im ersten Halbjahr im Geographieunterricht alles über die Gestalt der Erde sowie die Kontinente und Ozeane kennen gelernt. Als Abschluss des ersten Halbjahres haben die 5. Klässler nun ihren eigenen Globus gebastelt- also fand im Kunstunterricht von Frau Moseler auch ein wenig Geographie statt. Es wurden fleißig strahlend blaue Kugeln bemalt und bunte Kontinente gebastelt, die im Anschluss dann nur noch richtig auf dem Globus platziert werden mussten. Am Ende der Geographiekunststunde präsentierten die Schülerinnen und Schüler stolz ihre eigenen Globen und die Kontinente und Ozeane werden sie so schnell nicht mehr vergessen.
Das W-Seminar Geographie beim THW in Obernburg
Hast du dich schon einmal gefragt, wer zur Stelle ist, wenn Hochwasser Häuser bedroht, nach Unfällen technische Hilfe benötigt wird oder Katastrophen Menschenleben gefährden?
In Obernburg gibt es den Ortsverband einer Organisation, die genau dafür da ist: das Technische Hilfswerk (THW). Doch das THW kann viel mehr als nur Katastrophenschutz oder technische Hilfe leisten – es bietet spannende Möglichkeiten für Jugendliche und Technikbegeisterte, wie uns – dem W-Seminar Geographie – im Rahmen einer Exkursion am 09.12.2024 gezeigt wurde.
Was ist das THW überhaupt?
Das Technische Hilfswerk ist die operative Bevölkerungsschutzorganisation des Bundes, die aus freiwilligen Helferinnen und Helfern besteht und Menschen in Krisensituationen unterstützt – egal ob in Deutschland oder im Ausland. Insgesamt gibt es 668 THW-Ortsverbände in Deutschland mit rund 80.000 Mitgliedern – Tendenz steigend!
Welche Aufgaben übernimmt der Ortsverband Obernburg?
Der Ortsverband Obernburg ist in verschiedene Fachgruppen untergliedert, von denen uns Folgende näher gezeigt bzw. erklärt wurden:
Ölschaden
Die Fachgruppe Ölschaden ist beim THW bundesweit in drei Fachgruppen unterteil: A, B und C. Die Fachgruppen A und B unterstützen Bundesländer an den deutschen Küsten bei der Bekämpfung von Ölunfällen, wohingegen die Fachgruppe C – wie in Obernburg – auf Binnengewässer spezialisiert ist.
Mit Hilfe von schwimmenden Barrieren wird das mit Öl verunreinigte Wasser zunächst kanalisiert, um anschließend das Öl mit Absaugvorrichtungen (Skimmern) gezielt von der Wasseroberfläche aufzusammeln. Mobile Separationsanlagen trennen im nächsten Schritt dann die Wasser- von den Ölanteilen. Die Schadstoffe werden in Spezialbehältern aufbewahrt und können teils sogar wiederverwertet werden. Das gesäuberte Wasser kann dann, trotz eines ursprünglich hohen Verschmutzungsgrads, wieder in Gewässer wie Flüsse oder Bachläufe geleitet werden.
Wasserschaden/Pumpen
Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen hilft bei Überschwemmungen und Überflutungen. Eindringendes Wasser oder Schlamm wird aus Gebäuden sowie von Verkehrswegen weggepumpt. Darüber hinaus kann die Fachgruppe große Wassermengen über lange Strecken (600m und mehr) transportieren und somit beispielsweise die Feuerwehr mit Löschwasser versorgen. Zudem sind die Einsatzkräfte in der Lage, Abwasserleitungen zu bauen oder zu reparieren. Zur Ausstattung der Fachgruppe gehört eine große Schmutzwasserpumpe, sowie verschiedene kleinere Pumpen, die zusammen über eine Förderleistung von rund 12.000 Litern pro Minute verfügen.
Erwähnenswert ist außerdem die Untergruppe Trinkwasserversorgung, die mit Hilfe von Pumpen, Schläuchen und mobilem Labor, aus Rohwasser, Trinkwasser herstellen kann. Diese mobile Trinkwasserherstellung ist vor allem im Katastrophenfall elementar für die Betroffenen.
Technik zum Anfassen
Der Fuhrpark und die Ausrüstung des THW Obernburg sind beeindruckend. Vom Zugtruppfahrzeug mit Megafonen, Funkgeräten und Notstromaggregat bis hin zu spezialisierten Fahrzeugen zur Ölbekämpfung – für jede Herausforderung gibt es hier das passende (Groß-) Gerät.
Jugendarbeit: Technik und Teamwork für Schülerinnen und Schüler
Besonders spannend für Kinder und Jugendliche ist die THW-Jugendgruppe in Obernburg. Hier können Kinder und Jugendliche bereits ab 10 Jahren spielerisch die Grundlagen der technischen Hilfeleistung erlernen. Dabei stehen der Umgang mit Werkzeugen, Teamarbeit und spannende Übungen im Vordergrund.
Warum ist das THW wichtig?
Das THW lebt von seinen vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, doch nicht jeder versteht, wie viel Zeit und Engagement dahintersteckt. Dabei beweist das THW und damit auch der Ortsverband Obernburg immer wieder eindrucksvoll, dass sie bereit sind, in schwierigen Situationen kompetent zum Wohl der Menschen zu handeln – wie bei der Ahrtal-Katastrophe, wo ihre Arbeit für viele überlebenswichtig war!
Zum Schluss wollen wir uns natürlich auch noch bei Herrn Andre Stark und seinem Team für die ausführlichen Erklärungen und interessanten Einblicke in die Arbeit des THW bedanken.
Wie schaut der Klimawandel eigentlich bei uns aus?
Der Klimawandel ist in aller Munde, hängt vielen zu den Ohren heraus und wird von allerlei Seiten in den Medien und auch sozialen Netzwerken kritisch beäugt. Da stellt sich, besonders für junge Menschen, häufig die Frage ob oder wie sich denn der Klimawandel vor der eigenen Haustür auswirkt.
Um auf diese Frage einige Antworten zu erhalten, war am vergangenen Dienstag Herr Dr. Daniel Abel von der Universität Würzburg zu Gast am HSG.

Mit seinem Vortrag „Klimawandel in Unterfranken – Regionale Perspektive und großräumige Einordnung“ durften die Geographiekurse der 12. Jahrgangsstufe ihr Wissen zum aktuellen Themengebiet „Klima und Klimawandel“ um die regionale Dimension erweitern.
Zu Beginn erläuterte Dr. Abel anhand einer Bayernkarte die Veränderungen der Jahresdurchschnittstemperaturen und der durchschnittlichen Jahresniederschlagsmengen seit dem Jahr 1961 im 30-Jahre Rhythmus. Der Wandel blieb auch dem Laien nicht verborgen, sondern war, besonders bezüglich der Temperaturen des letzten Jahrzehnts, deutlich erkennbar. Um im weiteren Vortrag immer wieder auf unterschiedliche Zukunftsszenarien Bezug zu nehmen, stellte Dr. Abel zunächst die vier RCP-Szenarien (Representitive Concentration Pathway) vor, welche sich mit unterschiedlichen anthropogenen Verhaltensweisen hinsichtlich des CO2-Ausstoßes und den damit verbundenen Temperaturerhöhungen beschäftigen. Zusammenfassend muss man leider festhalten, dass, wenn wir Menschen unser derzeitiges Verhalten nicht ändern, es sehr wahrscheinlich zum „Worst-Case-Scenario“ RCP 8.5 kommen wird, was für uns in Bayern eine durchschnittliche Erwärmung um circa 4°C oder auch noch mehr bedeuten würde. Für uns hier am Untermain – bereits jetzt eine der wärmsten Regionen Bayerns – projizieren die Modelle sogar eine noch stärkere Zunahme der Temperatur.
Schäden an Mensch, Natur und Wirtschaft sind die Folgen der Erderwärmung
Hitze gilt als sogenannter „Silent Killer“ von der in besonders hohem Maße alte Menschen, Frauen und Kleinkinder betroffen sind. So forderte beispielsweise die Hitzewelle des Jahres 2022 rund 60.000 Hitzetote in Europa. Höhere Temperaturen führen aber auch zu einem immer früher einsetzenden Austreiben der Pflanzen und somit auch einer immer früheren Blüte. Bei den in weiten Teilen Unterfrankens zu findenden Weinstöcken und Obstbäumen kommt es dann im Falle von Spätfrost – so wie in diesem Jahr – zu großen wirtschaftlichen Einbußen für die regionalen Winzer und Obstbauern.
Nicht nur die Temperaturen, auch die Niederschlagsereignisse werden sich deutlich ändern, da die Luft bei einer Erwärmung um 1°C bereits 7% mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, was zu immer häufigeren Starkregenereignissen führen wird. Durch eine gleichzeitig steigende Niederschlagsvariabilität kann es jedoch auch zu langen Trockenphasen bei uns kommen. Da Unterfranken aber sowieso schon ein relativ trockener Regierungsbezirk ist, würde diese Veränderung mit Blick auf die Trockenphasen nicht ganz so extrem ausfallen wie in anderen Teilen Bayerns.
Why so serious? – Warum so ernst? Diese Frage stellte Herr Dr. Abel gegen Ende seines Vortrages in den Raum. Die Antwort liegt auf der Hand: Ohne unsere Mithilfe kann es nicht gelingen, Änderungen hinsichtlich der Treibhausgasemissionen zu erzielen, und damit ein besseres RCP-Szenario, herbeizuführen.
Durch das Aufzeigen vieler Lösungsansätze wurde allen Zuhörerinnen und Zuhörern am Ende wieder etwas leichter ums Herz: Wir haben das Know-How und die Technologien um den Klimawandel zu verlangsamen, 80% der Menschheit möchte einen umfassenden Klimaschutz, die erneuerbaren Energien werden weltweit stark ausgebaut – um hier nur einige Mutmacher zu erwähnen.
Nach seinem kurzweiligen und informationsgeladenen Vortrag, stand Herr Dr. Abel noch für Fragen der Zuhörerschaft zur Verfügung und gab umfassend Antworten. Der rundum gelungene und verständlich strukturierte Vortrag zu einem schwierigen und schwerwiegenden Thema war für alle Kurse ein großer Gewinn!
Wetter und Bodenbeschaffenheit - wichtig für die Landwirtschaft!

Die Voraussetzungen hier erforschte die 5d in den vergangenen Wochen!
Im Rahmen des Geographieunterrichts untersuchte die Klasse 5d für die Landwirtschaft relevante, natürliche Einflussfaktoren. Dazu haben die Schülerinnen und Schüler über einen Zeitraum von zwei Wochen die Veränderung der einzelnen Wetterelemente beobachtet und dokumentiert. Anschließend wurden die Daten ausgewertet und die Ergebnisse der verschiedenen Standorte graphisch dargestellt und miteinander verglichen. So wurde beispielsweise Elsenfeld als der Ort mit den meisten Sonnentagen im Beobachtungszeitraum gekürt. Dort wurden auch die höchsten Temperaturen gemessen. Eher bewölkt und kühler war es in der Zeit dagegen in Eschau. Am windigsten war es während der 14 Tage im März ebenfalls in Elsenfeld. Wenig Wind ging dagegen in Mömlingen.
Neben den Wetterelementen wurde vor allem der Boden genauer unter die Lupe genommen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Bei bestem Wetter untersuchten die Schülerinnen und Schüler Bodenproben einer Wiese, eines Feldes und aus dem Wald. Dabei wurden die Proben zunächst auf die Vielfalt an Pflanzen und Insekten untersucht. Der ein oder andere Regenwurm bekam dabei sogar einen Namen.
Im weiteren Verlauf wurden die Bodenart und die damit im Zusammenhang stehende Wasserspeicherfähigkeit der Proben der einzelnen Standorte überprüft. Dazu wurden die Bodenproben zunächst auf ihre Zusammensetzung, Korngröße und Klebrigkeit untersucht. Anschließend wurden Tontöpfe mit jeweils der gleichen Menge Erde gefüllt und mit je 400 ml Wasser übergossen. Den Vergleich, welcher Boden das meiste Wasser speichern kann, gewann ganz klar der Wiesenboden.
Nachdem abschließend die Bodenbildung und die Ursachen der Unterschiede zwischen den Bodenproben besprochen wurden, endete für die Klasse 5d eine erkenntnisreiche Unterrichtseinheit und die Regenwürmer, Ameisen und Asseln wurden wieder in die Freiheit entlassen.
Leben in der Stadt der Zukunft
Siebtklässler sammeln Ideen für die Stadt der Zukunft

Wie wird das Leben in den Städten der Zukunft aussehen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Klasse 7c des Hermann-Staudinger-Gymnasiums in den vergangenen Wochen im Rahmen des Geografieunterrichts. Dabei entstanden vielfältige Ideen für bekannte und neue Städte sowie für die nahe und ferne Zukunft. Ob begrünte Städte auf mehreren Ebenen, fliegende Autos oder Fenster, die aus Sonnenlicht Strom gewinnen. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Dargestellt wurden die Zukunftsvisionen mit Zeichnungen, Präsentationen, Modellen und Minecraft-Animationen und den anderen Mitlernenden vorgestellt.
5. Klässler vom HSG machen Ausflug zur Bildhauerei von Stefan Kempf in Erlenbach

Viele Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b vom HSG kannten die Bildhauerei Kempf nur vom Vorbeifahren. Der hängende Stiermensch an der Werkstatt zwischen Erlenbach und Elsenfeld, der es einfach nicht auf das Dach schafft, war allen ein Begriff. Die Schülerinnen und Schüler waren nun begeistert die Werkstatt einmal von einer anderen Perspektive sehen zu können. Im Unterricht wurde das Thema „Gesteine“ in den Vorstunden ausführlich besprochen. Die Theorie, die verschiedenen Gesteinsgruppen sowie der Kreislauf der Gesteine, war allen bekannt. Jetzt bekamen die SchülerInnen die Möglichkeit, einmal hautnah zu erleben, was es bedeutet mit Gesteinen zu arbeiten. Steinbildhauermeister Stefan Kempf erlaubte uns einen interessanten Einblick in sein Handwerk. Er erklärte und demonstrierte eindrucksvoll wie z.B. eine Skulptur einer Katze aus Sandstein entsteht und welche Werkzeuge dafür verwendet werden. Da flogen buchstäblich die (Gesteins)fetzen und Abstand war vonnöten. Im Anschluss durften die 5. KlässlerInnen sich frei in der Werkstatt und auf dem Ausstellungsgelände bewegen. Die verschiedenen Skulpturen durften bewundert und ausdrücklich auch angefasst werden. Außerdem durften die Lieblingstücke fotografiert werden. Vor allem der Sandsteinhai sowie der auf einem Stein sitzende Oktopus begeisterte die SchülerInnen. Das Interesse an der Arbeit des Steinbildhauermeisters war groß, was sich auch an den vielen Fragen zeigte, die von den ExkursionsteilnehmerInnen gestellt wurden. Es war ein kurzweiliger und spannender Ausflug, der den SchülerInnen sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Studienfahrt Walchensee
Studienfahrt der 12. Jahrgangsstufe an den Walchensee
Wenn man „Walchenseefahrt“ in Kombination mit der Q12 liest, könnte man zunächst etwas verwundert sein, da dies ja eigentlich eine Fahrt der siebten Klasse ist. Unsere ursprüngliche Walchenseefahrt ist allerdings durch die Corona-Pandemie ausgefallen. Auf Vorschlag unserer OSKs haben wir diese nun als unsere letzte gemeinsame Fahrt nachgeholt.
Tag 1
Am Montag, dem 26. Mai 2025, ging es für die meisten von uns um 9 Uhr am Bahnhof in Aschaffenburg los, während einige bereits das Wochenende davor in München verbracht hatten oder eigenständig mit dem Auto angereist waren. Da die Reise glücklicherweise ohne Verspätungen verlief, dachten wir zunächst, dass alles glatt laufen müsste, bis Anrufe von drei Schülern eintrafen, die bei einem versuchten Waggonwechsel an einem kleinen Bahnhof zurückgelassen wurden. Dieses Problem wurde allerdings schnell gelöst, sodass sie mit dem nächsten Zug hinterherfahren konnten und andere Schüler ihre Koffer mitnahmen. Nach einer langen Zug- und anschließenden Busfahrt kamen wir gegen 17:30 Uhr in der Jugendherberge, direkt am Walchensee an. Kurz nach unserer Ankunft gab es schon Abendessen, das wirklich an jedem Tag sehr gut war und immer viel Auswahl bot.
Tag 2
Nach der ersten Nacht ging es für die drei Gruppen mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen aufgrund von Regen erst etwas verspätet los. Für Gruppe 1 und 3 stand Wandern auf dem Programm: Während die erste Gruppe den Jochberg bestieg, ging es für die dritte Gruppe auf den Herzogenstand. Ein Teil des Hinwegs wurde dabei mit der Gondel zurückgelegt. Die zweite Gruppe machte sich derweil mit einer Fahrradtour und dem Zwischenziel Wasserfall auf den Weg und legte am Ende 28 km mit 450 Höhenmetern zurück. Bei dieser Einteilung dürfte denjenigen, die die Walchenseefahrt bereits selbst gemacht haben auffallen, dass das Stand-Up-Paddling fehlt. Dies liegt daran, dass es in dieser Woche leider jeden Tag geregnet hat und auch die Temperaturen sowohl des Sees als auch der Luft nicht dafür geeignet waren einen Tag am See zu verbringen.
Nach unserer Rückkehr gab es dann wieder gemeinsames Essen und anschließend konnten sich alle in den Gemeinschaftsräumen mit Spielen vergnügen. So gab es sowohl mehrere Tischtennisplatten, als auch eine Spielekiste, die noch durch eigens mitgebrachte Spiele erweitert wurde. In einem weiteren Gemeinschaftsraum gab es zudem einen Fernseher, der abends oft zum Fußballschauen verwendet wurde. Und besonders der Essensraum diente abends als Treffpunkt für gemeinsame Spiel und Gespräche.
Tag 3
Der zweite von drei sportlichen Tagen startete schon früher als der erste, da für den Nachmittag Regen angekündigt war. An diesem Tag war es die erste Gruppe, die sich mit Fahrrädern auf den Weg machte und die Strecke der zweiten Leistungsgruppe noch um ein paar extra Kilometer erweiterte. Die Gruppen 2 und 3 machten sich an diesem Tag gemeinsam auf den Weg, den Jochberg hochzuwandern. Nachdem auch diese beiden Gruppen den Gipfel erklommen hatten, ging es wie schon für Gruppe 1 in die Alm, wo die Energiereserven mit Kaiserschmarrn und Rührei wieder aufgefüllt wurden. Auch gab es an diesem Tag eine kurze Seewanderung mit Herrn Fuchs – der dann später an der Alm dazustieß – da es bereits gesundheitlich angeschlagene Personen gab. Die Abendbeschäftigung sah ganz ähnlich zum Vortag aus: Mit vielen Spielen, an denen sich besonders auch die Lehrer sehr lebhaft beteiligten.
Tag 4
Am dritten und letzten Tag der Sportwoche ging es für die dritte Gruppe mit dem Fahrrad einmal um den See. Die Strecke betrug 27 km. Die Leistungsgruppen 1 und 2 traten an diesem Tag gemeinsam die Wanderung auf den Herzogenstand an, allerdings mit unterschiedlichen Startzeiten. So machten sich nacheinander zwei Gruppen zu Fuß auf den Weg – die eine etwas schneller und die andere etwas langsamer, aber dafür mit einem sehr abenteuerlichen Weg. Zudem gab es auch eine Gruppe, die wie Gruppe 3 zu Beginn ein Stück mit der Gondel fuhr und sich zudem in der Alm mit Essen versorgte. Danach ging es mit allen zusammen zum Gipfelkreuz, bevor wir gemeinsam wieder den Rückweg antraten. Nachdem dann schon die Koffer gepackt werden mussten, begann ein besonders unterhaltsamer Abschlussabend, als sich das gemeinsame Stirnraten mit allen Lehrern in ein Pantomime-Spiel wandelte. Doch irgendwann hieß es, ein letztes Mal in der Jugendherberge zu schlafen und am nächsten Tag die Heimfahrt anzutreten. Diese verlief diesmal wirklich ohne Komplikationen und wir kamen pünktlich um 16:45 Uhr in Aschaffenburg wieder an.
Insgesamt war die nachgeholte Walchenseefahrt ein voller Erfolg und bot uns allen die Gelegenheit, als Jahrgang ein letztes Mal unvergessliche gemeinsame Erlebnisse zu sammeln. Wir danken allen Lehrern und besonders Herrn Fuchs und Herrn Schuhmann, die diese Fahrt möglich gemacht haben.
Sportklasse am HSG

Sport mit Flair
-
vielseitig
-
herausfordernd
-
stark
Ab dem Schuljahr 2025/2026 gibt es eine Sportklasse in der 5. Jahrgangsstufe, in der die Kinder zwei zusätzliche Wochenstunden Sport genießen können. Sport ist am HSG eine Herzensangelegenheit. Wir wollen die Kinder und Jugendlichen zu Spaß an lebenslangem Sporttreiben bewegen.
Unsere Sportklasse erfährt einen besonderen Teamflair:
Sportlehrkräfte unterrichten auch die Kernfächer Deutsch, Mathematik und Englisch. Events und Aktionen werden unter- und miteinander abgestimmt.
Impressionen:
Lesen Sie auch den Artikel im Main-Echo unter: https://www.main-echo.de/sport/handball/erste-weiche-in-richtung-leistungssport-gestellt-art-8467022
Deutsch-italienisches Wiedersehen in Erlenbach
Erasmus+-Programm am Hermann-Staudinger-Gymnasium
Nur wenige Wochen ist es her, dass sich acht Schüler und zwei Lehrer im Rahmen von Erasmus+ kofinanziert von der europäischen Union auf den Weg nach Viterbo in Italien gemacht hatten, um sich dort zusammen mit der Delegation aus Frankreich und Spanien über Kulturen, Traditionen und Geschichte auszutauschen. Schnell waren dort Freundschaften entstanden und die deutschen Schüler schwärmen immer noch von der italienischen Gastfreundschaft. Ganz im Gegensatz dazu stand die Ernüchterung hinsichtlich der räumlichen Gegebenheiten an der italienischen Partnerschule und den Schülern war schnell klar geworden, welch ein Glück es ist, in einem neu renovierten Schulhaus mit modernster Ausstattung unterrichtet zu werden. So blickten die HSG-Schüler ungeduldig der Ankunft der italienischen Delegation entgegen. Zum einen, um die neuen Freundschaften weiter zu pflegen und sich für die erfahrene Gastfreundschaft zu revanchieren, zum anderen aber auch, um voller Stolz die eigene Schule mit all ihren Möglichkeiten zu präsentieren.
So war auch einer der ersten Programmpunkte in Deutschland eine liebevoll vorbereitete Schulhausführung, bei der die deutschen Schüler auch das deutsche beziehungsweise bayerische Schulsystem erklärten. Danach schwelgten die Schüler in Erinnerungen, ließen den Aufenthalt in Italien Revue passieren und hielten Erinnerungen und Begebenheiten in Postern und digitalen Quizzes fest.
An den folgenden Tagen ging es dann darum, die Region und ihre Geschichte kennenzulernen. Natürlich darf da der Besuch einer der zahlreichen Burgen der Gegend nicht fehlen und auch das typische deutsche Fachwerk ist eine Führung wert. Kombiniert wurde beides in Wertheim, wo die Schüler im Glasmuseum zudem in die Kunst des Glasblasens eingewiesen wurden und so gleich ihr eigenes Souvenir in Form einer selbst geblasenen Glaskugel erhielten. Besichtigt wurde auch die Bezirkshauptstadt Würzburg mit der Residenz. Begeistert und stolz erfuhren die italienischen Schüler hier, dass es ein Landsmann war, der das berühmte Deckengemälde gestaltete. Abgeschlossen wurde das ″regionale Programm″ mit einer interaktiven Stadtrallye in Miltenberg. Dazwischen gab es genug Zeit, das Leben eines typischen bayerischen Schülers kennenzulernen. Hierzu gehört natürlich die Teilnahme am Unterricht, aber auch gemeinsame Freizeit- und Sportaktivitäten und zwischendurch immer wieder angeleitete Aktivitäten zur Sprachaktivierung. Denn Kommunikation ist ja das Wichtigste bei einer internationalen Jugendbegegnung. Einmal mehr lernten die Jugendlichen, wie unabdinglich es zum einen ist, Fremdsprachen zu lernen, dass es aber zum anderen nicht auf sprachliche Perfektion ankommt. So fiel es den italienischen Gästen auch nicht schwer, sich beim bunten Treiben im Rahmen der großen Faschingsfeier des HSG am Donnerstagabend zu integrieren.
Nach einer erfüllten Woche fiel der Abschied schwer und so wurde gleich zweimal gefeiert – einmal zusammen mit allen Eltern beim gemeinsamen Abschlussabend und einmal bei einem Abschlussbrunch, bei dem die deutschen und italienischen Schüler unter sich noch einmal die Woche Revue passieren ließen. Am Bahnhof in Aschaffenburg floss dann die eine oder andere Träne in der Hoffnung, dass man sich bald wieder trifft.
Quebec
Schüleraustausch in Quebec
Wer weiß schon, dass unser schönes Bayern verschwistert ist, und zwar mit der französischsprachigen Region Kanadas, Quebec. Diese Freundschaft zwischen zwei so entfernten Regionen wird nun für zwei 10. Klässler erlebbar gemacht: Taya, Schülerin am HSG empfängt für einen Aufenthalt von drei Monaten den jungen Kanadier Alexandre: „Ich habe mich zwei Jahre lang auf diesen Austausch vorbereitet und musste immer Samstags in Deutschkurse des Goethe-Instituts gehen, weil ich in der Schule kein Deutsch als Fach hatte“.
Taya ihrerseits lernt seit ihrer Kindheit Französisch und ist seit der 5. Klasse von Quebec begeistert: „Ich freue mich schon auf die Leute dort, die Sprachvariante , die Kälte (Januar bis April 2025) und auch auf den Wintersport!“ So muss sie sich dort an den neuen Akzent im Französischen gewöhnen und an den anderen Schulrhythmus. Auch die musische Seite der beiden soll nicht zu kurz kommen: Alexandre hat fleißig Saxophon in der Schulband mit geprobt, Taya wird dort das Schulorchester mit ihrem Kontrabass unterstützen.
Bis dato haben zwar die Vertretungen Quebecs in München und die deutsche Delegation in Quebec noch keinen offiziellen traditionellen Schüleraustausch ermöglicht, doch vielleicht ermutigt sie der Erfolg dieses ganz privat organisierten Austauschs dazu, solche Programme demnächst offiziell anzubieten. Wünschenswert wäre das allemal.
