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Schneller, höher und vor allem weiter!

Das Mausefallenprojekt der 9. Jahrgangsstufe

Mausefallen 2020 1

Schneller, höher – aber auch weiter?

Eine Mausefalle, zwei Schüler*innen, ein Auftrag.

Es ist inzwischen eine Tradition – jährlich findet in der neunten Jahrgangsstufe das Mausefallenprojekt statt. Bei diesem bekommen die Schüler*innen des NTG-Zweigs die Aufgabe, ein Objekt allein mit der Spannenergie einer einzigen Mausefalle möglichst weit zu befördern, nur die zurückgelegte Strecke zählt. Anders als im letzten Jahr war es jedoch nicht erlaubt, andere Energiequellen, wie beispielsweise Gummibänder oder Federn, zur Verstärkung zu verwenden.

Kaum war der Auftrag erteilt, entflammten in den Zweier- beziehungsweise Dreierteams Diskussionen darüber, was man bauen könnte. Einen Helikopter, ein Boot oder doch das klassische Mausefallenauto – der Fantasie waren nur praktisch gesehen Grenzen gesetzt. Aufgrund der geringen Effizienz oder der Unrealisierbarkeit wurden die meisten außergewöhnlichen Ideen wieder verworfen.

Letztendlich hatte ein Teil von uns zu Beginn der Bauphase, der Part auf den wir uns alle freuten, schon einen richtig guten Plan, sie wussten genau, wie sie, in unserem Fall, ihr Auto beziehungsweise ihre Schleuder aufbauen und welche Materialen sie benutzen wollen – der Andere hat ehr spontan losgebaut. Dabei musste man auf verschiedene, im Unterricht behandelte, physikalische Phänomene zurückgreifen, wie beispielsweise die Goldene Regel der Mechanik, Beschleunigung oder das Drehmoment. Aufgrund dieser Aspekte setze ein Team auf eine Übersetzung, ein Anderes auf eine leichte Bauart und wieder ein Anders auf möglichst wenig Reibung.

Natürlich hat nicht alles beim ersten Versuch funktioniert. Über Wochen wurden die Konstruktionen ausprobiet, nicht immer nur verbessert und wieder ausprobiert. Am häufigsten mussten defekte Mausefallen erneuert werden, mal ist ein Stück Holz gebrochen oder ein Rad abgefallen ist. Besonders ärgerlich war es, als Autos gegen eine Wand gefahren und kaputt gegangen sind. Oft rollten diese nicht gerade oder blieben einfach stehen. Auch bei den Schleudern mussten Veränderungen vorgenommen werden, um das Objekt in eine möglichst ideale Flugbahn zu befördern.

Aufgrund der Tatsache, dass keine Schleuder ansatzweise die 15 Meter, die man für eine Eins benötigte, erreichte, wurde die Distanz für die Schleudern verringert. Insgesamt fuhren zwei Autos mehr als 15 Meter.

Zu dem Projekt gehörte auch die Präsentation der Konstruktion, dabei mussten die physikalischen Grundlagen, das Baukonzept, Optimierungsideen und ein Kaufgrund beziehungsweise Anwendungsvorschlag dargelegt werden. Hierbei wurde das Bringen eines Gegenstandes, Auslösen einer Kettenreaktion zum Einschenken von Wasser, oder eine Attraktion im Freizeitpark genannt.

Eine Klasse beendete das Projekt im Februar, die andere wird es aufgrund von COVID-19 dieses Jahr leider nicht mehr fertigstellen können.

Kettenreaktion Mausefallenauto: https://youtu.be/HP2kWRRDUYI

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Die beiden Gewinnerinnen Vera Schuhmann und Lilli Wendenkampf mit ihrem Mausefallenauto

 

Elektronik-AG

Wer kann mitmachen und was wird gemacht?

Alle Daniel Düsentriebs unter euch, die gerne basteln, tüfteln und Freude am Ausprobieren haben, sind in der Elektronik-AG genau richtig! Hier werden verrückte, praktische und neue Dinge erfunden oder nachgebaut - und so lange daran herumgelötet, bis sie funktionieren. Natürlich werden aber auch theoretische Hintergründe beleuchtet und mit den Lehrern besprochen: Die Schüler erlernen Grundlagen im Umgang mit elektrischen Bauteilen und basteln eigene Schaltungen. Im Fortgeschrittenenkurs stehen dann die Wünsche der Teilnehmer im Vordergrund.

Wer ist verantwortlich?

Am Anfang des Schuljahres bekommen alle Schüler eine Übersichtsliste mit Angeboten für den Wahlunterricht. Bei Interesse wendet ihr euch bitte direkt an Herrn Reiser. 

Wann und wo wird gebastelt?

Die Elektronik-AG trifft sich immer nachmittags - ja nach Stundenplan wird den Schülern auf der oben genannten Übersichtsliste am Anfang des Schuljahres ein Termin bekanntgegeben.

Hier eine kleine Auswahl an Dingen, die wir in der Elektronik-AG gebaut haben: 

Die beeindruckenden Ergebnisse zeigen, dass dieser Kurs eine wertvolle Bereicherung im Angebot des HSG darstellt. Vielen Dank an die „Freunde des HSG“, die den Kauf der Experimentierschaltungen und Bausätze großzügig unterstützen!

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Wie erstellt man ein Drahtbügelmodell aus Abfall-Elektroleitungen? 

 

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Wie baut man eine LED-Taschenlampe, die mit nur einer Batterie betrieben wird? 

 

 

HSG goes Cosmic

von Lenny Elter

Physik Cosmic Dez18.geaendert

Am vergangenen Donnerstag veranstaltete die Fachschaft Physik, insbesondere durch die Organisation von Andreas Reiser, Physiklehrer, zusammen mit vier Referenten von der Universität Würzburg den Cosmic Day. Ihr Ziel war es den Klassen 9a und b kosmische Strahlung näherzubringen, indem die Schüler zum Beispiel verschiedene Experimente eigenständig durchführen durften.

Als Einstieg gab es für beide Klassen einen einstündigen und interessanten Vortrag über kosmische Strahlung generell. Hierbei wurde verständlich,aber dennoch ausführlich erläutert, wie kosmische Teilchen aufgebaut sind und wie sie sich in unserer Atmosphäre verhalten.

Anschließend ging es um 10:30 Uhr mit dem praktischen Teil des Tages weiter. Jetzt durften die Klassen jeweils zwei Experimente durchführen. Während die eine Klasse das Nebelkammerexperiment begann, durfte die andere Klasse zeitgleich mit der Szintillatorenmessung beginnen.

Physik Cosmicday Dez18.geaendert

Bei dem Nebelkammerexperiment sollten die Schüler zuerst eine rechteckige Holzschale, die innen mit Styropor verkleidet war, mit Trockeneis füllen. Danach eine schwarze Metallplatte darauf legen und ein Filztuch mit reinem Alkohol (Isopropanol) tränken. Dieses Tuch sollte dann mit kleinen Magneten an dem Deckel einer durchsichtigen Kunststoffbox befestigt werden. Die Box wurde anschließend mit der offenen Seite auf die mittlerweile sehr kalte schwarze Metallplatte gestellt und auf die Ränder wurde noch etwas Isopropanol gegeben, um das Ganze luftdicht abzuschließen. Nun wurde das Licht ausgeschaltet und das Experiment mit einer Taschenlampe beobachtet. Man konnte dann bei manchen einen leichten Nebel erkennen. In diesem Nebel waren dann leuchtende Fäden zu sehen und so konnte die kosmische Strahlung sichtbar gemacht werden.

Für das Experiment der Szintillatorenmessung sind die Refernten extra mit viel Gepäck angereist, denn die Schüler benötigten einen Laptop, zwei Detektoren und einen Zähler. Der Versuch lief nämlich wie folgt: Die drei Elemente des Versuchs wurden mit Kabeln verbunden und auf dem Laptop lief eine spezielle Software. Die kosmische Strahlung wurde nun von den zwei Detektoren erfasst und der Zähler zählte die einzelnen Teilchen und auf dem Computer sah man ein Diagramm. Durch diesen Versuch wurde schön verdeutlicht, dass sich kosmische Strahlung überall befindet und sich sehr viele verschiedene Teilchen durch den Raum bewegen.

Physik Cosmic dunkel.geaendert