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Es lebe der Sport!

Ein Besuch an der Deutschen Sporthochschule und im Deutschen Sport- und Olympiamuseum Köln

Von Christian Ruft

Latein Sport PSem Feb20

Früh aufstehen hieß es am 13. Februar für 43 Schüler*innen der Q11 und Q12. Bereits um 7.00 Uhr startete der Bus für eine Tagesexkursion in Richtung Köln. Vier verschiedene Kurse (P-Seminar Latein, P-Seminar Sport, Sport-Theorie Q11, Sport-Theorie Q12) hatten sich unter Federführung des P-Seminars Latein für diesen Ausflug zusammengetan, der ganz im Zeichen des Sports stand. Erste Station war die Deutsche Sporthochschule Köln (SpoHo), die einzige Universität in Deutschland, an der ausschließlich sportbezogene Studiengänge angeboten werden. Aktuell sind dort ca. 6.100 Studierende aus ca. 85 Ländern eingeschrieben. Im Rahmen der Studien- und Berufsorientierung informierten sich unsere Schüler*innen über die verschiedenen Studienmöglichkeiten an der SpoHo. Neben den verschiedenen Lehramtsstudiengängen werden fünf sportwissenschaftliche Bachelor-Studiengänge angeboten, wie z. B. Sportjournalismus oder Sportmanagement und Sportkommunikation. Die Referentin der zentralen Studienberatung machte auch den Unterschied zwischen den beiden Studienrichtungen deutlich: Während ein Lehramtsstudium von Anfang an auf den Beruf „Lehrer“ ausgerichtet sei, handle es sich bei einem Bachelor-Studium um ein „Prozess-Studium“, an dessen Ende ganz verschiedene Berufe stehen können, abhängig von den Interessen, Qualifikationen und Erfahrungen der Studenten. Aufnahmevoraussetzung für ein Studium an der SpoHo ist eine umfangreiche Sporteignungsprüfung, über deren Einzelheiten eine Studentin eindrucksvoll berichtete. So müssen die Kandidaten nicht nur ihr Können in der Leichtathletik unter Beweis stellen, sondern auch ihre Fähigkeiten im Turnen, Schwimmen, Mannschaftsspiel, Rückschlagspiel und im Ausdauerbereich demonstrieren. Wer all das erfolgreich absolviert hat, wird zum Studium zugelassen.

Nach dem Mittagessen in der Mensa der SpoHo stand ein Besuch im Deutschen Sport- und Olympiamuseum auf dem Programm. Dabei tauchten die Schüler in fast 3.000 Jahre Sportgeschichte zwischen Antike und Moderne ein und konnten die emotionale Bandbreite des Sports erleben, indem sie entweder an der Basisführung durch die Ausstellung oder an der Themenführung „Herkules und Fußballgott – Sport und Religion“ teilnahmen. Besonders bei der Themenführung wurden die Anfänge der olympischen Spiele und ihr mythischer Hintergrund näher beleuchtet. Die Schüler*innen konnten dabei sehen, dass es zwischen antikem und modernem Sport enge Berührungspunkte gibt. Neben der Theorie kam aber auch die Praxis nicht zu kurz: Die Schüler*innen hatten ausreichend Gelegenheit, selbst sportlich aktiv zu werden, sei es mit „Leibesübungen“ nach Turnvater Jahn, dem der griechischen Antike entlehnten Standweitsprung oder der Fahrt auf einem Rennrad im Windkanal, dem allseits beliebten Tischkicker oder der legendären Torwand aus dem „Aktuellen Sportstudio“.

Nach so viel Input durften die Schüler*innen im Anschluss auf eigene Faust die Innenstadt von Köln erkunden. Glücklicherweise hatte der „Wettergott“ ein Einsehen und ließ in dieser Zeit die Sonne scheinen, während es am Vormittag teilweise noch heftig geregnet hatte. Und so konnten die Schüler*innen gegen Abend reich an neuen Eindrücken und gut gelaunt die Heimreise antreten. Um 21.00 Uhr ging eine lange, aber erlebnisreiche Fahrt zu Ende.

 

Das 1. Römerfest am HSG

von Christian Ruft

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Aus Sicht der Fachschaft Latein fand das Highlight des Jahres schon gleich nach den Sommerferien statt. Die Schüler eines P-Seminars hatten sich die Organisation und Durchführung eines Römerfestes zum Ziel gesetzt. In einer etwa neunmonatigen intensiven Planungsphase wurden Ideen zusammengetragen, diskutiert und auf ihre Realisierbarkeit hin überprüft. Anfangs wurde ein kleines Fest im Rahmen eines Projekttages ins Auge gefasst. Mit der Zeit griffen die Ideen aber immer weiter aus und man entschied sich, außerschulische Partner mit ins Boot zu holen, die mit ihrem Knowhow einen wertvollen Beitrag zum Gelingen des Projekts leisteten. Allen voran sei dem Römerverein in Obernburg mit seinem Vorsitzenden Eric Erfurth gedankt, ohne dessen intensive Unterstützung das Fest nicht möglich gewesen wäre. Die Kinopassage Erlenbach veranstaltete begleitend zu unserem Fest das 2. Römerfilm-Festival und zeigte ein ganzes Wochenende lang verschiedene Filme und Reportagen über die alten Römer, verbunden mit Werbung für unser Event. Auch der Betreiberin unserer Schulmensa, Frau Becker, sei herzlich gedankt: zusammen mit Schülern des P-Seminars zauberte sie wahrhafte Leckerbissen nach original römischen Rezepten. Daneben wurden wir noch von vielen anderen Helfern unterstützt, die an dieser Stelle nicht alle genannt werden können. Allen gilt unser herzlichster Dank für ihre Mithilfe. Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Mit ca. 500 Besuchern war das Fest ein voller Erfolg. Am Ende konnte sogar ein kleiner Gewinn erwirtschaftet werden, von dem der größte Teil an den Aschaffenburger Verein Grenzenlos e.V. gespendet wurde. Die folgenden Berichte sind von Schülern des P-Seminars verfasst und geben einen Überblick über das Fest bzw. einen Einblick hinter die Kulissen.

 

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