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Ran an die Tapete...

von Karin Lange

Die nachhaltigen Tapeten-Einbände der SMV gehen in die zweite Runde

Eigentlich war es die Idee von StR Hohm, dem Leiter der lernmittelfreien Bibliothek. Er war es leid zuzusehen, wie schnell neue Schulbücher Gebrauchsspuren aufweisen und in viel zu kurzer Zeit unansehnlich oder gar unbrauchbar werden. Ein Grund dafür ist die teilweise sehr maue Einbindemoral der Schüler*innen. Oder soll man lieber sagen – der Eltern? - Denn an wem bleibt den meistens das lästige Einbinden hängen? - Doch meist an den Müttern, die unter anderem deswegen dem Schulanfang alljährlich mit Bauchschmerzen entgegensehen. So entstand die Idee, eine Schülerhilfe - oder soll man eher sagen „Mütterhilfe“ - der ganz anderen Art anzubieten. Die SMV rief im letzten Jahr dazu auf, Tapetenreste zu sammeln und im SMV- Zimmer abzuliefern. Daraus sollten nachhaltige Bucheinbände entstehen. Nachhaltig waren nicht nur die Bucheinbände – tatsächlich konnten viele der im letzten Jahr eingebundenen Bücher ihr Tapetenkleid dieses Jahr noch behalten – nachhaltig war auch die Tapetensammlung an sich. Auch nach der diesjährigen Einbindeaktion sind immer noch Tapeten übrig.

Also machten sich zu Schuljahresbeginn die SMVler*innen erneut ans Einbinden. Eine Woche lang wurden in den Pausen Taschen mit einzubindenen Büchern entgegengenommen und nach Schulschluss liebevoll eingebunden und mit den eigens kreiierten umweltfreundlichen SMV-Aufklebern versehen.

 SMV HSG goes green

Und auch in diesem Jahr wurde bereitwillig für den wertvollen Dienst gespendet. 185 € kamen zusammen und diese sollen laut SMV-Beschluss dafür verwendet werden, die Idee der Nachhaltigkeit am HSG voranzutreiben. „Natürlich können wir mit dem Geld irgendeine Organisation unterstützen, aber eigentlich ist es doch schöner, wenn die Schüler*innen am HSG sehen, dass sie mithelfen, ihre Schule besser zu machen,“ so Schülersprecher Mohamed Missaoui. Ideen hat die SMV viele, Priorität soll zunächst die möglichst flächendeckende Verwendung von Brotdosen und Wachstüchern haben. So soll die Reduzierung von Plastikverpackungen auch in der Mensa und den Schultaschen Einzug halten, nachdem nun schon die Plastik- immer mehr den Tapeteneinbänden weichen. Die SMV hofft, mit ihren Aktionen ein Zeichen zu setzen und immer mehr Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern für das Thema Nachhaltigkeit zu begeistern.

Ran an die Tapete

 

Einbinden der Schulfamilie

von Karin Lange

 

Riesengroßen Erfolg hatte der Bücher-Einbinde-Service am HSG Erlenbach. Zwar hatten die SMV‘lerInnen in den ersten beiden Schulwochen im wahrsten Sinnes des Wortes alle Hände voll zu tun, weil an die 700 Bücher im SMV zum Einbinden vorbeigebracht wurden. Dafür kam aber auch eine beachtliche Spendensumme zusammen: 700 Euro konnten die SchülerInnen den Damen der HSG Mensa überreichen.

Schon vor dem Corona Lockdown hatten Frau Becker und ihr Team schwer zu kämpfen, da sie durch den Umbau des Erlenbacher Gymnasiums immer neue Herausforderungen meistern mussten. Dass die Corona-Zeit eine zusätzliche Durststrecke bedeuten würde, in einer Zeit, in der man eigentlich endlich wieder die renovierten Mensaräume nutzen hätte können, war klar. Die SMV wollte deswegen die schwer gebeutelte Mensa unterstützen. Dass sie damit nicht alleine stand, zeigt der hohe Spendenbetrag. Frau Becker ist gerührt: ″Was mich am meisten beeindruckt, ist der Zusammenhalt und die Loyalität der Schulfamilie.″ Und so war es für sie auch selbstverständlich, die SMV bei ihren Einsätzen mit Köstlichkeiten aus der Mensa zu versorgen.

Wie beliebt Frau Becker und ihr Team und natürlich ihr Essen ist, sieht man an den vielen teilweise sehr hohen Spenden, die bei der SMV eingingen – in vielen Fällen sogar ohne Gegenleistung in Form von eingebundenen Büchern. ″Da weiß man, wofür es sich zu kämpfen lohnt.″ Und Frau Becker weiß auch, dass sie sich in diesem Kampf auf ihre ″Damen″ verlassen kann. Deswegen wird die Spende auch im Team aufgeteilt.

HSG goes green – Einbindeaktion der SMV am HSG ein Riesenerfolg

von Finja und Karin Lange

 

 

Wer kennt ihn nicht, den Stress, den uneingebundene Schulbücher auslösen? Von einem Tag auf den nächsten müssen schnell zehn Bücher eingebunden werden, denn als Vertreter der zweiten Hälfte im Alphabet…  - die Schüler wissen, wie das abläuft. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst und wer zuletzt kommt, muss halt einbinden.

Und welcher Einband ist der Beste? Der vorgefertigte, der auf alle Bücher zu passen scheint, am Ende dann aber doch nie die richtige Größe hat? Oder eben doch der selbstgemachte, mit dem das Buch aber leider nicht mehr zugeht? Und überhaupt – Buch selbst einbinden? Da geht der Durchschnittsschüler lieber ein Jahr ohne Einband in die Schule, bevor er jede Stunde so ein buntes, auffälliges, oberpeinliches Mathebuch dabei hat.

Dieses Jahr ist das anders. Der bunte, selbstgemachte Tapeteneinband wird schon diese Woche überall am HSG zu sehen sein.

Die Idee, einen Einbindeservice anzubieten, kam ursprünglich von StR David Hohm, dem Verantwortlichen für die lehrmittelfreie Bibliothek, der zunehmend genervt war vom Zustand der (uneingebundenen) Schülerbücher, die unbeschadet kaum noch ein Schuljahr überstehen. Die SMV griff die Idee am Ende des letzten Schuljahres auf und mehrere Fliegen sollten so mit einer Klappe geschlagen werden: die Zahl der eingebunden Bücher steigern, die der umweltunfreundlichen Plastikeinbände reduzieren und zugleich Solidarität mit der Schulfamilie zeigen. Der Erlös der Aktion soll nämlich der Schulmensa unter Leitung von Annette Becker zugute kommen, die in der Corona-Krise massive Einbußen zu verzeichnen hatte.

So wurden die Schüler und Schülerinnen aufgefordert, Tapetenreste mitzubringen und schnell war klar, dass die Idee auf fruchtbaren Boden fallen könnte. Trotzdem ahnten die SMV‘ler nicht, dass die Berge von Tapetenresten, die sich schon bald im SMV-Zimmer türmten, vollkommen aufgebraucht würden. An die 700 Bücher banden die SMV‘ler und die Verbindungslehrer Christian Iberle und Karin Lange ein. I-Tüpfelchen bildete das eigens von Louis Rachor und Fabian Lange kreierte Etikett mit dem „HSG goes green“-Logo.

„Wir hätten nie gedacht, dass die Idee so gut angenommen würde,“ freuen sich die Schülersprecher Hannah Winter, Theo Reichold und Mohammed Missaoui. „Wir wollen die Aktion im nächsten Jahr unbedingt wiederholen. Und wenn es der Mensa bis dahin besser geht, finden wir sicher eine andere Organisation, die wir so unterstützen können.“

Und zumindest die Mütter werden es der SMV danken...