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SANTO steht für Schüler- Akademie für Naturwissenschaften und Technik in der Oberstufe.

Das Projekt Santo wird am HSG regelmäßig als Seminar angeboten. Im Mittelpunkt steht die Arbeitswelt von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern. Durch Praktika in regionalen Unternehmen und an der Hochschule Aschaffenburg können praxisnahe Einblicke in die naturwissenschaftlich-technische Ausbildung, Studium und Beruf ermöglicht werden.

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Praktikum in Zeiten von Corona

von Pascal Weisenberger

physik reis santo brett

 

Durch Corona fällt alles aus! Diese Weisheit mussten wir auch in unserem P-Seminar erkennen, denn unser geplanten Praktika wurden wie die meisten Veranstaltungen aufgrund der Pandemiebeschränkungen abgesagt. Dass wir aber trotzdem nicht ganz auf ein Praktikum verzichten mussten, verdanken wir dem Walter-Reis-Institut, das für uns, die Betroffenen, einen kleinen Workshop organisiert hat.

So machten sich sechs Teilnehmer des P-Seminars SANTO noch im Ferienmodus drei Tage vor Schulbeginn auf den Weg nach Obernburg (eine Person war noch im Urlaub) in das Walter-Reis-Institut. Dort wurden wir, natürlich mit Abstand und Mundschutz, empfangen und bekamen einen kurzen Überblick, was uns im Workshop erwartet.

Die Aufgabe bestand darin, ein LED-Backlight-Panel zu erstellen. Dafür bekamen wir zuerst die Aufgabe, ein Teil des Gestells am Computer mit einer Zeichensoftware am Computer erstellen, wobei uns Schritt für Schritt erklärt wurde, wie das Programm funktioniert und wir vorzugeben haben.

Die im Computer skizzierte Grafik überspielten wir dann mithilfe eines Laserschneiders, welcher Holzbretter millimetergenau ausschneiden kann, sodass wir ein perfekt genormtes Bauteil erhielten.

Danach galt es, das ausgeschnittene Holzstück mit den restlichen Bestandteilen, die uns zur Verfügung gestellt wurden, zusammenzukleben.

Während das Gestell trocknete machten wir uns an die Elektronik des Panels. Dafür bekamen wir einen kurzen Exkurs in Elektrotechnik und mussten die Kabel zwischen LED-Streifen und Netzstecker verlöten, wobei uns die zwei Referenten genauestens erklärten, was wir zu machen hatten, ohne dass wir uns am Lötkolben verbrennen oder die Lötstelle wieder bricht.

Schnell noch das gelötete Kabel am Rest angebracht, war unser LED-Board zusammengebaut. Allerdings mussten wir feststellen, dass es beim Anschließen am Strom immer noch nicht leuchtete, da der mit dem LED-Streifen verbundene Minicomputer noch nicht wusste, dass er die LEDs erst anschalten sollte. Und selbst wenn, hätten wir noch nicht die Farben ändern oder ein bestimmtes Muster erzeugen lassen können. Demzufolge mussten wir also das Board noch am Computer programmieren.

Die Referenten gaben uns also eine Einführung im C-Programmieren, sodass es uns möglich war, die LEDs nun doch zum Leuchten zu bringen.

Nach einem halben Tag hatten wir es dann geschafft und unser LED-Board war fertiggestellt.

Somit konnten wir ein vollfunktionsfähiges LED-Panel mit nach Hause nehmen und uns nach sechswöchiger Abstinenz anhand eines spannenden Workshops wieder an das Schulleben, das drei Tage später begann, gewöhnen.

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SANTO - was issń des?

von Marielene Link und Matthias Daniel

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Es handelt sich hierbei um die Schüler-Akademie für Naturwissenschaften und Technik in der Oberstufe, die den Rahmen für unser P-Seminar im allwissenden Fach Physik bildet.

In unserem Seminar hatte jeder Schüler die Möglichkeit, im Frühjahr 2019 ein Praktikum in einer regionalen Firma mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt zu absolvieren. Das Spektrum an zur Auswahl stehenden Bereichen war breit gefächert: vom Programmieren von Arduinos (Microcontroller) bis hin zum Erstellen von pneumatischen Schaltungen. Wo wir auch schon bei unserem Aufgabenbereich wären.

Die Mainsite ermöglichte uns Zweien, einen Einblick in die VPS (Verbindungsprogrammierte Steuerung) und SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung) zu gewinnen. Dabei erstellten wir Schaltungen mit Wegeventilen zur indirekten Ansteuerung von Zylindern mithilfe von Druckluft. Dies wurde im Laufe des Praktikums durch die elektrische Pneumatik erweitert: Die Ventile wurden nun nicht mehr durch Druckluft, sondern durch die elektrostatischen Kräfte von Magnetfeldern geschaltet. Diese magischen Felder erzeugt das Ventil, indem elektrischer Strom durch eine in den Ventilen eingebaute Spule fließt.

Weiterhin befassten wir uns am letzten Tag noch mit der Programmierung einer pneumatischen Biegevorrichtung via „STEP 7“. Durch die Programmierung von einigen Abläufen konnte die Biegung eines Metallstücks durch Knopfdruck ganz automatisiert ablaufen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

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Was bringt einem das jetzt aber alles?

Anwendungen dieser sogenannten Automatisierungstechnik findet man heutzutage überall und begegnet uns immer wieder im Alltag: Egal ob beim Öffnen von Bustüren, bei Fließbandarbeiten in jeglichen Industriebereichen oder sogar im medizinischen Sektor bei der Verwendung von Blutdruckmessgeräten - um einmal nur ein paar wenige Beispiele zu nennen!