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Aktivitäten im Schuljahr 2019/2020

Die Küche der Römer erleben

von Christian Ruft

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60 Lateinschüler*innen der 6. Klassen verwandelten am Donnerstag zwei Klassenzimmer in eine große Küche. Nachdem die Schüler*innen im Unterricht schon einiges über römisches Essen erfahren und entsprechende Vokabeln gelernt hatten, durften sie nun unter Anleitung von Frau Hohm, Frau Ehser und Herrn Ruft selbst aktiv werden. An verschiedenen Stationen konnten sie sich als Köche und Köchinnen betätigen und nach Originalrezepten römische Speisen zubereiten. Trotz der improvisierten Küche stand am Ende doch eine beachtliche Auswahl an Speisen auf dem Tisch. Zu den selbst hergestellten Römerbrötchen (libum) gab es zwei Aufstriche zur Auswahl: moretum, bestehend aus Frischkäse, Schafskäse, diversen Gewürzen und reichlich Knoblauch sowie eine Pasta de olivis, ein Aufstrich aus gehackten, in Öl eingelegten Oliven. Dazu wurden Käse, Obst und Nüsse gereicht. Als Nachspeise gab es schließlich in Olivenöl ausgebackene Quarkbällchen mit Honig. Während die einen eifrig mit der Herstellung der Aufstriche und des Teigs für die Brötchen beschäftigt waren, bauten die anderen ein Triclinium auf, um die Speisen schließlich wie die alten Römer verzehren zu können.

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Wieder andere setzten sich an Infoständen mit dem Ablauf eines Festmahls, den Tischsitten und Nahrungsmitteln der Römer auseinander und erstellten Plakate. Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen und die Brötchen in der Mensa aufgebacken waren, konnte die Cena beginnen. Die Schüler*innen ließen sich die selbst zubereiteten Speisen schmecken und bekamen einen realistischen Eindruck von der Kochkunst der alten Römer. Im Triclinium wurden die in römische Gewänder gehüllten Schüler*innen standesgemäß von einer „Sklavin“ bedient. Im Nu waren die zwei Schulstunden vorüber und die Schüler*innen um einige Eindrücke reicher.

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Aktivitäten im Schuljahr 2018/2019

Trier 2.0 reloaded

von Christian Ruft

Trier 2.0: Vom 29.04. bis 01.05. fand die zweite Auflage der Trierfahrt statt. Neben der Besichtigung der Römerbauten in Trier standen auch Erlebnisführungen und jede Menge Spaß auf dem Programm. Am letzten Tag ging es in die Villa Borg, eine reskonstruierte Römervilla unweit von Trier. Dort konnten die Schüler nach römischen Rezepten Brot backen und sich anschließend in der Taberna einen Eindruck von der römischen Esskultur verschaffen. Ein Legionär berichtete von seinem Alltag in der römischen Armee und der Immobilienmakler Gaius Marcus Immobilius versuchte, die Villa an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Leider ohne Erfolg - das nötige Kleingeld fehlte!

Erfahrungsbericht von Salome Abb (8a) und Carla Hartig (8b)

"Als wir montags mit 34 Schülern und drei Lehrern in Trier ankamen, hatten wir zunächst eine sehr interessante Stadtführung von Herrn Ruft. Dienstags besuchten wir das Landesmuseum Trier und hatten am Nachmittag eine Erlebnisführung in der Porta Nigra und am Mittwoch, der zugleich der Abreisetag war, waren wir zum krönenden Abschluss einer tollen Klassenfahrt in der Villa Borg.

Gleich der erste Tag sorgte mit den Kaiserthermen, die in der Antike die größte Thermenanlage nördlich der Alpen waren, für ein Highlight, weil wir in den unter der Erde liegenden Katakomben Fangen spielten.

Am nächsten Tag hatten wir eine Erlebnisführung in der Porta Nigra. Besonders gut war hierbei, dass wir mit eingebunden waren und so das Schauspiel hautnah verfolgen konnten. Am gleichen Abend grillten wir im Hinterhof der Jugendherberge. Am schönsten dabei war das Zusammensitzen am Lagerfeuer mit unseren Mitschülern und Lehrern.

Am dritten und somit letzten Tag fuhren wir zur Villa Borg. In der dortigen Backstube lernten wir Backen wie zu Zeiten der Römer. Alles in allem war es eine erlebnisreiche und tolle Klassenfahrt."

 

Hier Eindrücke von der Trierfahrt der Lateinklassen der 8. Jahrgangsstufe:

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Alt neu gedacht

von Christian Ruft

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Getreu dem Motto "Dabei sein ist alles!" setzten sich am vergangenen Freitag wagemutige Schülerinnen und Schüler des Oberstufenkurses Latein mit den Aufgaben des diesjährigen Landeswettbewerbs Alte Sprachen auseinander. In einer dreistündigen Klausur mussten sie zunächst einen lateinischen Text (ca. 200 Wörter) übersetzen und sich dann mit kniffligen Aufgaben beschäftigen, bei denen die Schüler sprachliches, historisches und kulturelles Wissen geschickt miteinander kombinieren mussten. So fördert der Wettbewerb die kreative Auseinandersetzung mit den geistigen Grundlagen Europas, führt die Schüler an die Wurzeln der abendländischen Geistesgeschichte heran und vermittelt ein tieferes Verständnis der Gegenwart.

Die 50 besten Teilnehmer dürfen im Oktober an der zweiten Runde teilnehmen. Die 10 Sieger dieser Runde werden dann zum einem Colloquium eingeladen und in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen. Zudem erhalten alle Teilnehmer der zweiten und dritten Runde attraktive Geld- und Buchpreise.

Nun heißt es Daumen drücken. Vielleicht ist Fortuna unseren Teilnehmern wohl gesonnen und sie können in die nächste Runde einziehen... Aber auch, wenn es damit nichts wird, sind die Schüler doch um eine interessante Erfahrung reicher geworden.

 

Mühle mal anders

von Melanie Ebert

Wer kennt nicht das gute alte Mühlespiel? Anders als heute, wo man ein sperriges Brett aus dem Wohnzimmerschrank hervorkramen und die Mühlesteine mühsam aus den Sofaritzen zusammensuchen muss, hatten es römische Kinder da meist viel einfacher: Sie besaßen oft eine sogenannte Mola rotunda („Rundmühle“), ein kleines Säckchen mit im Inneren bereits aufgemaltem Spiel-"brett", in dem gleichzeitig auch bereits die Spielsteine transportiert wurden ... quasi "Mühle to go". Für so etwas Praktisches waren die Lateinschüler der 6cd natürlich sofort zu begeistern, sodass es nach ein wenig Zeichnen, Schneiden und Stanzen schnell nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause ganz eifrig hieß: Ludamus! – Lasst uns spielen!

Mühlespiel

 

Aktivitäten im Schuljahr 2017/2018

 

HSG ante portam

von Maximilian Leisner

Ein Novum in der Geschichte des HSG: Zum ersten Mal haben Lateinschüler der 8. Klassen eine Fahrt nach Trier unternommen und sich dabei auf die Spuren der alten Römer begeben. Vier Tage lang erkundeten wir die ehemalige römische Provinz und erfuhren, wie das Leben in der Stadt und auf dem Land zur damaligen Zeit aussah.

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Angekommen in Trier durften wir uns bei einem geführten Rundgang ein erstes Bild der Stadt an der Mosel verschaffen. Die Führung endete mit einem Besuch in den angenehm kühlen Kellergewölben der Kaiserthermen. Erschöpft von den vielen Eindrücken fuhren wir danach in unsere Jugendherberge, um dort Kraft für den bevorstehenden Tag zu tanken.

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Wieder zurück durften wir am nächsten Morgen in Kleingruppen auf eigene Faust die Stadt erkunden. Ziel dabei war es, mit dem Comic-Helden „Ro-Man the Roman“ verschiedene Rätsel zu lösen, die alle mit Trierer Sehenswürdigkeiten zu tun hatten. Wer langen Atem bewies und sich durch alle 24 Rätsel durchgekämpft hatte, erhielt am Ende einen Lösungssatz. Als Belohnung für die Mühen wurden unter allen, die die richtige Lösung vorweisen konnten, attraktive Preise verlost.
Highlight des zweiten Tages war aber die Erlebnisführung „Das Geheimnis der Porta Nigra“, bei der ein Zenturio uns auf eine Zeitreise ins römische Trier mitnahm und die spannende Geschichte des Trierer Wahrzeichens anschaulich näherbrachte. Im Kellergeschoss der Porta Nigra fand die Führung in einer aufwendig inszenierten Multi-Media-Show ihren Abschluss, die den Bogen bis in die moderne Zeit spannte. Nach einem verdienten Eis in der Frühlingssonne mussten wir uns dann leider schon wieder aus Augusta Treverorum, wie die Stadt bei den Römern genannt wurde, verabschieden, denn am nächsten Tag stand ein Besuch auf einem römischen Landgut auf dem Programm.

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Die Villa Borg ist eine komplett rekonstruierte villa rustica, die auf dem Fundament echter Ruinen errichtet wurde. Hier konnten wir tief in den antiken Alltag eintauchen und römisches Landleben live erleben. Ein Sklave führte uns durch die aufwendig nachgestalteten Räume, zu denen auch ein römisches Badehaus und die berüchtigten öffentlichen Toiletten zählen. Die Führung gipfelte schließlich im Besuch der antik gestalteten Küche der Villa. In dieser durften wir nach alter Tradition mit großen steinernen Mühlen das Korn zu Mehl mahlen und panis militaris, das Brot der Legionäre backen – natürlich mit anschließender Verkostung.

Als wäre das aber noch nicht genug für den Tag, nutzten wir die Gelegenheit und fuhren ins nah gelegene Nennig. In diesem unscheinbaren Dorf wurde bereits im 19. Jahrhundert ein riesiges antikes Mosaik wiederentdeckt, das sich heute nach einer Restauration besichtigen lässt und die Größe des umliegenden ehemaligen Baus, der in Nennig stehen musste, erahnen lässt.
Nach so viel Kultur gönnten wir uns schließlich auf dem Rückweg zur Jugendherberge einen Stopp an einem Badesee und ließen in der warmen Nachmittagssonne den Tag ausklingen. Wie schnell die letzten drei Tage nur vergangen waren…

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Am Donnerstag ging es dann früh mit dem Bus zurück. Trier, du hast uns nicht zum letzten Mal gesehen!

 

Aktivitäten im Schuljahr 2016/2017

Exkursion zur Villa Haselburg und nach Vielbrunn

Die Lateinschüler der 7. Klassen haben sich erstmals zu einer Exkursion in den Odenwald aufgemacht, um dort Spuren römischen Lebens zu entdecken. Erste Station der Reise war die Villa Haselburg bei Höchst im Odenwald. Hier wurde in der Römerzeit ein großes Landgut errichtet, das die umliegenden Felder bewirtschaftete. Neben Wohn- und Wirtschaftsgebäuden gab es hier eine Thermenanlage und ein Jupiterheiligtum. Die Grundmauern dieser Gebäude sind freigelegt, sodass man einen guten Eindruck von der Größe der Anlagen bekommt. Bei einer interessanten Führung konnten die Schüler an viele bereits im Unterricht besprochenen Themen wie antikes Badewesen oder römische Götterwelt anknüpfen und erleben, dass die „alten Römer“ auch ganz normale Menschen waren.

Die zweite Station der Reise führte die Schüler zu einem rekonstruierten Limes-Wachturm bei Vielbrunn. Da der Turm in seinem damaligen Zustand komplett wieder errichtet wurde, konnten die Schüler einen Eindruck davon gewinnen, wie die römischen Grenzbefestigungen auf die wilden germanischen Nachbarn gewirkt haben müssen. Als Highlight der Tour durften die Schüler den Turm besteigen und konnten von oben die gute Aussicht bis weit hinein ins „Feindesland“ (Spessart) genießen. Mit diesen Eindrücken traten die Lateiner wieder die Heimreise an und stellten fest, dass sie in den vergangenen zwei Jahren schon Einiges gelernt haben.

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