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Von Tempolimits, Thüringen und Trockenes Brot

von Sophie Grundmann

Podium Gruppe

v.li.: Martha Kleedörfer (Linke), Niklas Wagener (Grüne), Samuel Herrmann (SPD), Markus Krebs (FDP), Jessica Klug (FW), Christoph Grosch (CSU)

Am 25.März 2020 finden wieder Kommunalwahlen in Bayern statt. Das heißt, die Bürger wählen den Bürgermeister, einen Landrat, die Gemeinde- bzw. Stadtratsmitglieder sowie die Kreisräte. Diese Wahlen finden alle sechs Jahre statt. Das Hermann-Staudinger-Gymnasium hat pünktlich vor der Frist von politischen Veranstaltungen vor einer Wahl den Schülern der Q11 und Q12 wieder die Möglichkeit gegeben, jungen Politikern aus allen Parteien -sofern diese uns einen Kandidaten gesendet haben- alle möglichen Fragen zu stellen und mit ihnen zu debattieren. Diese wurden im Sozialkundeunterricht erarbeitet. Unter den Jungpolitikern waren auch erstaunlich viele ehemalige Schülerinnen und Schüler des HSG. Vieles kreiste bei der Diskussion um das Potential der Jungen in der Politik: Vorbilder waren ein oft genannter Vorschlag, aber auch die Motivation, die Jugendliche für das „trockene Brot“ Politik zu begeistern. Die Shell-Studie spricht sich ja gerade für ein Interesse der Jugend aus, die „friday-for-future“-Demonstrationen zeigen dies. Weitere Themen waren natürlich die Vorgänge im Thüringer Landtag und die Auseinandersetzung mit populistischen Parteien. Im Kleinen ging es um die Ticketpreise von Erlenbach nach Aschaffenburg, die Zweigleisigkeit der Westfrankenbahn, das Tempolimit und das Ehrenamt an sich.

Podium Bündnis

Im Anschluss blieb den Schülern noch die Möglichkeit, einzelne Fragen an die Politiker zu stellen. Dieses Angebot haben sehr viele angenommen, was auch wieder deutlich macht, dass die Jugendlichen ein großes Interesse für die Politik zeigen.

Ein kleiner Funfact zum Schluss: Die Politiker tragen fast alle (außer der FDP) die Farben ihrer Parteien.

 

Türkischer Tee braucht vier Stück Zucker

von David Hohm

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Das Miteinander der Kulturen verstärken, sich besser kennen- und verstehen lernen, das alles ist Ziel der Kooperation zwischen den Oberstufenkursen der Sozialkunde des HSG und dem Verein „Frauen für Frauen“.

„In der Türkei bin ich in den 50er Jahren ein Jahr in die Schule gegangen, ab dann habe ich daheim im Haushalt geholfen“, erzählt Ayse, eine türkische Migrantin, vor den Q11ern der Sozialkundekurse von ihrer Schulzeit. „Solche Schulerlebnisse erfahren wir öfter“, führt Silke Buhleier vom Verein „Frauen für Frauen“ aus.

Dieser Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Integration zwischen Migranten und Deutschen in Erlenbach voranzubringen, freut sich regelmäßig über den Kontakt aus dem HSG.

Zum Austausch kam es bei einem Frühstück vergangenen Mittwoch in den Räumen des Jugendhauses in Erlenbach. „Günaydin“ (dt. „Guten Morgen“) werden die Schüler herzlich von Silke Buhleier, Sabina Fuchs und Nilüfer Aktürk empfangen, die die Geschicke des Vereines führen. Im Jugendhaus entstand eine spannende Unterhaltung, bei der mit manchem Vorurteil auf beiden Seiten aufgeräumt werden konnte.

Ohne Übersetzer ist das Treffen immer etwas schwierig, „da viele der Damen jetzt erst Deutsch lernen“, wie Nilüfer Aktürk erklärt. Daher waren alle Beteiligten heilfroh, dass die Schüler Shuara Cinar, Ece Özmen, Hami Colak und Merve Aydin den Beteiligten aus der Patsche halfen und übersetzten, um das Gespräch für alle verständlich zu machen. Einigen Mitschülern wurde dadurch erst deutlich, welche Fähigkeiten ihre Mitschüler besitzen, da sie mittlerweile in der Q11 über vier Sprachen verfügen, neben Deutsch, Englisch und Französisch auch Türkisch, ihre Muttersprache.

Während des Treffens wird natürlich viel türkischer Tee von Safie ausgeteilt, die erklärt, „dass man selbst wählen kann, ob man ein Stück Zucker oder vier Stück Zucker dazu braucht, ich nehme gerne drei.“ Die Schüler probieren, kosten und versuchen sich an Frühstückssnacks, die sie bis dato nicht kennen. „Was ist da drin?“, fragt Sabrina, eine Schüler der Q11. „4 Eier, Mehl, drei Löffel Sonnenblumenöl..“, verrät Süeda und plötzlich ist man im Fachgespräch über Zutaten zu Ziegenkäse in Yukablättern. Auf die Frage an die Schüler, wer denn bereits einmal in der Erlenbacher Moschee zu Besuch war, meldeten sich drei zarte Finger. „Eine wirklich tolle Möglichkeit, das Thema Migration vor Ort zu vermitteln und nicht an trockenen Statistiken aus dem Buch zu kleben“, lautet die Einschätzung von Dirk Simon und Markus Füller, die verantwortlichen Kursleiter für Sozialkunde am HSG. Als nächstes planen der Verein „Frauen helfen Frauen“ und die beiden Sozialkundelehrer einen Besuch der Moschee in Erlenbach. Eine letzte Frage hatten die Schüler der Q11 noch: „Was findet ihr toll an Deutschland?“, will Matteo noch wissen. Die Frauen geraten ins Schwärmen und wollen nicht mehr aufhören, aufzuzählen, was ihnen hier so gut gefällt.

 

Podiumsdiskussion mit neun Parteien (Juli 2019)

von Dirk Simon

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Letzte Woche fand in der Turnhalle im Hermann-Staudinger-Gymnasium eine Podiumsdiskussion mit Nachwuchspolitikern aller bedeutenden Parteien statt.

Die CSU war mit Christoph Grosch aus Erlenbach (JU-Vorsitzender) vertreten, die SPD kam mit Michail Fotokehagias aus Elsenfeld, die ÖDP mit Kreisvorsitzenden Katharina Dehn aus dem Landkreis Aschaffenburg,die Grüne mit Niklas Wagener aus Aschaffenburg (Grüne Jugend Bundesvorstand), die FDP mit dem stellvertr. Bezirksvorsitzenden Lucas von Beckedorff aus Würzburg, die AfD mit Sven Bachmann aus Bayreuth (Landesvorsitzender Junge Alternative Bayerns) die Linke mit Marlene Hohm aus Mömlingen und Die Partei mit Micha Becker aus Aschaffenburg.

Landrat Scherf begrüßte die Zuhörer, Jutta Rosenberger-Klein sprach im Namen der Schulleitung.

"Die Demokratie muss alle Ränder aushalten" - so die Worte zur Einführung und die ca. 200 Schüler*innen der 10 Jahrgangsstufe erlebten an diesem Tag eine Diskussion, die exemplarisch die Parteienlandschaft Deutschlands präsentierten. Die Themen waren nach einer Vorstellungsrunde die Europawahl, die Zukunft Europas, "friday for future" und der Klimawandel - ein Thema, welches insbesondere die Schüöer*innen interessierte - und ein offener Fragenteil, bei dem es von Hartz4 über Männerquoten bis hin zu Satire in der Politik ging.

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Die Welt der Medien - eine Zukunft für HSG-Schüler?

von Maximilian Müller, Q11

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Was sind Medien?

Mit dieser Frage startete Marvin Klecker, Abiturient des HSG 2014, seinen Vortrag vor der Sozialkundeklasse 9c von Dirk Simon und dem bapp-Seminar der Q11 von David Hohm und Florian Prager. Seine Definition: Medien sind Mittel zum Transport von "verborgenen" Informationen an ein breites Publikum. Gemeint sind die Massenmedien, wie Presse und Rundfunk, und zunehmend das Internet mit den sozialen Medien. Auch letztere ermöglichen einer Vielzahl von Menschen den Zugang zu unbekannten Informationen. Auf Kleckers Frage, wer soziale Netzwerke nutze, hoben alle die Hand. Das bevorzugte soziale Netzwerk bei den Schülern ist Instagram. Diesbezüglich verwies der Referent auf die zunehmende Bedeutung von Influencer. Dies traf auch auf das Surfverhalten der meisten Schüler zu, die diesen in den Netzwerken folgten, „sei es Fußballer, Musiker oder Schauspieler“. Erstaunt hat deshalb, dass sich nur drei Schüler vorstellen konnten, später einmal in der Medienwelt zu arbeiten. Lag dies vielleicht an der Unwissenheit, über die Wege, die in diese Branche führen?

Wie komme ich zu den Medien?

Wer sich auf den Weg in die Medienwelt begeben will, um dort eine berufliche Zukunft anzustreben, sollte laut Klecker ein großes Medieninteresse, umfassende Allgemeinbildung und möglichst Abitur mitbringen. Fühlt Ihr euch angesprochen? Dann geht es darum, in der Branche Fuß zu fassen. Klecker nennt fünf Schritte: Zwingend ist ein einschlägiges Studium (Journalistik, Medienwissenschaft, Publizistik...), begleitet von diversen Praktika. Sein Studium absolvierte er an der Universität Siegen. Diese erhöhen die Chance auf einen der begehrten, bezahlten Volontariatsplätze. IDort gilt es Beziehungen aufzubauen, um sie später bezüglich einer Festanstellung spielen zu lassen. Auch Marvin Klecker absolvierte mehrere Praktika bei den TV Sender Sky und Sport1, sowie beginnt er aktuell sein Volontoriat bei Pro7Sat1. Seine Einsätze dort waren vielseitig und spannend. Er führte Interviews mit bekannten Fußballern und war bei dem Eurovision Song Contest in Österreich dabei. Sein Ziel hat Klecker jedoch noch nicht erreicht. Der fünfte und letzter Schritt, die Festanstellung als Redakteur bei einem Medienunternehmen, steht noch aus. Hierzu fehlte ihm nach eigener Aussage bisher noch das "nötige Quäntchen Glück". Jetzt darf er sich erst einmal dem Wetter bei Pro7 widmen, „ein neues Aufgabenfeld, in das ich mich mit Freude einarbeite.“