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von Dirk Simon

2021Abitur

„Wir haben unseren Optimismus nie verloren“ – Abiturzeugnisverleihung am HSG

In der Frankenhalle von Erlenbach/Main begrüßte Christine Büttner, Schulleiterin des Hermann-Staudinger-Gymnasiums, die anwesenden Abiturienten mit ihren Eltern zur feierlichen Verleihung der Abiturzeugnisse. Freuen konnte sich jeder Absolvent, als er hygienebedingt mit Abstand an seinem Platz kam: Dort lag ein Exemplar des neuen Mensakochbuchs „Das ist lecker, Frau Becker“. Jens-Marco Scherf, Landrat, bezeichnete das Abitur in seinem Grußwort als ein Meilenstein des Lebens, gratulierte und bedankte sich in dreierlei Hinsicht: Dass der Jahrgang frei nach dem Motto „Das (Schul)Leben ist eine Baustelle“ die fünfjährige Bauphase am HSG überstand, eine große Welle der Solidarität, Geduld und Besonnenheit zeigte, um die schwierigen Verhältnisse zu meistern und das Engagement für Nachhaltigkeit und den Klimaschutz, der am HSG großgeschrieben wird. Als alles andere als normal definierte Christine Büttner, Schulleiterin, in ihrer Rede die Zeit, in der die Abiturienten die Oberstufe erlebten, „einen Spagat zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ legten die Lernenden in dieser Zeit hin, die Sehnsucht nach Normalität und „normalen“ Unterricht und die Wirklichkeit, die in häuslichem Sitzen vor dem Bildschirm bestand, der Wunsch nach einer Feier zum Abitur und der Wirklichkeit von Inzidenz und Distanzgebot. In dieser Zeit gehen viele Traditionen verloren, aber auch neue Erkenntnisse und Ideen bahnen sich einen Weg, „welchen Spagat macht ihr ab morgen?“ - mit dieser Frage blickte Christine Büttner in die Zukunft und wünschte für den Lebensweg alles Gute. Im Namen des Elternbeirats gratulierte Isabell Kreher zum Abitur, wünschte wieder Normalität und stellte lakonisch fest, „was soll denn jetzt noch alles passieren, ihr habt ja schon alles erlebt.“ Christoph Grosch von den Freunden des HSG Erlenbach stellte in seinem Grußwort die Leistung der Abiturienten heraus, die unter diesen widrigen Umständen Enormes geleistet hätten. Vor der Verleihung der Abiturzeugnisse verglichen Frank Fuchs und Christopher Schuhmann, Oberstufenkoordinatoren, den Schulerfolg mit dem späteren Erfolg im Leben und zeigten auf, dass die Abiturdurchschnittsnote wenig aussagt über die Person, die dahinter steckt. Selbstgedrehte Tanz- und Grußvideos lockerten die Veranstaltung auf, ruhig wurde es, als Moritz Bauer und Leila Müller von Seiten der Abiturienten ihre Rede hielten, ein Streifzug durch viele Anekdoten in der Oberstufe verdeutlichten ihr Fazit, dass der Jahrgang in dieser Zeit nie seinen Optimismus verlor und auch die Zukunft positiv gestalten wird. Die Hermann-Staudinger-Medaille, die außerordentliches Engagement innerhalb der Schulfamilie auszeichnet, verlieh Annette Wohlmann, stellv. Schulleiterin, an Renate Bruhm für jahrelangen Einsatz im Elternbeirat und an den Abiturient Louis Markert, der in zahlreichen Gremien mitgewirkt und sich viele Jahre als Schülersprecher für die Belange seiner Mitschüler*innen eingesetzt hat. Ausgezeichnet als Jahrgangsbeste wurden Lena Stegmann, Pascal Weisenberger und Anna Geißler. Martin Lange, der als Unterstufenbetreuer bereits den ersten Schultag der Absolventen am HSG mitgestaltet hatte, verwies auf die Spuren, die die Schüler hinterließen und auf die vielen Weggefährten, die sie auf diesen Spuren begleiteten und wünschte ihnen, dass auch sie im Leben ihre Spuren hinterlassen würden. Dann standen die Absolventen mit Martin Lange wie vor acht Jahren wieder im Freien und ließen Luftballons in den Himmel steigen.

 Einen kleinen Eindruck der Verleihung erhalten Sie, wenn Sie auf das Bild klicken.

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