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2022

 

In „80 Takten um die Welt“, so beschrieb Joachim Hammer, Pianist, seine musikalische Laudatio für die Abiturienten und Abiturientinnen des Hermann-Staudinger-Gymnasiums. Diese versammelten sich am Freitag nachmittag in der Erlenbacher Frankenhalle zur Abiturzeugnisverleihung. „Sich wieder einmal schick machen und sich gemeinsam in einer Halle treffen“, sagten zwei Abiturienten im Foyer der Halle beim Sektempfang zu ihren Eltern. Und auf diesen Umstand machte auch Christine Büttner, Schulleiterin, in ihrer Rede aufmerksam. Die Normalität als Wunschzustand, dies trieb viele Abiturienten und Abiturientinnen in ihrer Oberstufenzeit um, wie und mit wem, in welchem Rahmen darf ich das überhaupt? Wie bereite ich mich auf das Abitur vor? Welche Pläne habe ich überhaupt nach dem Abitur? Was ist möglich in diesen Zeiten? All diese Fragen galt es für diesen Jahrgang in dieser besonderen Zeit zu beantworten – neben den üblichen Klausuren, der Lernerei und dem vollen Stundenplan der Oberstufe. Aber, so Christine Büttner weiter, der Abiturjahrgang hat in dieser Zeit wertvolle Erkenntnisse gesammelt, z.B. dass es im Leben hilft, keine Panik zu entwickeln. Dass man gemeinsam Ausnahmesituationen durchstehen kann, dass keine Videokonferenz echte Kontakte und menschlichen Austausch ersetzen kann, und das vieles in harten Zeiten schaffbar ist. So fand das Abitur fast unter normalen Umständen statt. Der Gesamtschnitt des Jahrgangs kann sich mit 2,25 auch sehen lassen, davon haben fünf Schülerinnen und ein Schüler einen Schnitt von 1,0, weitere 18 haben eine Eins vor dem Komma in ihrem Abiturnotenschnitt. Christine Büttner gratulierte den Abiturientinnen und Abiturienten herzlich und beendete ihre Rede mit einem afrikanischen Sprichwort, dass sie jedem ans Herz legte: „Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“
Monika Wolf-Pleßmann, stellv. Landrätin, übermittelte die herzlichen Glückwünsche des Landrats Jens-Marco Scherf, der krankheitsbedingt fehlte. Er bedauere als ehemaliger Absolvent sein Fehlen sehr, so die stellv. Landrätin weiter und betonte, die Herausforderung für jeden Absolventen sei seinen eigenen Weg zu finden. Anschließend gratulierte Isabell Kreher, Elternbeiratsvorsitzende, ganz herzlich zum bestandenen Abitur. Das Leben, das die Absolventen vor sich haben, erklärte sie, sei genauso echt wie das Leben echt sei, das sie hinter sich hätten. So beweise der heutige Tag, dass die Absolventen kluge Menschen seien.
Der Vorsitzende der HSG-Freunde, Christoph Grosch, gratulierte ebenso herzlich und verwies auf das Abimotto der Absolventen, „Abivengers“. Eine Heldentat sei auch das Abitur, das nur mit der Kraft und Hilfe vieler Superhelden möglich geworden sei. Mit dem ein oder anderen Schwank aus seiner Schulzeit erinnerte sich Grosch an seine Superhelden, die es am HSG für jeden Schüler gebraucht hatte. Alexander Monert, zweiter Bürgermeister Erlenbachs am Main, gratulierte herzlich im Namen der Stadt. Er sprach über den neuen Lebensabschnitt, der nun beginne, und betonte die vielen tollen Momente, die im Rückblick auf der Schulzeit entstünden. Die beiden Oberstufenkoordinatoren, Frank Fuchs und Christopher Schuhmann, unterhielten anschließend die Eltern und Gäste mit so manchem Insider aus dem Büro der Oberstufe im Umgang mit den Schülerinnen und Schülern.
Schließlich war es Zeit, dass aus den Absolventen nun Abiturienten wurden: Christine Büttner und die beiden Oberstufenkoordinatoren verliehen 67 jungen Menschen ihr Reifezeugnis. Daraufhin waren die Abiturientinnen und Abiturienten mit ihrer Rede an der Reihe: Theo Reichold und Jule Muth gingen mit den Anwesenden auf eine Zeitreise über ihre Schullaufbahn. Von den Schulfahrten war die Rede, einer geheimen Spickersammlung und echten Freundschaften, kurzum, ein bewegtes Schulleben ging mit dem Abitur zu Ende. Mit besinnlichen Worten und den letzten Takten der musikalischen Weltreise verabschiedeten sich Christian Ruft und Joachim Hammer die Abiturientinnen und Abiturienten in ihre hoffnungsvolle Zukunft.

Dirk Simon

Traumschnitt am HSG

 

Schulleiterin OStDin Christine Büttner, Elena Zengel, Norman Michalke, Luise Volmer, Carla Hein, Maja Wengerter, Helena Wengerter (v.l.n.r.)

Im Rahmen der Abiturzeugnisverleihung des Hermann-Staudinger-Gymnasiums gratulierte die Schulfamilie den Jahrgangsbesten aufs Herzlichste. Fünf Schülerinnen und ein Schüler gehörten mit einem Traumschnitt mit 1,0 dieses Jahr zu den Ausgezeichneten.
„Ein toller Verdienst der Jahrgangsbesten, aber auch ein gutes Zeugnis für unsere gemeinsame Anstrengung in der Zeit der Einschränkungen durch das Corona-Virus“, wie Christine Büttner die zurückliegenden Jahre zusammen fasste.

Dirk Simon

2021

 

2021Abitur

„Wir haben unseren Optimismus nie verloren“ – Abiturzeugnisverleihung am HSG

In der Frankenhalle von Erlenbach/Main begrüßte Christine Büttner, Schulleiterin des Hermann-Staudinger-Gymnasiums, die anwesenden Abiturienten mit ihren Eltern zur feierlichen Verleihung der Abiturzeugnisse. Freuen konnte sich jeder Absolvent, als er hygienebedingt mit Abstand an seinem Platz kam: Dort lag ein Exemplar des neuen Mensakochbuchs „Das ist lecker, Frau Becker“. Jens-Marco Scherf, Landrat, bezeichnete das Abitur in seinem Grußwort als ein Meilenstein des Lebens, gratulierte und bedankte sich in dreierlei Hinsicht: Dass der Jahrgang frei nach dem Motto „Das (Schul)Leben ist eine Baustelle“ die fünfjährige Bauphase am HSG überstand, eine große Welle der Solidarität, Geduld und Besonnenheit zeigte, um die schwierigen Verhältnisse zu meistern und das Engagement für Nachhaltigkeit und den Klimaschutz, der am HSG großgeschrieben wird. Als alles andere als normal definierte Christine Büttner, Schulleiterin, in ihrer Rede die Zeit, in der die Abiturienten die Oberstufe erlebten, „einen Spagat zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ legten die Lernenden in dieser Zeit hin, die Sehnsucht nach Normalität und „normalen“ Unterricht und die Wirklichkeit, die in häuslichem Sitzen vor dem Bildschirm bestand, der Wunsch nach einer Feier zum Abitur und der Wirklichkeit von Inzidenz und Distanzgebot. In dieser Zeit gehen viele Traditionen verloren, aber auch neue Erkenntnisse und Ideen bahnen sich einen Weg, „welchen Spagat macht ihr ab morgen?“ - mit dieser Frage blickte Christine Büttner in die Zukunft und wünschte für den Lebensweg alles Gute. Im Namen des Elternbeirats gratulierte Isabell Kreher zum Abitur, wünschte wieder Normalität und stellte lakonisch fest, „was soll denn jetzt noch alles passieren, ihr habt ja schon alles erlebt.“ Christoph Grosch von den Freunden des HSG Erlenbach stellte in seinem Grußwort die Leistung der Abiturienten heraus, die unter diesen widrigen Umständen Enormes geleistet hätten. Vor der Verleihung der Abiturzeugnisse verglichen Frank Fuchs und Christopher Schuhmann, Oberstufenkoordinatoren, den Schulerfolg mit dem späteren Erfolg im Leben und zeigten auf, dass die Abiturdurchschnittsnote wenig aussagt über die Person, die dahinter steckt. Selbstgedrehte Tanz- und Grußvideos lockerten die Veranstaltung auf, ruhig wurde es, als Moritz Bauer und Leila Müller von Seiten der Abiturienten ihre Rede hielten, ein Streifzug durch viele Anekdoten in der Oberstufe verdeutlichten ihr Fazit, dass der Jahrgang in dieser Zeit nie seinen Optimismus verlor und auch die Zukunft positiv gestalten wird. Die Hermann-Staudinger-Medaille, die außerordentliches Engagement innerhalb der Schulfamilie auszeichnet, verlieh Annette Wohlmann, stellv. Schulleiterin, an Renate Bruhm für jahrelangen Einsatz im Elternbeirat und an den Abiturient Louis Markert, der in zahlreichen Gremien mitgewirkt und sich viele Jahre als Schülersprecher für die Belange seiner Mitschüler*innen eingesetzt hat. Ausgezeichnet als Jahrgangsbeste wurden Lena Stegmann, Pascal Weisenberger und Anna Geißler. Martin Lange, der als Unterstufenbetreuer bereits den ersten Schultag der Absolventen am HSG mitgestaltet hatte, verwies auf die Spuren, die die Schüler hinterließen und auf die vielen Weggefährten, die sie auf diesen Spuren begleiteten und wünschte ihnen, dass auch sie im Leben ihre Spuren hinterlassen würden. Dann standen die Absolventen mit Martin Lange wie vor acht Jahren wieder im Freien und ließen Luftballons in den Himmel steigen.

 Einen kleinen Eindruck der Verleihung erhalten Sie, wenn Sie auf das Bild klicken.

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Dirk Simon

 

2020

Abiturzeugnisverleihung am 17. Juli 2020 auf dem Sportplatz des Hermann-Staudinger-Gymnasiums

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75 Kreidekreise, Picknickdecken, Platzkarten und kostenloses Wasser: Auf dem Sportplatz des Hermann-Staudinger-Gymnasium fand am Freitag eine Premiere statt: Die Zeugnisverleihung für alle 75 Abiturient*innen des Jahrgangs 2018-2020. Inklusive der Eltern. Und der gesamten Lehrerschaft. Genehmigungspflichtig aufgrund der Covid-19-Pandemie durch das Landratsamt. Eine „organisatorische Mammutaufgabe“ wie es der Landrat Jens-Marco Scherf in seinem Grußwort feststellte, die das „HSG mit Bravour besteht.“

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Und so war es einmal etwas anderes, ein besonderer Flair lag an diesem herrlichen Nachmittag über dem grünen Gras. Auf Decken, mit Regenschirmen gegen die Sonne, einer Kleinigkeit zu essen und zu trinken, es bestand bestimmt für jedes Trio die Möglichkeit, die Schulzeit am HSG noch einmal Revue passieren zu lassen. Mit Abstand zwar, aber doch in der Gemeinschaft mit den anderen. Man spürte es einfach, hier findet gerade ein emotionaler Moment statt. Es ist natürlich schade, dass nicht jeder seine gesamte Familie mitbringen konnte, bedauerte Christine Büttner, die Schulleiterin, aber so seien die Zeiten in der Ausnahmesituation leider.

Worte an die Abiturienten

Auch den Zeiten geschuldet war die Tatsache, dass sich alle Redner kurz fassen mussten. Neben den üblichen Glückwünschen und den guten Wünschen für die Zukunft konnte man doch den Worten von Christine Büttner, den beiden Oberstufenkoordinatoren, Frank Fuchs und Christopher Schuhmann und den anwesenden Ehrengästen entnehmen: Schaut das Gute an, das aus dieser schwierigen Lage gewachsen ist. Lasst euch nicht entmutigen, jede Krise birgt auch Chancen für die Zukunft. So formulierten es ebenso Berthold Rüth, Landtagsabgeordneter, Alexander Monert, stellvertretender Bürgermeister Erlenbachs und Jens-Marco Scherf, Landrat und ehemaliger HSGler, das Positive wurde unterstrichen und „wer Corona meistert, der meistert auch alles andere im Leben,“ wie es Berthold Rüth auf den Punkt brachte. Die Abiturientin Cosima Heidemann, die für die Schüler die Abschlussrede hielt, dankte besonders allen, die den aktuellen Jahrgang auf ihrem Weg durch die Schulzeit begleitet hatten.

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Verleihung der Zeugnisse

Daran anschließend verließen die Abiturientinnen und Abiturienten ihre jeweiligen Kreise und setzten sich auf die Tribüne, ihren Eltern gegenüber. Von dort bewegten sie sich dann unter den Klängen ihres selbst gewählten Lieds Richtung Tribüne und nahmen ihre Abiturzeugnisse und auch weitere besondere Ehrungen von der Schulleitung in Empfang. Es war schön zu sehen, wie die Freundinnen und Freunde, die Lehrerinnen und Lehrer und die Eltern jeden einzelnen beklatschten und sich über diese besondere Leistung in dieser besonderen Zeit freuten. Die Examinierten beschenkten ihrerseits ihre Eltern und so endete die würdige Abiturzeugnisverleihung mit den Worten der beiden Religionslehrern Christian Ruft und Karin Reichhold, die für den weiteren Lebensweg alles Erdenklich Gute wünschten.