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Unser Projekt „Begegnung der Generationen“ im Zeichen der Corona-Pandemie

Wir sehen und merken schmerzlich, dass der Name unseres Projektes Programm ist: BEGEGNUNG der Generationen.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist seit dem 13.3.2020 keine solcher Begegnungen mehr möglich. Sobald es die Situation wieder zulässt, werden wir das Projekt in seinen üblichen Bausteinen (Siehe „Bausteine und Partner“) wieder starten!! Bis dahin schreiben Schüler, wie es ihnen mit der Corona-Pandemie geht und was sie sich für unser Projekt erhoffen.

Altenheim Wörth

Nach mehreren Jahren Pause besucht unser Projekt wieder das AWO-Altenheim in Wörth. Zuerst hielt uns ein Sturm und damit ein Schulausfall von einem Besuch in der Einrichtung ab. Dann kam uns nach zwei wertvollen Besuchen die Corona-Epidemie in die Quere.

Joleen, 8. Klasse
Als ich das erste Mal in das Altenheim gegangen bin, habe ich mich ein bisschen unwohl gefühlt, da ich nicht genau wusste, was auf mich zukommt. Als erstes habe ich dort zwei nette Damen kennengelernt, welche sehr nett waren und auch Humor haben ;) Daraufhin haben wir erst einmal ein bisschen Smalltalk gehalten. Langsam erzählten wir mehr über unser Leben und über ihres. Man muss sagen: Spannende Geschichte haben wir erfahren!
Das nächste Mal, als wir da waren, haben wir Mensch-Ärger-Dich-Nicht gespielt. Leider nicht zu Ende, da danach eine Runde Bingo dran war. Selbst ich durfte einmal Bingo rufen. Danach waren unserer Besuche wegen Corona zu Ende.
Ich hoffe es geht bald weiter, um unsere neuen Freundinnen noch besser kennenzulernen ;)

Nathan, 8. Klasse
Stellt euch vor, ihr geht nachmittags, jeden Donnerstag, in ein Altersheim und trefft einen Senior. Er erzählt euch alles über die Zeit im Krieg, alten Techniken und ist begeistert von Röhrenradios. Wie würdet ihr reagieren? So war es für Manuel, einen meiner Freunde, und mir. Die Erfahrungen, die ich in diesem Projekt gesammelt habe, sind riesig. Leider wurden unsere Besuche durch Corona aufgehalten, was alles in allem sehr schade ist.
Anfangs, bevor ich Herrn H. traf, war ich voller Erwartungen und Ängsten, wie der Senior wohl reagieren würde. Meine Erwartungen wurden übertroffen und meine Ängste in den Wind geblasen.
Ich finde, dass man das Projekt an sich nicht mehr verbessern kann, jedoch war uns leider Corona im Weg. Im nächsten Schuljahr geht es hoffentlich wieder besser!!

 

Zwei Briefe: Wir kommen wieder! (Tagespflege / Lebenshilfe)

Die Tagespflege der Caritas und die Wohngruppe der Lebenshilfe sind seit ca. einem Jahr unsere außerschulischen Partner. Auch hier vermissen unsere Schülerinnen die regelmäßigen Besuche.

Sophie, 12. Klasse, an die Tagespflege:
Liebe Seniorinnen und Senioren!
Vor ein paar Monaten hätten wir alle nicht gedacht, dass wir jetzt inmitten einer Krise leben. Ihr Leben wurde eingeschränkt, auch unseres. Auf einmal hieß es, dass sofort alle Schulen schließen. Dies wirkte erst einmal sehr realitätsfremd auf uns, da die Welt noch ganz heil erschien. Wahrscheinlich spürten Sie dieses Ungewisse genauso wie wir uns waren erst einmal irritiert, obwohl sie ja schon so einiges erlebt haben. Wir denken hier vor allen Dingen an den Krieg. Oder haben Sie schon einmal eine ähnliche Ausnahmesituation wegen einer Krankheit erlebt? Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns schildern würden, wie Sie den Ausbruch der Corona-Pandemie erlebt haben.
Nach zwei Monaten Stillstand beginnt für einige Klassen nun wieder ein halbwegs normaler Alltag. Wir gehen wieder zur Schule und können Freunde treffen. Da spürt man erst einmal, wie essentiell unsere Freiheit ist. Natürlich gibt es überall Einschränkungen, aber an diese halten wir uns sehr gerne, wenn wir dadurch andere Menschen schützen können. Masken können ja in vielen verschiedenen Farben und Mustern genäht werden und sehen unserer Meinung nach ziemlich stylisch aus.
Da wir Sie und unsere Mitmenschen schützen möchten, ist es uns leider nicht möglich, Sie zu besuchen. Sobald die Gefahr einer Ansteckung nicht mehr so groß ist, hoffen wir, dies wieder zu dürfen!
Wir wünschen Ihnen ganz viel Gesundheit!
Alle Schüler des Projektes „Begegnung der Generationen“

Bild Geschlossen

 

Gina, Fiona und Lilly, 10. Klasse, an die Lebenshilfe
Liebe Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnheimes in Erlenbach!
Leider können wir Sie aufgrund der Pandemie und den dementsprechenden Gesundheitsvorkehrungen seit einigen Wochen nicht mehr besuchen. Schon vor den Schulschließungen Mitte März wurde man über die Existenz des neuartigen Virus informiert. Jedoch dachte keiner von uns, dass schon bald die ganze Weltbevölkerung von Covid 19 betroffen sein würde.
Nach zwei Monaten Stillstand beginnt jetzt wieder ein halbwegs normaler Alltag. Einige Jahrgangsstufen dürfen wieder in die Schule gehen und auch wir gehören nach den Pfingstferien zu den Schülern. Das Treffen mit einer Freundin oder einem Freund wurde uns dank der gelockerten Kontaktbeschränkungen wieder ermöglicht.
Trotzdem gelten weiterhin Einschränkungen, um Mitmenschen vor dem Virus zu schützen. Wir möchten, dass Sie weiterhin gesund bleiben und verzichten schweren Herzens auf die Besuchstage bei Ihnen. Die Zeit im Wohnheim macht uns sehr viel Spaß und wir können bei Ihnen schöne Erfahrungen und Momente sammeln, die uns niemand anderer geben kann.
Folglich hoffen wir, dass wir Ihnen so schnell wie möglich wieder einen Besuch abstatten können, wenn die Gefahr einer Ansteckung nicht mehr so groß ist.
Wir wünschen Ihnen ganz viel Gesundheit!!
Liebe Grüße
Gina, Fiona und Lilly

 

Corona verändert unser Projekt

Bericht von Karin Reichhold (Dez. 2020)

Unser Projekt "Begegnung der Generationen" gibt es schon seit fast 20 Jahren. Die Leitung übernimmt ein Lehrender, beteiligt sind engagierte Schülerinnen und Schüler von Kl. 7-12. Wir machen Besuchsdienste im Alten- und Behindertenheim sowie in der Caritas-Tagespflege, bieten Smartphonekurse für SeniorInnen an, betreuen den jährlichen Altennachmittag der Stadt und gehen regelmässig ins sog. Seniorenkino, wo Alt und Jung über den jeweiligen Film diskutieren. Auch Fahrten und Aktionstage stehen im Programm -

- bis die CORONAPANDEMIE einen Strich durch sämtliche Begegnungen gemacht hat! Wir hatten im März zwar Briefe an unsere außerschulischen Partner geschrieben und den Kontakt gehalten. Jetzt, nach zugegebenermaßen längerem Zögern, wollen wir online gehen! Die Restriktionen sind z. Zt. so hoch, dass wir mit der persönlichen Begegnung noch warten müssen. Daher nun DIGITAL! Wir haben uns die Caritas-Tagespflege ausgesucht und werden bei den Senior*nnen adventliche Stimmung verbreiten: Geschichten und Gedichte vorlesen, ein kleines Quiz machen und auch über die momentane Corona-Situation sprechen. Das ganze läuft unter einem bundesweiten Wettbewerb „Digitale Weihnachtshelden“. Ein Austausch in anderer Weise aber nicht weniger herzlich!

Nachtrag: Leider konnten wir bei 200 Bewerbern nicht ganz mit dem Voting mithalten. Aber der Weg war das Ziel!