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Das Ziel als Lehrkraft und als Direktorin: Werte und Wissen vermitteln

StDin Christine Büttner wurde in ihr Amt als Schulleiterin des HSG Erlenbach eingeführt

von Heinz Linduschka

Amtseinführung Büttner Schultüte Okt17.geaendert

 

Erlenbach. Eines machte die Amtseinführung der neuen Schulleiterin in der Aula des HSG Erlenbach am Dienstagnachmittag deutlich: An Rückhalt bei ihrer neuen, anspruchsvollen Aufgabe wird es Christine Büttner nicht fehlen. Sie tritt ihr Amt mit einem großen Vertrauensvorschuss an. Das machte schon ihre Stellvertreterin Annette Wohlmann bei der Begrüßung klar, als sie mit Augenzwinkern versicherte, dass vom weiblichen Führungstrio der Schule keine Schreckensszenarien wie in Shakespeares „McBeth“ zu befürchten seien. Die Ministerialbeauftragten, die Leitende OStDin Monika Zeyer-Müller, begann ihre Rede mit dem

Satz: „Kein Zweifel: Schule und Schulleiterin passen bestens zusammen!“ Mit Blick auf die Stationen in Büttners Laufbahn als Gleichstellungsbeauftragte, als Verbindungs- und Beratungslehrerin und auf ihre Erfahrungen als stellvertretende Schulleiterin am JEG Elsenfeld bescheinigte die Ministerialbeauftragte Christine Büttner eine „ausgeprägte Fach- und Sozialkompetenz“, bezeichnete sie als „Führungskraft mit Vorbildwirkung“, die in der Lage sei, die Balance zwischen den unterschiedlichen Erwartungshaltungen zu finden, die an sie als Schulleiterin gestellt werden, und zugleich klare Entscheidungen zu fällen.

Sehr positiv und konstruktiv klangen auch die Grußworte: Landrat Jens Marco Scherf zeigte sich auch persönlich sehr erfreut über die neue Schulleiterin an „unserem HSG“, die er schon bei Tagungen der Beratungslehrer kennen- und schätzen gelernt hat und deren „festes Wertefundament“ er immer wiederhervorhob. Bürgermeister Michael Berninger ging wie Scherf mit einem Lächeln auf den „Migrationshintergrund“ Büttners ein, die auf ihrem beruflichen Weg vier Schulsysteme im föderalistischen Deutschland durchlaufen hat, und wünschte sich und der Stadt weiter „gute Nachbarschaft des Gymnasiums mit unserer Mittelschule“. Der Personalratsvorsitzende Nikolaus Volland versicherte der neuen Direktorin die solidarische Zusammenarbeit mit der „gesamten Schulfamilie“ bei der Bewältigung der Aufgaben wie dem Neubau und auf dem (Rück-)Weg zum G 9, während der Elternbeiratsvorsitzende Heiko Reichold schon in der ersten gemeinsamen Sitzung des Gremiums sehr positive Erfahrungen mit Christine Büttner für den Konsens zum Wohl der Schülerinnen und Schüler erkannte.

Die SVM-Vertreter Emil Spilger, Louis Markert und Eva Giegerich füllten mit den „Wunschzetttel“ der HSG-Schülerinnen und –Schüler die Schultüte der neuen Schulleiterin Die zahlreichen, aber erfrischend klaren und positiven Reden überforderten die Geduld der Zuhörer nie, zumal HSG-Schülerinnen und Schüler mit intensiven, sensiblen Musikeinlagen immer wieder für Glanzpunkte in der Feier sorgten: Das Blechbläserensemble genau so wie Anna Bruhm mit ihrer ausdrucksstarken Eigenkomposition „Heaven“ am Klavier und sieben junge Sängerinnen unter der Leitung der Musiklehrerin Monika Lingner mit Adeles „Skyfall“, das mit den mutigen Zeilen endet: „Lass den Himmel einstürzen! Wenn alles zerfällt, werden wir aufrecht dastehen.“Was von der neuen Schulleiterin so alles erwartet wird, deuteten die drei SMV-Vertreter Eva Giegerich, Emil Spilger und Louis Markert an, als sie – nicht tierisch ernst gemeint – die Schultüte für die neue Direktorin mit den Wünschen füllten, die bei einer Umfrage im HSG aufgeschrieben worden waren. Drei Beispiele aus der langen Liste: längere Pausen, freies Wlan und ein weniger strenges Handyverbot. Mit einem stimmungsvollen Song rundeten die HSG- Sängerinnen unter der Leitung von Monika Lingner die Amtseinführung in der Aula ab.

Mit „Ich erkenne mich selbst kaum wieder vor lauter Lob“ begann Christine Büttner ihre Rede, die man in der Politik als eine Art persönliche, aber inhaltlich klare „Regierungserklärung“ bezeichnet hätte. Sie ging auf ihren Weg von der Geburt in Hessen bis zum Schuldienst in Bayern ein und formulierte dann die Prinzipien, ihr als Lehrerin mit den Fächern Evangelische Religion und Mathematik immer wichtig waren und die auch ihre Arbeit als Schulleiterin prägen sollen: „Beruf und Berufung“ sei ihr das Unterrichten, für sie sei es wichtig, Fachwissen und Werte zu vermitteln, die Wertschätzung und der Respekt für Menschen dürften nicht an Leistungen gebunden sein. Ihr Ziel als Lehrerin sei es immer gewesen, dazu beizutragen, dass Mädchen und Jungen sich zu „fröhlichen, selbstbewussten und verantwortungsbereiten jungen Menschen“ entwickeln können.

 

Amtseinführung Büttner Okt17.geaendert