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MINT-Tag am HSG: Fit für die Naturwissenschaften

MINT Mint Tag März2016

 

Der jährlich stattfindende MINT-Tag bietet allen Schülern der 10. Jahrgangsstufe einen Einblick in verschiedene MINT-Berufe.

Jeder Schüler kann sich dabei unter vielen angebotenen Workshops drei aussuchen, für die er sich besonders interessiert, z.B. Bauingenieur, Chemielaborantin und Physiker.

Die Referenten der Workshops sind Schülereltern und Vertreter örtlicher Unternehmen. Sie berichten von ihrer Ausbildung und ihrem Berufsalltag.

 

 

 

Hier ein Bericht vom MINT-Tag aus dem letzten Jahr:

von Dirk Simon

Die Schüler der zehnten Klassen drückten an diesem Donnerstag Nachmittag nicht die Schulbank in den Fachräumen der Physik, Chemie oder Biologie, wie in einer Berufsmesse standen für die Schüler verschiedene Workshops, Gespräche und Vorträge an, die ihnen die naturwissenschaftlichen Fächer als Berufsbild näher brachten.

„Die Idee entstand in Zusammenarbeit mit den Eltern, viele Schülereltern arbeiten in MINT-Berufen, warum nicht die Schüler an deren Erfahrung teilhaben lassen?“, erzählte Elisabeth Kapeller, Mathematiklehrerin und MINT-Beauftragte, von den Vorbereitungen. So bezeichnete Konrad Blank, Schuldirektor, in seiner Begrüßung diese „als Schatzkiste in der Elternschaft, die es zu heben galt.“

Um 12 Uhr begann Professor Dr. Wiskamp von der Technischen Universität Darmstadt, eine allgemeine Einführung zum Studium der MINT-Fächer vor der versammelten zehnten Jahrgangsstufe zu halten. Nach der Vorlesung boten sich den Schülern 13 Workshops, die jeweils von einem Referenten geleitet wurde, die in Kleingruppen über Berufswege informierten. Dr. Peter Hellmann beispielsweise studierte nach dem Abitur am HSG in Darmstadt Physik, promovierte und arbeitete zunächst bei SAP, dann bei Heraeus in Hanau. Dort ist er heute als IT Enterprise Architekt tätig. Er leitet u. a. internationale Projekte und ist zuständig für die Software- Auswahl für den Konzern, die er den Schülern an Beispielen näher brachte. Thorsten Seefried, ein weiterer ehemaliger HSGler, erzählte, wie er bei WIKA als Führungskraft agiert, nachdem er sein Studium mit dem Diplom-Ingenieur in Maschinenbau abgeschlossen hatte. Arnold Schleifnik unterhielt die Schüler mit amüsanten Anekdoten aus seinen Auslandsaufenthalten für seinen Arbeitgeber, die Commerzbank.

Jutta Tschöpe hingegen erzählte von ihrem ungewöhnlichen Weg in die Naturwissenschaften, sie begann als technische Zeichnerin, setzte daraufhin ein Studium des Maschinenbaus darauf und ist beschäftigt bei KION in Aschaffenburg, bei der sie sich um die Planung der Entwicklung kümmert, ihre erfrischende und aufgeschlossene Art weckte das Interesse der Schüler. „Lebenslanges Lernen nenne ich das immer, weil sich im MINT-Bereich alles super schnell weiter entwickelt, und dass das ja auch ein Riesen-Spass ist“, erklärte sie ihre Motivation für ihr Berufsfeld. „Und MINT heißt, die halbe Welt gestalten zu können, denn MINT ist fast überall drin, z.B. im Bus, im Schulgebäude, in der Kleidung oder im Essen. Sie betonte, dass ein MINT-Studium immer nur den ersten Schritt in den Berufseinstieg darstelle, man solle sich daher nach seinen Interessen richten. Das Feld, dass sich im Arbeitsmarkt nach dem MINT-Studium eröffnet, ist so weit, dass auch eine Umorientierung nicht außergewöhnlich ist, sondern eher den Horizont erweitert.

Man merkte den gesamten Nachmittag über, wie sehr die Referenten für ihren Beruf brennen und dieser Funke sprang auf die Schüler über, „ich wusste gar nicht, wie vielfältig die Arbeit als Ingenieur ist“, wie ungläubig eine Schülerin feststellte.