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HSG-Seminar braut ein Jubiläumsbier

von Dirk Simon

HSG Seminar BierbrauenMiltenberg. Bei eisigen Temperaturen versammelte sich das Projekt-Seminar "Bierbrauen" des Hermann­-Staudinger­-Gymnasiums am Samstagmorgen vor der Tür der Brauerei Faust. Im Jubiläumsjahr des Deutschen Reinheitsgebotes von 1516 und außerdem dem 50. Gründungsjahr des HSG hat es sich das Seminar zur Aufgabe gemacht, ein eigenes Jubiläumsbier zu brauen, um dieses auch beim Schulfest für Erwachsene ausschenken zu können. Dazu besuchte das Seminar seinen regionalen Partner, die Brauerei Faust in Miltenberg. Am Eingang nahm die Braumeisterin Dorothea Lazar die Gruppe in Empfang und es ging in den Turm der Brauerei, dem Ort der „Kreativ-Brauerei“, in der das Bier entstehen sollte. Dort erwartete sie Paul Berberich, der zweite Braumeister, der der Gruppe den Tag über mit Rat und Tat zur Seite stehen sollte. Nach einer Vorstellung des Tagesablaufes behandelte das Seminar die theoretischen Aspekte des Bierbrauens. "Das meiste wussten wir zwar schon aus dem Unterricht, aber eine Wiederholung war trotzdem nicht schlecht", so Julius Reis, Schüler der Q11.

Die Entscheidung für eine Biersorte war schnell getroffen und die Gruppe einigte sich auf einen hellen Osterbock, der mit dem Namen "Hermanns Bock" als Jubiläumsbier in die Schulgeschichte eingehen soll. In der Kreativ­-Brauerei „ging es nun gemeinsam mit Paul zur Sache“, wie es Niklas Waldschmitt, Schüler der Q11, ausdrückte: Nach dem Wiegen und Schroten der speziellen Malzmischung wurde das Malzschrot in heißes Wasser eingerührt und die entstandene Maische eingekocht. Anschließend trennten die Schüler beim Läutern den unlöslichen Treber von der Bierwürze. Diese Würze wurde unter fachkundiger Leitung von Paul Berberich erhitzt und dabei zu verschiedenen Zeitpunkten Hopfen zugegeben. „Wir haben in unser Bier nicht allzu viel Hopfen gegeben, da wir es nicht so bitter haben wollen", meinte Fabian Hanke, Schüler der Q11. Damit war der größte Teil der Arbeit verrichtet. „Zwischen den einzelnen Brauabschnitten war oft ein wenig Zeit, die das Seminar mit einer leckeren Vesper und einer Brauereiführung verbrachte, für das leibliche Wohl war also bestens gesorgt", bemerkte Johannes Bruhm.

Sechs lange Wochen wartet das Seminar jetzt, bis der Gärungsprozess abgeschlossen ist und das Bier seinen optimalen Geschmack entfaltet hat, so dass es schlussendlich zum Festakt des Gymnasiums am 6. April angestochen werden kann. Prost, auf 500 Jahre Reinheitsgebot und 50 Jahre HSG!

 

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Größenwahn und Rockfestival

von David Hohm

ReichsparteitagGeschichte hautnah erlebten in diesem Jahr alle 9. Klassen des Hermann-Staudinger-Gymnasiums Erlenbach/Main in einer zweitägigen Exkursion in eine KZ-Gedenkstätte und das Dokumentationszentrum „Reichsparteitagsgelände“ in Nürnberg oder das Museum „Point Alpha“ an der innerdeutschen Grenze.

„Zu Zeiten von G9 hatten wir diese Exkursion fest in unserem Fahrtenprogramm“, erinnerte sich Joachim Klein, Leiter der Fachschaft Geschichte, beim Aufleben lassen dieser Tradition. Mit Zustimmung des Elternbeirats, der Schulleitung und des Schulforums gelang es, dieses Jahr zwei Fahrten für die 9. Klassen anzubieten. „Ebenso standen mir die Kollegen der Fachschaft Geschichte bei der Vorbereitung mit Rat und Tat zur Seite“, hob Dirk Simon, Organisator der Fahrt, hervor. In der neunten Jahrgangsstufe behandelt der Lehrplan das Kapitel des Dritten Reiches von 1933 bis 1945. Wie umgehen mit diesem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte? Der Zentralrat der Juden fordert, dass jeder Neuntklässler in eine KZ-Gedenkstätte gehen sollte, „damit haben wir dieses Jahr den Anfang gemacht“, erklärte Dirk Simon die Hintergründe.

Die Klassen 9a und 9b fuhren mit vier Lehrkräften Richtung Thüringen, um die KZ-Gedenkstätte Buchenwald zu besuchen. Anschließend ging es weiter in die Jugendherberge Weimar. Den Abschluss stellte ein Besuch der Gedenkstätte „Point Alpha“ in der Rhön dar, bevor die Heimreise angetreten wurde.

Die Klassen 9c und 9d machten sich mit dem Bus auf in Richtung Süden. Vor München lag der erste Stopp der Exkursion, die KZ-Gedenkstätte Dachau. Eindrücklich und interessant gestalteten die Tour-Guides vor Ort für die Schüler die Führung, die durch das Eingangstor mit der zynischen Inschrift „Arbeit macht frei“ begann. Über den Appellplatz des Strammstehens und die Baracken, die für 200 Gefangene konzipiert und schlussendlich mit 2000 Insassen belegt waren, lief die Gruppe zu den Krematorien, die den Abschluss an diesem Ort des Verbrechens bildeten. Die Schüler stellten Fragen und „es ist schon krass, an diesem Ort hier zu stehen“, wie es ein Schüler formulierte. Nachdenklich fuhr man dann nach Nürnberg, um in der Jugendherberge „Kaiserburg“ die mittelalterliche Geschichte der Stadt kennenzulernen, bevor sich die Schüler am nächsten Morgen die Propaganda-Bauten der Nationalsozialisten am Dutzendteich erliefen.

Die Führungen organisierte der Verein „Geschichte für alle“, der die Klassen 9c und 9d getrennt betreute. Das geplante Reichsparteitagsgelände sollte nach Plänen Hitlers sechsmal so groß werden wie die Altstadt Nürnbergs, das entspricht 11 Quadratkilometern. Die Ideen des Stadions, der Kongresshalle und der Aufmarschstraße symbolisieren den Größenwahn Hitlers, der dadurch seine Machtfülle demonstrieren wollte. Eine Kongresshalle von 60 Metern Höhe, die Platz für 150000 Menschen bieten sollte, war allerdings statisch gar nicht möglich. „Außen mit Marmor verkleidet, innen mit billigen Ziegeln, daran erkennt man Anspruch und Wirklichkeit des NS-Regimes“, erklärte der Tourguide. Nach dem Rundgang über das Gelände, bei dem den Schülern auch der heutige Umgang und die Nutzung der Anlage, so z.B. für das bekannte Musikfestival „Rock im Park“, näher gebracht wurden, bot sich die Gelegenheit, durch die Ausstellung des Dokumentationszentrums zu gehen. Nach einem Bummel durch die Altstadt Nürnbergs ging es dann wieder nach Hause.

 

 

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Die aufgebrachte Menge während ihrer Demonstration gegen die Mauer

 

Die Mauer muss weg“ am HSG

von Dirk Simon

7000 Lampen, die den Grenzverlauf der Berliner Mauer symbolisierten, stiegen in den Berliner Abendhimmel am Abend des 9. November 2014. Es fanden Gedenkveranstaltungen in Leipzig, Dresden, Frankfurt und Aschaffenburg statt. Einen Tag später fiel auch die Mauer im Hermann-Staudinger-Gymnasium. Angefeuert von einer großen Masse der 6., 9. und 10. Klassen, die in der Aula „Wir sind das Volk“ skandierten und Transparente und Schilder trugen, die zur Maueröffnung aufriefen, zog man durch das Schulhaus zur „Mauer“, die das Hermann-Staudinger-Gymnasium seit Wochen trennt. Mit viel Getöse und Rufen fiel dann die mit weißen Kartons aufgestellte Mauer und das befreite Lachen der Schüler und das Einreißen der Grenze erfüllten den von den Geschichtslehrern des Hermann-Staudinger-Gymnasiums erhofften Lerneffekt. So wurde im Kleinen vor Ort vollbracht, was tags zuvor im Großen in ganz Deutschland gefeiert wurde: Das 25jährige Jubiläum des Mauerfalls, der die Grenze zwischen Ost- und Westberlin aufhob und damit die friedliche Revolution in Deutschland ermöglichte, die mit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990.

 

 Eingemauert am Gymnasium

eingemauert

Zum 25jährigen Jubiläum der friedlichen Revolution in der DDR erarbeiteten die Klassen 9d, 10c und 10a des Hermann-Staudinger-Gymnasiums das Projekt „Berliner Mauer“, die am 9. November feierlich fällt - von Dirk Simon

„Das nervt vielleicht, immer außenrum zu gehen, da diese dumme Mauer im Weg steht“, so hört man seit Tagen Schüler über ihren Weg innerhalb des Schulgebäudes schimpfen. Was war passiert? - „Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen - Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse - beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt.“ Mit diesen Worten beendete Politbüromitglied Günter Schabowski nicht nur die Pressekonferenz am 9. November 1989, sondern auch das Schicksal der DDR. Denn auf Nachfrage, wann diese Regelung in Kraft trete, antwortet er sichtlich verunsichert: „Das tritt nach meiner Kenntnis... ist das sofort, unverzüglich“ und macht damit den Weg frei für ein wiedervereinigtes Deutschland.

Die Geschichtslehrer David Hohm, Markus Füller und Sabrina Berberich thematisierten diese dramatischen Tage, die mit dem 9. Oktober, 1989 der Leipziger Montagsdemonstration begann, in ihrem Unterricht und versperrten für jeden Schüler mit einem symbolischen Mauerbau den bedeutendsten Verkehrsweg für Schüler und Lehrer zwischen Mensa und Untergeschoss. „Indem wir den Schülern den Weg versperren, soll Anregung gegeben werden, darüber nachzudenken, was ein Mauerbau für den Alltag bedeutet, nicht nur physisch, sondern auch psychisch“, erläutert David Hohm das Konzept der „Mauer“. „Wenn man bedenkt, dass heutzutage immer noch Mauern bestehen, die Völker trennen“, pflichtet Markus Füller bei.

Zusätzlich zum abgesperrten Bereich der Mauer sind zwei Fernseher installiert, die jeden Tag seit dem 7. Oktober die „Tageschau“ abspielen, die vor 25 Jahren im Original lief. „Dadurch wird das Ganze realer und man fühlt sich beinahe in das Jahr 1989 versetzt“, führt Sabrina Berberich, Studienreferendarin für Geschichte, das Konzept der Fernseher aus. Im Unterricht wird der Bau der Mauer am 13. August 1961 besprochen, die Einschränkungen, die das für die Bewohner der DDR bedeuten, die Reaktion der BRD-Bürger auf das Bauwerk und die politischen Umstände, die mit dem Mauerbau und dessen Fortbestand einhergehen. Es wurde von den Klassen ein DDR-Quiz für andere Schüler erstellt, „Du Darfst Raten“ der Name des Spiels.

„Wir haben auch die Ereignisse, die sich 1989 hier im Landkreis Mitlenberg ergaben, im Unterricht besprochen, sei es Begrüßungsgeld, Trabanten, die um die Ecke bogen oder der erste Besuch in den neuen Bundesländern“, erinnert sich Tom Scherf, Schüler der Klasse 10a, an das Projekt im Geschichtsunterricht. „Dabei wird die Zeitzeugenbefragung ein wichtiges Instrument der Geschichte“, ergänzt David Hohm, der mit den anderen Initiatoren an die friedliche Revolution 1989 in Deutschland und dem Zusammenwachsen, „was zusammen gehört“, wie es Willy Brandt formulierte, erinnern möchte.

19. März 2014: Austausch der Kulturen in der Mannheimer Yavuz-Sultan-Selim-MoscheeMoschee Mannheim3.geaendert

Zwei Monate vor dem Abitur unternahm die Q12 des Hermann-Staudinger-Gymnasiums ihre letzte gemeinsame Fahrt in die größte Moschee Deutschlands nach Mannheim.

 Gemeinsam mit dem Verein „Frauen für Frauen“, bei der das Projekt des Sozialministeriums „Starke Mütter – Starke Kinder“, angegliedert ist, die mit 39 Personen an der Fahrt teilnahmen, hatten Markus Füller und Dirk Simon, Sozialkundelehrer am HSG, für die Q12 eine Führung in der Yavuz-Sultan-Selim-Moschee im Mannheim Stadtteil Jungbusch gebucht. Nach einer eineinhalbstündigen kurzweiligen Fahrt, in der von den Frauen gebackene Süßigkeiten gastfreundlich weitergereicht wurden, kamen der Bus in Mannheim an und alle freuten sich auf die Innenräume der Moschee, deren Minarettturm bereits von Weitem neben dem Kirchturm der Liebfrauenkirche zu sehen war. Silke Buhleier, eine der Mitbegründer des Vereins „Frauen für Frauen“, kommentierte die Hinfahrt: „Eine aufregende Fahrt für die Frauen, die sich bereits im Vorfeld sehr für diesen Ausflug interessiert hatten, wie dies auch bei den Schülern zu beobachten war.“

 

Die Nähe der Kirche zur Moschee ließ einige Mitfahrer stutzig werden: „Wie kann denn eine Kirche direkt neben einer Moschee stehen“, wunderte sich ein Q12-Schüler. Der Moscheeführer erklärte, dass erst durch die Hilfe des Pfarrers der Liebfrauenkirche das Projekt des Moscheebaus 1992 begonnen werden konnte und so die enge Nachbarschaft entstanden sei. Die Kosten seien allein aus Spendengeldern aufgebracht worden. Die Moschee, welche einen runden Grundriss ausweist, was ungewöhnlich für diese Architektur ist, bietet Platz für 2500 Gläubige, die sich beim spätestens zum Freitagsgebet allwöchentlich versammeln. Vor dem Gebet wird eine rituelle Waschung im Vorraum des Gebetsraumes, wie die Schüler durch den Moscheeführer erfuhren. Nach einem einstündigen Rundgang auf Socken durch die Räume der Moschee, die mit Teppich ausgelegt sind, versammelten sich Schüler und Frauen des Vereins zu einem gemeinsamen Mittagessen in einem türkischen Restaurant in der Nähe. Bei Ayran und Iskender Döner tauschte man sich über die Eindrücke des Tages aus und steuerte am Nachmittag Erlenbach am Main wieder an. Besonders lobenswert fand Conni Grossmann, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin im Verein, „die warmherzige Atmosphäre in der Moschee und die Offenheit gegenüber anderen Kulturen.“ (Dirk Simon)

 

2013

09. Dezember 2013: Botengang eines Toren?“ - Geschichtsvortrag am HSG

 

Professor Dr. Schmidt beim Halten seines Vortrages  über "Rudolf Heß"

 Vortrag Schmidt.geaendert 

Dez2013 Prof. Schmidt beim Vortrag.geaendert

Beim diesjährigen Vortrag der Fachschaft Geschichte des Herman-Staudinger-Gymnasiums in Erlenbach konnte ein Experte des Dritten Reiches,

Prof. Dr. Schmidt von der Universität Würzburg, gewonnen werden.

Die Jahrgangsstufe 11 des HSG konnte am Montag, den 9. Dezember einen wissenschaftlichen Blick von einem fundierten Kenner der Materie zu einem Spezialthema des Dritten Reiches gewinnen. Zudem erfuhren die Schüler hautnah, was es heißt, einer Vorlesung beizuwohnen und wissenschaftliche Ergebnisse aufzunehmen: Prof. Schmidt referierte über Rudolf Heß, den Stellvertreter Hitlers und seinen Alleinflug nach England am 10. Mai 1941 – Botengang eines Toren?, so die Ausgangsfrage seiner Untersuchung. In dem dreiviertelstündigen Vortrag gab Prof. Schmidt anhand verschiedener Quellen einen Einblick in die schizophrene Natur Heß und seiner Verehrung Hitlers. Ein wichtiges Datum seiner Führergläubigkeit stellte der 10. Mai 1941 dar. Minutiös schilderte der Referent den Tagesablauf von Heß Alleinflug von Augsburg nach England, der dazu dienen sollte, Hitler für seinen Angriffskrieg gegen die Sowjetunion die volle Rückendeckung zu gewähren. Keinesfalls als Friedensengel - ein Gerücht, das sich bis heute hartnäckig hält - war Heß unterwegs; er flog auf eigene Rechnung, aber dies, so seine Intention, um Hitler entgegenzuarbeiten. Heß wurde in Schottland gefangengesetzt und vom englischen Geheimdienst benutzt, um die Sowjetunion unter Stalin im zweiten Weltkrieg auf eine falsche Fährte zu locken. Stalin glaubte den vom englischen Geheimdienst verbreiteten Gerücht, dass die Gefahr eines deutsch-englischen Friedens bestünde. Dies veranlasste ihn zu Truppenbewegungen an der deutsch-sowjetischen Grenze, die sich später als ungünstig erwiesen. Der Flug Heß lag mitten im Spannungsfeld des deutsch-englischen Luftkriegs und der Vorbereitungen Hitlers auf das „Unternehmen Barbarossa“, den Angriff auf Sowjetunion, am 22. Juni 1941. All dies präsentierte Prof. Schmidt anschaulich und analytisch, um in einem letzten Schritt zu erklären, warum Heß bis 1987 in Haft saß (Die Sowjetunion setzte dies durch). Im Anschluss an den Vortrag bestand noch Fragebedarf von Seiten der Elftklässler, die Prof. Schmidt ausführlich beantwortete und damit den interessanten Vortrag beschloss. (Dirk Simon)

10. November 2013: Burgenbau - Historie hautnah erlebenFebruar2013 Klasse 7c Stadtmodell Mittelalter.geaendert

Die Klassen 7a und 7c lassen in Kunst und Geschichte eine mittelalterliche Stadt auferstehen.

„Die Stadt im Mittelalter“ - ein Thema der 7. Klasse, das lebendig dargestellt werden kann - nur wie? Der Kunstlehrer Sebastian Zimlich grübelte über diese Frage und hatte eine Idee. Warum nicht einfach eine Stadt des Mittelalters nachbauen?

Mit den Geschichtslehrern Frau Nothhaft und Herrn Simon plante er ein fächerübergreifendes Projekt mit den Klassen 7a und 7c am Staudinger-Gymnasium.

Im Geschichtsunterricht erarbeiteten die Klassen Grundlagen, Standortfaktoren und Aufbau einer mittelalterlichen Stadt wie am Beispiel Erlenbach, einer Stadt, die ihr Marktrecht nach der Sage von Friedrich Barbarossa erhalten haben soll. Obernburg zeigte sich als Beispiel einer Stadt, die sich auf eine römische Siedlungstützen konnte. All dieses Wissen setzten die Siebtklässler im Kunstunterrichtum und erschufen eine mittelalterliche Stadt, die alle Bestandteile einer solchen aufwies.

Am vergangenen Freitag wurde die komplette, nur aus Papier bestehende Stadt in der Aula des HSG aufgebaut, die Technik-AGsorgte für das „coole Licht“, wie es Simon Lange, einer der Techniker der siebten Klasse, nannte und die eingeübten Rollenspiele von Gauklern und Spielleuten und dem bunten Treiben auf einem mittelalterlichen Markt konnten von der Klasse 7c vorgestellt werden. Mit den angefertigten Einzelbauteilen der Stadt zeigte es sich, dass sowohl Aschaffenburg, Würzburg und Mainz, wie aber auch Klingenberg, Miltenberg und Roßbach nur durch Umstellen der Bauteile vor den Augen der Schüler erstehen konnten.

Der Direktor Herr Blank lobte den Eifer und die Baukunst der siebten Klassen und freute sich, wie lebendig Geschichte fächerübergreifend dargestellt werden kann. (Dirk Simon)

17. Oktober 2013: Wo ist in Erlenbach eigentlich die Moschee?“

Die Sozialkundekurse der Q12 des Hermann-Staudinger-Gymnasiums Erlenbach besuchen die DITIB-Moschee in Erlenbach am Main.

Diese Fragen wurden in der Q12 laut, als der Besuch der DITIB-Moschee in Erlenbach, genauer Am Dornbaum 2 angekündigt wurde. Es stellte sich heraus, dass bisher kaum einer die Moschee von innen gesehen hatte. Im Rahmen der Zusammenarbeit des Frauen für Frauen-Vereins mit Markus Füller und Dirk Simon, Sozialkundelehrer am HSG, hatten deren Schüler die Gelegenheit, einen Eindruck vom religiösen Leben in einer Moschee zu gewinnen.

Frauen des Moscheevereins der DiTIP- Moschee in Erlenbach führten die Schüler der Oberstufe durch das Moscheegebäude. Herzstück der Moschee ist der Gebetsraum, der zuerst besichtigt wurde und in der eine große Fragerunde mit dem Imam Mücahit Jɩldɩrɩ stattfand. Beeindruckt lauschten sie dem vorgetragenen Gebetsruf des Imam und verfolgten interessiert seine Ausführungen zu den Grundpfeilern des muslimischen Glaubens, die von Hülia Ewin ins Deutsche übersetzt wurden.

Deutlich erkannten die Schüler die vielen Gemeinsamkeiten, die zwischen den Religionen herrschten. Anschließend wurde von Seiten der Frauen des Vereins die türkische Gastfreundschaft vorgelebt, es gab in Fülle türkischen Tee, Kaffee und viele türkische Spezialitäten, die den Besuch in gemütlicher Runde ausklingen ließen. Die Lehrer des HSG bedankten sich und freuten sich sehr über die Einladung des Moscheevereins an Schüler und Lehrer, jede Woche beim Freitagsgebet ungezwungen einfach mal vorbeizuschauen. (Dirk Simon)