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Am HSG geht Liebe durch den Magen

von Havanur Saki (Q11)/Dirk Simon, Juli 2017

Bekannt ist: Liebe geht durch den Magen. Dies gilt aber genauso für die Liebe, die wir für andere Kulturen und beim Bilden von neuen Freundschaften empfinden. Durch die Unterstützung und Hilfe des Projekts „Starke Mütter – Starke Kinder“ des Vereins „Frauen für Frauen e.V.“ aus Erlenbach am Main bereitete man zusammen mit den Schülerinnen und Schülern in der Mensa des HSG ein türkisches Mittagessen zu: Linsensuppe, gefüllte Paprika, Auberginen und Zucchini, Tzatziki nach türkischer Art und einen Nachtisch. Die Schülerinnen und Schüler des Sozialkunde- und Geschichtskurs bei Markus Füller und die Frauen des Vereins, die sich um die Integration v.a. weiblicher Migranten jeden Alters kümmern, und dafür kürzlich den Bayerischen Integrationspreis 2017 erhalten haben, lernten sich beim Schnippeln und Kochen kennen. Sozialkunde Mensaessen Juli17

Jeder wählte einen anderen Bereich des Kochens, so wurden Zuccini ausgehöhlt, der Reis angesetzt, das Tzatziki vorbereitet, sodass auch alles bis zum ersten Ansturm auf das Mittagessen um 12.10 Uhr fertig war, „wir hätten noch zwanzig Essen mehr verkaufen können“, stellte Annette Becker, Mensachefin und Mitorganisatorin, fest. Dabei entwickelten sich viele Gespräche über das Leben der älteren Frauen und ihre Lebenseinstellung. „Mensch ist Mensch“, sagt eine ältere Migrantin und bezieht dies auf den Rassismus und die Intoleranz, die in vielen Ländern, wie auch der Türkei herrscht. Dabei möchte sie vor allem auf den Konflikt mit einer gewissen Minderheit anspielen. Solche Konflikte soll es in Zukunft nicht mehr geben und welche Form der Prävention eignet sich am besten dafür? – Richtig, Essen!

 

 

 

 

 

 Fake News und Wahrheit

von Dirk Simon, Mai 2017

Sozialkunde Vortrag Lügenpresse BR März17„Last nite in sweden“ – was passierte da? Ein von Donald Trump in die Welt gesetztes Gerücht machte über Nacht Karriere, da niemand wusste, von was oder wem er da twitterte. Die Auflösung blieb ebenso im Nebulösen.

Was sind seriöse Nachrichten? Was sind Fake-News? Wie entsteht überhaupt eine Nachricht? Nicht nur seit dem Schwedengerücht von Donald Trump sind diese Fragen wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit getreten. Zeit, einen Experten dazu ins Boot zu holen, der uns aus erster Hand darüber berichten kann: Frank Müller, Reporter des Bayerischen Rundfunks, kam vergangene Woche an das Hermann-Staudinger-Gymnasium, um zwei Sozialkundekursen der Q12 mit insgesamt 43 Schülern, betreut von David Hohm und Dirk Simon, das Wesen des Journalismus näher zu bringen.

Nur zuhören war jedoch nicht, die Schüler durften gleich selbst nach einer Einführung ans journalistische Werk gehen. Die Amtsantrittsrede von Donald Trump sollte zu einer Pressemeldung gefasst werden. Viele versuchten es sachlich, aber konnte man darüber berichten, ohne Wertungen und Gefühle mit hineinzubringen? – Dies fiel manchem Schüler sichtlich schwer. Ganz frei von Emotionen zu schreiben ist eine ständige Herausforderung für jeden Journalisten, wie Frank Müller berichtete. Von besonderem Interesse war es für die Schüler, wie man als seriöse Medien gegen die Flut an Tweets, Snaps, Chats, Gerüchten und Bildern ankommt, die sich online in Sekundenschnelle zu verbreiten scheint. „Wir bespielen die digitalen Medien und versuchen so viele Altersgruppen wie möglich zu erreichen, aber wichtig ist es, nicht der Erste, sondern der Seriöse zu sein“, gab Frank Müller zu Antwort.

„Und wie ging man mit einer pressefeindlichen Partei wie der AfD in der Vergangenheit um“, wollte ein Schüler wissen? Frank Müller berichtete hierzu von schwierigen Umständen für die Reporter, da bei AfD-Veranstaltungen teilweise eine aggressive Stimmung gegenüber den Medien herrscht. Er beantwortete ausführlich die vielen Fragen der Schüler, erzählte von eigenen Erfahrungen, sprach von der fragmentierten Zukunft der Medien und vermittelte den Schülern damit ein authentisches Bild des Journalisten in der heutigen Zeit. Nebulös wie die eingangs erwähnten Fake-News des neuen US-Präsidenten war diese Veranstaltung jedenfalls nicht.

 

Wohin mit übriggebliebenen Lebensmitteln? - Sozialkundeprojekt am HSG

Sozialkundeprojekt 9c HSGERLENBACH. „Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie viele Lebensmittel ihr täglich in die Tonne werft?“ - Dieser Frage ging die Klasse 9c des Hermann-Staudinger-Gymnasiums beim diesjährigen Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung nach. Eifrig recherchierten die Schüler in den Supermärkten, Metzgereien und Bäckereien der Umgebung, was mit den übrig gebliebenen Lebensmitteln gemacht werde, „bis nach Eschau sind wir gegangen, um das herauszufinden“, berichten Hami Arslan und Tino Blickhan. Die Gruppen strömten in ihrer Freizeit aus, um die Ergebnisse im Klassenzimmer zusammen zu tragen, „jedes Team war eifrig dabei“, stellten Lorena Feyrer und Vivien Scholz zufrieden fest.

„Vieles wird dabei nicht weggeworfen, sondern an die Tafel oder an den Martinsladen gespendet“, so die Ergebnisse von Murat Yabanci und Etienne Backes. Nur, wie sollte man die Ergebnisse präsentieren? Die Klasse entschied sich für einen Radiobeitrag, „bei dem jeder einmal der Moderator sein darf“, wie Enes Kücüközdemir und Marco Benz übereinstimmend erklärten. Lea Becker und Maike Becker, die gleichzeitig moderierten, überlegten sich eine passende Reihenfolge der Gruppenarbeiten, Joshua Osifo übernahm den dritten Moderator und die Sendung „Mitten im Müll“ ging on air. Michelle Völker und Hannah Stenger berichteten zur Situation bei den Bäckereien, „bei drei Bäckereien haben wir nachgefragt“, erzählten Jessica Ulbrecht und Lara Suffel. Während Melissa Thomas, Jennifer Scheffing und Josefine Gustmann sich zu den Supermärkten informierten. „Es ist spannend, wie in der direkten Gegend mit Essen umgegangen wird“, freuen sich Sena Karacavus und Zeynep Köse über das Projekt. „Wir hoffen natürlich, dass wir vielleicht auch etwas gewinnen,“ so Lucas Siegers und Max Tartler. „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, bei diesem Projekt mitzumachen“, sagen Julian Moro und Michael Henneberger.

Dirk Simon

 

 

In Erlenbach Einblick in die Welt des Islam genommen

Die Sozialkundekurse der Q12 des Hermann-Staudinger-Gymnasiums Erlenbach besuchen die DITIB-Moschee in Erlenbach am Main.

Im Rahmen der Zusammenarbeit des Projekts „Starke Mütter – Starke Kinder“, der dem Verein „Frauen für Frauen e.V.“ angegliedert ist und den Sozialkundelehrern am HSG, Markus Füller und Dirk Simon, hatten die Schüler der Q12 die Gelegenheit der DITIB-Moschee in Erlenbach einen Besuch abzustatten. Es stellte sich heraus, dass bisher kaum ein Schüler eine Moschee von innen gesehen hatte.

Moscheebesuch Q12 April16Der Imam Müscahit Yildirim und die muslimische Theologin Frau Ayhan Kaya der Erlenbacher DiTIP- Moschee, führten die Schüler der Oberstufe durch das Moscheegebäude. Zuerst wurde das Herzstück des Gebäudes, der Gebetsraum besichtigt. Beeindruckt lauschten die Schüler dem vorgetragenen Gebetsruf des Imam und verfolgten interessiert seine Ausführungen zu den Grundpfeilern des muslimischen Glaubens, die Dilek Karadeniz ins Deutsche übersetzte. Geduldig und ausführlich beantwortete der Imam anschließend alle offenen Fragen der Schüler.
An diesem Morgen lernten die Jugendlichen vieles über die Unterschiede und vor allem über die Gemeinsamkeiten der Religionen z.B. die Schriften der Weltreligionen, die im Islam gelten.

Zum Abschluss erlebten wir die türkische Gastfreundschaft. Es gab in Fülle türkischen Tee, Kaffee und türkische Spezialitäten, die den Besuch in gemütlicher Runde ausklingen ließen.
Die Lehrer des HSG und die Projektleiterinnen bedankten sich und brachten als Gastgeschednk einen Ramadankalender für Kinder mit, der laut den Worten des Imam einen Sonderplatz in der Moschee erhalten werde. Schüler wie Lehrer freuten sich über die Einladung des Moscheevereins, jede Woche beim Freitagsgebet ungezwungen einfach mal vorbeizuschauen.

Dirk Simon