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 Orientierungshilfe: Früher hieß Geographie ganz einfach Erdkunde – die Kunde oder Wissenschaft von der Erde. Heute ist das immer noch so. In den Klassen 5, 7, 8 und 10 (in Q11 und Q12 ist Geographie Wahlfach) vermitteln wir Erdkundelehrer und –lehrerinnen Wissenswertes von der Welt, auf und von der wir leben. Das ist nicht gerade wenig, und daher brauchen wir zunächst einmal eine grobe Orientierungshilfe oder ein Ordnungskonzept. Die drei Schubladen, die in der 5. Klasse aufgemacht werden (und im Wesentlichen auch noch an der Universität Bestand haben) lauten Naturgeographie, Kulturgeographie und Länderkunde. Lassen Sie uns mal genauer in diese Fächer schauen:
 Naturgeographie: Ganz einfach gesagt ist das die Beschreibung der Erde und der Regeln, nach denen sie geformt wird, ohne den Menschen und seinen Einfluss. Die Naturgeographie beschreibt den Aufbau der Erde und sie erklärt, wie diese geformt wird und sich verändert. Hier erfahren Schülerinnen und Schüler etwas über die Bewegung der Erdplatten, über Erdbeben und Vulkanismus, über die Entstehung von Gebirgen und über deren Verschwinden. Schon früh lernen unsere Schüler zwischen Erosion und Sedimentation zu unterscheiden und sie wissen, wo im Verlauf eines Flusses Abtragung und Ablagerung wirksam werden. Dass es am Äquator heiß und an den Polen kalt ist, gehört zum Allgemeinwissen. Fortgeschrittene wissen auch, wie die Schrägstellung und die Bewegung der Erde unser Klima und Wetter beeinflussen und die Grundlagen für Leben auf der Erde bilden. Und damit wären wir schon bei der zweiten Teildisziplin.
 Kulturgeographie: Erst jetzt kommt der Mensch ins Spiel. Die Erde hat sich nämlich erst einmal etwa 4,5 Milliarden Jahre auf uns vorzubereitet. Die naturgeographischen Voraussetzungen bestimmen, wo und auf welche Weise wir Menschen die Erde besiedelt haben und wie wir sie heute nutzen. Die Verteilung von Meer und Land, das Relief, das Maß der Sonneneinstrahlung und die Menge der Niederschläge entscheiden, was die Natur dem Menschen freiwillig gibt. Wo die klimatischen Voraussetzungen günstig sind, entwickelt sich menschliche Kultur - auch mit ihren zunehmend schädlichen Rückwirkungen auf die Natur. Die Betrachtung und Analyse solcher Wechselbeziehungen zwischen Natur und Mensch steht im Mittelpunkt kulturgeographischer Arbeit. Typische Fragen in diesem Arbeitsgebiet sind: Wo siedelt sich der Mensch warum an? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Bodenschätzen und Industrie? Wie ist eine Stadt aufgebaut, welchen Regeln folgt die Entwicklung des Verkehrsnetzes und der gesamten Infrastruktur? Immer wichtiger geworden ist in den letzten Jahren die Betrachtung solcher Fragen im globalen Zusammenhang. Damit beschäftigen wir und vor allem in Q11 und Q12, wo auch Fragen nach den Ursachen von Ungleichheit und Ungerechtigkeit gestellt werden.
 Länderkunde: Bei der Betrachtung einzelner Länder oder Räume werden beide Aspekte berücksichtigt. Schon in der 5. Klasse lernen die Kinder Deutschland von den Küstenebenen bis zum Hochgebirge der Alpen und die Gründe für landwirtschaftliche oder industrielle Nutzung kennen. Natürlich gehören zur Länderkunde auch solide topographische Grundkenntnisse (Wo ist Was?).