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Absent für einen Vormittag

von Dirk Simon

In jeder Klasse gibt es die Aufgabe des Absentenheftführens. Zwei Schüler holen sich jeden Morgen das Absentenheft vor Stundenbeginn aus dem Fach vor dem Sekretariat und bringen dieses am Ende des Schultages wieder zurück. Dazwischen tragen die beiden Schüler das Absentenheft von Stunde zu Stunde, damit der unterrichtende Lehrer dokumentiert, dass die Stunde gehalten wurde. Ebenso werden die fehlenden Schüler am jeweiligen Tag eingetragen und später deren Krankmeldung abgeheftet. All dieser bürokratische Vorgang wird von den beiden Schülern bewältigt, „und dieses Verhalten wollen wir als Lehrer belohnen“, wie es Martin Lange, Unterstufenbtreuer, betont. Gemeinsam mit Frank Fuchs, Mittelstufenbetreuer, findet zu Beginn des Schuljahres ein Ausflug mit allen Absentenheftführenden des letzten Jahres statt, indem Aschaffenburg das Ziel ist und die Schüler diesen Vormittag als Belohnung bekommen, „manchmal ist es schon ein wenig eine Rennerei, von manchen Lehrern fehlende Unterschriften zu bekommen“, betonen Vanessa Trapp und Johanna Seefried, Schülerinnen der Klasse 9c, die Mühen des Absentenheftführers. „Die Schüler und Schülerinnen, die das Absentenheft führen, machen wirklich das ganze Jahr über wundervolle Arbeit“, lobt Martin Lange vor Ort die Schüler.

Ausflug Absenten

Das Ziel als Lehrkraft und als Direktorin: Werte und Wissen vermitteln

StDin Christine Büttner wurde in ihr Amt als Schulleiterin des HSG Erlenbach eingeführt

von Heinz Linduschka

Amtseinführung Büttner Schultüte Okt17.geaendert

 

Erlenbach. Eines machte die Amtseinführung der neuen Schulleiterin in der Aula des HSG Erlenbach am Dienstagnachmittag deutlich: An Rückhalt bei ihrer neuen, anspruchsvollen Aufgabe wird es Christine Büttner nicht fehlen. Sie tritt ihr Amt mit einem großen Vertrauensvorschuss an. Das machte schon ihre Stellvertreterin Annette Wohlmann bei der Begrüßung klar, als sie mit Augenzwinkern versicherte, dass vom weiblichen Führungstrio der Schule keine Schreckensszenarien wie in Shakespeares „McBeth“ zu befürchten seien. Die Ministerialbeauftragten, die Leitende OStDin Monika Zeyer-Müller, begann ihre Rede mit dem

Satz: „Kein Zweifel: Schule und Schulleiterin passen bestens zusammen!“ Mit Blick auf die Stationen in Büttners Laufbahn als Gleichstellungsbeauftragte, als Verbindungs- und Beratungslehrerin und auf ihre Erfahrungen als stellvertretende Schulleiterin am JEG Elsenfeld bescheinigte die Ministerialbeauftragte Christine Büttner eine „ausgeprägte Fach- und Sozialkompetenz“, bezeichnete sie als „Führungskraft mit Vorbildwirkung“, die in der Lage sei, die Balance zwischen den unterschiedlichen Erwartungshaltungen zu finden, die an sie als Schulleiterin gestellt werden, und zugleich klare Entscheidungen zu fällen.

Sehr positiv und konstruktiv klangen auch die Grußworte: Landrat Jens Marco Scherf zeigte sich auch persönlich sehr erfreut über die neue Schulleiterin an „unserem HSG“, die er schon bei Tagungen der Beratungslehrer kennen- und schätzen gelernt hat und deren „festes Wertefundament“ er immer wiederhervorhob. Bürgermeister Michael Berninger ging wie Scherf mit einem Lächeln auf den „Migrationshintergrund“ Büttners ein, die auf ihrem beruflichen Weg vier Schulsysteme im föderalistischen Deutschland durchlaufen hat, und wünschte sich und der Stadt weiter „gute Nachbarschaft des Gymnasiums mit unserer Mittelschule“. Der Personalratsvorsitzende Nikolaus Volland versicherte der neuen Direktorin die solidarische Zusammenarbeit mit der „gesamten Schulfamilie“ bei der Bewältigung der Aufgaben wie dem Neubau und auf dem (Rück-)Weg zum G 9, während der Elternbeiratsvorsitzende Heiko Reichold schon in der ersten gemeinsamen Sitzung des Gremiums sehr positive Erfahrungen mit Christine Büttner für den Konsens zum Wohl der Schülerinnen und Schüler erkannte.

Die SVM-Vertreter Emil Spilger, Louis Markert und Eva Giegerich füllten mit den „Wunschzetttel“ der HSG-Schülerinnen und –Schüler die Schultüte der neuen Schulleiterin Die zahlreichen, aber erfrischend klaren und positiven Reden überforderten die Geduld der Zuhörer nie, zumal HSG-Schülerinnen und Schüler mit intensiven, sensiblen Musikeinlagen immer wieder für Glanzpunkte in der Feier sorgten: Das Blechbläserensemble genau so wie Anna Bruhm mit ihrer ausdrucksstarken Eigenkomposition „Heaven“ am Klavier und sieben junge Sängerinnen unter der Leitung der Musiklehrerin Monika Lingner mit Adeles „Skyfall“, das mit den mutigen Zeilen endet: „Lass den Himmel einstürzen! Wenn alles zerfällt, werden wir aufrecht dastehen.“Was von der neuen Schulleiterin so alles erwartet wird, deuteten die drei SMV-Vertreter Eva Giegerich, Emil Spilger und Louis Markert an, als sie – nicht tierisch ernst gemeint – die Schultüte für die neue Direktorin mit den Wünschen füllten, die bei einer Umfrage im HSG aufgeschrieben worden waren. Drei Beispiele aus der langen Liste: längere Pausen, freies Wlan und ein weniger strenges Handyverbot. Mit einem stimmungsvollen Song rundeten die HSG- Sängerinnen unter der Leitung von Monika Lingner die Amtseinführung in der Aula ab.

Mit „Ich erkenne mich selbst kaum wieder vor lauter Lob“ begann Christine Büttner ihre Rede, die man in der Politik als eine Art persönliche, aber inhaltlich klare „Regierungserklärung“ bezeichnet hätte. Sie ging auf ihren Weg von der Geburt in Hessen bis zum Schuldienst in Bayern ein und formulierte dann die Prinzipien, ihr als Lehrerin mit den Fächern Evangelische Religion und Mathematik immer wichtig waren und die auch ihre Arbeit als Schulleiterin prägen sollen: „Beruf und Berufung“ sei ihr das Unterrichten, für sie sei es wichtig, Fachwissen und Werte zu vermitteln, die Wertschätzung und der Respekt für Menschen dürften nicht an Leistungen gebunden sein. Ihr Ziel als Lehrerin sei es immer gewesen, dazu beizutragen, dass Mädchen und Jungen sich zu „fröhlichen, selbstbewussten und verantwortungsbereiten jungen Menschen“ entwickeln können.

 

Amtseinführung Büttner Okt17.geaendert

 

Medienkonzept und Medienerziehung am HSG

 

Die Digitalisierung des Alltags stellt uns als Schule vor neue Herausforderungen und bietet gleichzeitig neue Chancen für die Vermittlung von Wissen. Es ist deshalb für uns eine Selbstverständlichkeit, die Unterrichtsräume mit modernen Medien auszustatten: Seit dem Schuljahr 2014/15 gehören Beamer, Computer und Dokumentenkamera zur Grundausstattung in allen Klassenzimmern. Über die Hälfe der Unterrichtsräume verfügt momentan (Stand März 2017) zusätzlich über Smartboards. Die Vorteile des digitalen Lehrens und Lernens sind unumstritten. Als naturwissenschaftlich‐technologisches und wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium ermöglichen uns die spezifischen Lehrpläne eine besonders intensive Auseinandersetzung mit der Informationstechnologie. Ergänzt wird das Pflichtprogramm durch diverse Wahlunterrichtsangebote, bei denen Opensource‐Software eingesetzt wird. Um die manuellen Fähigkeiten möglichst früh zu trainieren, können die Schüler der 6. Jahrgangsstufe freiwillig den Kurs „Tastschreiben am PC“ besuchen. Im Deutschunterricht der Oberstufe ersetzt der Computer in einigen Kursen den Schreibblock und ermöglicht zeitgemäßes Arbeiten. Die Informatikkurse der Oberstufe sind mit Tablets ausgestattet.

 

Als Lehrer wollen wir nicht nur die Vorteile des digitalen Lehrens und Lernens nutzen, wir sind auch verpflichtet, die Kinder und Jugendlichen beim Umgang mit den modernen Medien auf die Gefahren im Umgang mit dem Internet und den sozialen Netzwerken hinzuweisen und zu medienkompetenten Nutzern zu erziehen. Im Zweijahresrhythmus werden deshalb verschiedene Veranstaltungen angeboten:

Medienerziehung

Projekttag

Ablauf für die 10. Klassen

8.00 EintreffenLuther Playmobil.geaendert

8.15 Begrüßung und Musik (Frau Büttner/Joachim Hammer)

8.30-9.25 Vortrag von PD Dr. Kleinehagenbrock, Würzburg/Mainz

9.25-9.40 Pause

9.40-10.50 Workshop 1 (70 Min.)

10.50-11.00 Pause

11.00-12.10 Workshop 2 (70 Min.)

12.10-12.20 Pause

12.20-12.50 Abschlussplenum (Musikbeitrag von Workshop "Musik" und Plakatausstellung)

MINT gewinnt - Fächerübergreifendes

 

Viele fächerübergreifende Projekte vernetzen MINT-Gedanken mit anderen Lerninhalten und sozialen Engagement.

Einige Beispiele hierfür:

· Zusammenarbeit Deutsch / Informatik: Schulaufgaben werden in bestimmten Jahrgängen am Computer bearbeitet.

· Lesekoffer für die 5. und 6. Klassen wird ergänzt durch naturwissenschaftliche Bücher

· Projekt Wirtschaft / Biologie: Zucker ersetzen?

· Seminar: Die Atombombe – Fusion von Technik und Literatur

· Seminar: Technische und rechtliche Aspekte rund um Datensicherheit / Datenschutz

· Begegnung der Generationen: Angebot eines Handykurses und eines Webführerscheins für Senioren, betreut von unseren Schülern.

· Flüchtlingsprojekt „Ziemlich fremde Freunde“ (Ausgezeichnet mit dem Integrationspreis): Förderung von Flüchtlingskindern u. a. durch die Beschäftigung mit MINT-Themen (Besuch der Experimenta, Bau von kleinen Elektromotoren, ...)