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Romeo küsst Julia

Zum Inhalt:

Frau Lessing-Bachmann möchte mit ihrer Theatergrup­pe „Romeo und Julia“ auf die Bühne bringen. Sie selbst hält diese Idee für „wundervoll“, sieht sich aber mit Widerständen verschiedenster Art konfrontiert:

Die „Kleinen“ aus der 6. möchten lieber etwas „Ver­nünftiges“ spielen (ein Märchen zum Beispiel); die Mädchen halten sich allesamt für die einzig wahre Julia und geben das der Regisseurin und der Hauptdarstel­lerin (Sophie) nur allzu deutlich zu verstehen. Auch die Jungen sehen sich eher in der Rolle des Romeo als in einer anderen Rolle.

Auf der anderen Seite wehrt sich Sophies Vater gegen den Bühnenkuss seiner Tochter („Wer meine Tochter küssen darf, entscheide immer noch ich!“), während selbige einfach nur ihre Rolle spielen möchte und ganz nebenbei in Nick verliebt ist. Der wiederum hofft, mit­hilfe der Rolle des Romeo Sophies Herz zu erobern...

Freundinnen und Freunde sind gefordert, die Schulpsy­chologin hat auf einmal ungeahnten Zulauf und die Re­gisseurin steht am Rande des Wahnsinns.

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MomoMomo am HSG: Eine herrliche Zeitverschwendung

Umjubelte Premiere des Kinderklassikers „Momo“ vor 250 Zuschauern am HSG

von Dirk Simon

"Zeit ist Leben, und das Leben wohnt im Herzen", heißt es in Michael Endes wunderbarem Jugendbuch "Momo", und dieses Motto ist den Schauspielern des Oberstufentheaters unter der Regie von Martin Lange bei ihrem Spiel anzumerken, die mit viel Herzblut die Theaterfassung von Vita Huber auf die Bühne der Aula des Hermann-Staudinger-Gymnasiums bringen.

Das kleine Mädchen Momo, anmutig und bezaubernd von Ronja Daub gespielt, hat eine Gabe: Sie kann geduldig den Geschichten der Mitmenschen und ihren Freundinnen Paula, Claudia, Maria und Franca (gekonnt-verspielt: Salima Braunwarth, Lucie Duesmann, Nina Fuchs und Lucy Hektor) zuhören. Dieses frohe Zusammenleben findet aber ein jähes Ende - „Leben ist Zeit, Zeit ist Geld, Geld ist Luxus und Luxus können wir uns nicht leisten“ - Die aus dem Nichts auftauchenden grauen Mitarbeiter der Zeitsparkasse leisten tüchtige Arbeit, als sie auftauchen, allen Bewohnern auf Minute und Sekunde vorzurechnen, wie viel Zeit sie einsparen können und dabei unablässig an ihren Zigarren ziehen (klasse gespielt: Dominique Guilleaume, Helen Breunig, Michelle Dauber, Lucie Duesmann, Sarah Seitz und Lars Baier). Und plötzlich hat keiner mehr Zeit, sich Zeit zu nehmen. Die Kinder um Momo und ihre Freunde, der Straßenkehrer Beppo (entspannt-träumerisch: Johannes Bruhm) und die Fremdenführerin Gigi (sehr überzeugend: Nora Schröder) proben den Aufstand und demonstrieren, es ist „fünf vor zwölf“, aber keiner kommt, alle sind beschäftigt, ihre Zeit hereinzuholen. Dies macht Momo traurig, sie will auch nicht mit dem neuen Zeitvertreib der Kinder spielen: „Bibigirl (mechanisch-spitze: Leah Spielvogel) und Bubiboy“ - die perfekte Puppe zum Spielen und Anziehen. Die Zeiten ändern sich - der Alltag wird immer grauer, jeder hetzt durch sein Leben, Beppo kehrt die Straße schneller ohne Sinn und Verstand, Nino, der Gastwirt (überzeugend: Jonas Giegerich) hat Waren rechtzeitig auszuliefern, Liliana, seine Frau (gut: Paula Schulz) hilft und Fusi, der Frisör (dauergewellt-gut: Lennart Eichhorn) schneidet im Minutentakt, Gigi wird Filmstar mit einem prallen Terminkalender, der von ihrer Managerin straff eingehalten wird (herrisch: Lara Gradtke) und keiner will mehr was mit Momo unternehmen. Doch diese schöpft neue Hoffnung, sie trifft die Schildkröte Kassiopeia (herrlich langsam: Jülide Ön), die sie zur Meisterin der Zeit, Hora (mit einem Uhrenkleid und spielerisch glänzend: Ann-Sophie Fries), bringt. Die grauen Damen können ihr dabei nichts antun. Bewaffnet mit einer Zeitblume und ihrer Gefährtin Kassiopeia versucht Momo in einem letzten zeitraubenden Versuch, die grauen Damen aufzuhalten.

Hervorragend in Licht und Ton von der Technik-AG (Simon Lange, Niklas Englert, Marvin Welzbacher, David Zöller, Lara Schulte) umgesetzt wird dieses Stück von den 20 Schauspielern gemeistert und mit viel Leben und Spielfreude dem Publikum präsentiert. Zwei Möglichkeiten, dieses sehenswerte Stück live zu erleben, bieten sich am Donnerstag, 26.1, 19 Uhr und am Freitag, 27.1., 19 Uhr, um eine Spende wird gebeten. Lassen Sie sich auf diese wunderbare Zeitverschwendung ein!

 

 

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