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HSG-Schulleiter Konrad Blank sagt Servus

von Dirk Simon

Nach 31 Jahren des schulischen Wirkens geht Konrad Blank, der Leiter des Hermann-Staudinger-Gymnasiums in Erlenbach/Main, in den Ruhestand. Vor rund 150 Gästen in der Aula des HSG waren die Festredner voll des Lobes über den engagierten Pädagogen. Konrad Blank war der fünfte Direktor des Hermann-Staudinger-Gymnasiums, der seit 2006 die Geschickte der Schule lenkte, die derzeit rund 900 Schüler zählt. Die Zahl der Abiturienten, die er in Erlenbach verabschiedet hat, dürfte vierstellig sein, am Dienstag nun war es Konrad Blank selbst, der von der Schulfamilie herzlich verabschiedet wurde. Wie in Ovids Metarmorphosen stehen Veränderungen am HSG an, fasste Uli Koch, der stellvertretende Schulleiter, in seiner Begrüßung zusammen. „Eine treibende Kraft liege jeder Metarmorphose zugrunde und mit viel Schaffenskraft und Tatendrang gelang dies Konrad Blank“ in seiner elfjährigen Direktorentätigkeit. So erinnerte Uli Koch beispielsweise an den Ausbau der Sportanlagen, die die Grundlage schufen, das HSG zu einem Aushängeschild in Sachen Sport zu machen oder der Aufbau der offenen wie gebundenen Ganztagesklasse. Tür immer offen Nikolaus Volland als Vertreter des Personalrats beschrieb, wie Konrad Blank den Ausgleich zwischen der Institution Schule und dem einzelnen Individuum schaffte. Dies gelang durch einen kollegialen Führungsstil, aber auch dadurch, „dass die Tür des Direktors im wahrsten Sinne des Wortes immer offen stand.“

Für den Elternbeirat sprach Heiko Reichold seinen Dank für die Verdienste von Konrad Blank aus. Das Bild des römischen Familienvaters, der sich um alle Belange der Familienangehörigen kümmert, skizzierte Eva Giegerich, 1. Schülersprecherin, und beschrieb damit das Wirken des Direktors aus Sicht der Schüler. Uli Koch beendete sein Grußwort mit einem Ausblick, in welchem er Konrad Blank versicherte, dass er jetzt keine Verantwortung mehr tragen müsse, aber auch nicht mehr bestimmen dürfe. Das Schlusswort übergab er an Ann-Sophie Fries, Abiturientin, die auftrat in ihrer Rolle als Meisterin Hora und ihre letzten berühmten Sätze aus „Momo“ rezitierte: „Die Bedeutung der Zeit: Die Zeit ist das Leben und das Leben, das wohnt im Herzen. Denn alle Zeit, die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist verlorene Zeit.“ Eine Ära geht zu Ende Die Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Unterfranken, Monika Zeyer-Müller, sprach von einer „Ära, die zu Ende geht.“ Am 1. August 2000 wurde Konrad Blank Konrektor, am 1.8.2006 Schulleiter des HSG und „vor allem das dominierende Element der Schule.“ Die Schule stand vor großen Herausforderungen und „sie haben deutliche Spuren hinterlassen, dafür gebührt ihnen großer Dank.“ 31 Jahre schulisches Wirken in Erlenbach seien „ein Statement“. 

Anschließend umschrieb Monika Zeyer-Müller die Persönlichkeit Konrad Blanks: „Wer aus eigener Motivation heraus in der Lage sei, Schüler zu motivieren, der erreiche auch deren Herzen“ - damit spielte sie auf die Begeisterung für seine Fächer an, in denen er vielfältige Aktivitäten initiierte und mit „seiner strahlenden Freundlichkeit bei allen beliebt war.“ Spuren in der Schule hinterlassen Landrat Jens-Marco Scherf erzählte von einer Biologiedoppelstunde im Jahre 1992 aus seiner Schulzeit am HSG, bei der es auf die Beharrlichkeit und Durchsetzungskraft von Konrad Blank ankam, die im auch im Amt als Schulleiter gegenüber dem Sachaufwandsträger zugute kamen. In seinen Augen ist „ein Schulleiter ein eierlegender Wollmilchtiger, der seine Krallen zeigen oder zubeißen muss“ - so die bayerische Defintion des Schulleiters. Diese Fähigkeit bescheinigte er Konrad Blank, der in all seiner Zeit immer als „Anwalt der Schule“ auftrat und verlässlich blieb.

Dies hob auch Erlenbachs Bürgermeister Michael Berninger hervor, der Konrad Blank ein „Muster an Verlässlichkeit“ attestierte und damit „blankes Vertrauen“ in ihn setzte, was eine fruchtbare Zusammenarbeit bedeutete. Nachdem ein neugegründetes HSG-Männerballett (Leitung: Corinna Pangerl) aus Mitgliedern des Kollegiums und dem ehemaligen Konrektor und jetzigen Direktor des Kronberg-Gymnasiums, Henrik Barz, die Bühne und die Lachmuskeln der Gäste zum Beben brachte, ergriff der Scheidende selbst das Wort – vor allem, um Danke zu sagen. Er verstand sich immer als „Minister der Schule, aber in seiner ursprünglichen Bedeutung des Wortes, als Diener dieser.“ Als Schulleiter sei man allein hilflos, und deshalb dankte er den Schülern für deren erfrischende Art, den Eltern für die erzieherische Leistung, aber auch allen Mitarbeitern der Schule. Allen voran dankte Blank seinen Weggefährten aus all den Jahren. Sichtlich bewegt gestand Konrad Blank, dass die Verabschiedung für ihn „ein unvergessliches Erlebnis“ bleiben werde. Er sei „gerne Lehrer gewesen“, und sein Job als Schulleiter habe ihn sehr erfüllt. Seiner Nachfolgerin, Christine Büttner, wünschte er das Allerbeste und formulierte einen letzten Wunsch in den Raum: „Weiter so!“. Musikalisch umrahmten die Veranstaltung der HSG-Jugendchor unter der Leitung von Monika Lingner und die HSG-Bigband unter Leitung von Bernd Wehle.

 

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Verabschiedung der scheidenden Kollegen

Die Schule verabschiedet sich von Konrad Blank, aber auch von vier verdienten Kräften des HSG:

37 Jahre war Margit Steppan lang Lehrerin am HSG und entwickelte in ihren Fächern Biologie (Fachbetreuung) und Chemie die Schule maßgeblich mit.

Nicht ganz so lange war Florian Gramsamer Lehrer für Englisch (/Fachbetreuung) und Französisch am HSG und initiierte in seinen elf Lehrtätigkeit viele Fahrten, Konzepte und die Öffentlichkeitsarbeit am HSG.                      

Uli Koch verlässt als prägende Gestalt des Fachbereiches Sport und Latein die Schule, um den Direktorenposten in Amorbach zu übernehmen.

Und Carollin Wehrmann hinterlässt nach Jahren des Werkens in der Kunst eine Lücke, sie wechselt an das Kronberg-Gymnasium nach Aschaffenburg.

Wir sagen Danke und wünschen für die Zukunft alles Gute!

 

Im Bild von links nach rechts: Steppan, Blank, Wehrmann, Gramsamer und Koch.

Verabschiedung 2017

 

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Dahinter steckt immer ein kluger Kopf

von David Hohm

Da sitzen sie und lesen. Der eine den Kopf auf die Hand gestützt, der andere konzentriert am Blatt, der dritte streicht das Papier glatt, die Köpfe rauchen und man tut sich um in der Welt: Seit Februar beziehen die 21 Schüler und Schülerinnen der Q11 des Kurses von Dirk Simon, Deutsch- und Geschichtslehrer, des Hermann-Staudinger-Gymnasiums die Frankfurter Allgemeine Zeitung, um selbst einmal aktiv zu werden. Denn jeden Montag findet sich im Sportteil eine ganze Seite, die der Jugend gewidmet ist. Dies ermöglicht das Projekt „Jugend schreibt“, an der 100 Schulen mit 2000 Schülern aus Deutschland – und dieses Jahr auch dem HSG - und dem deutschsprachigen Ausland teilnehmen. Jeder Schüler der teilnehmenden Schulen ist aufgefordert, eine Reportage oder Essay zu verfassen und sich die Chance zu wahren, in der FAZ veröffentlicht zu werden. „Jeder von uns hat die FAZ nun ein Jahr als Epaper auf dem Handy, so kann man sie überall lesen“, freut sich Vinzenz Rüth, Schüler des Kurses. „Die ein oder andere Idee habe ich mir schon aufgeschrieben“, berichtet Marie Lieb, Schülerin, über ihr Vorgehen.

„Den Tipp dazu bekam ich von unserem letztjährigen Konrektor, Henrik Barz“, bemerkte Dirk Simon, der Initiator des Projekts an der Schule, „in einem Seminar in der Redaktion der FAZ bekamen wir Lehrkräfte das nötige Know-How, den Schülern die Techniken des journalistischen Schreibens beizubringen.“

Aber zu Beginn steht im Unterricht an erster Stelle das Kennenlernen und Auseinandersetzen der Zeitung: Der eine hängt im Panorama-Teil fest, der nächste studierte die Aktienkurse, der dritte will jetzt doch wissen, wie die Eintracht ihren Negativlauf stoppt und die vierte hat sich einen Artikel im Feuilleton gekrallt, „jeder ist ein anderer Leser und besitzt einen anderen Zugang – so werden später auch die Themen völlig unterschiedlich ausfallen, die sich die Schüler aussuchen,“ ist sich Dirk Simon sicher.

Nach Ideen geschaut wird bis zu den Osterferien: „Wir gehen auf die Suche nach ausgefallenen Hobbys, interessanten Berufen oder seltenen Begabungen,“ erzählt Paul Reichold, Schüler. Interviews und Treffen mit den zu porträtierenden Personen finden dann bis Pfingsten statt und ein erster Entwurf entsteht, der bis zum Abschluss noch einige Male redigiert wird. Soweit die Planung des Seminars, „ob wir es dann zu einer Veröffentlichung in der FAZ mit Namen des Schüler schaffen, das hoffe ich sehr, da die Schüler bisher mit Eifer dabei sind.“ freut sich Dirk Simon auf die kommende Zeit.

FAZ Jugendschreibt Q11 Simon

 

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Mittelmeerküche am Mittwoch - Vorgeschmack auf Streetfood-Festival

von Markus Füller

Mit einem Menü aus der Mittelmeer- und Levante-Küche liefert der Verein „Frauen für Frauen“ am Mittwoch, 12.07., gemeinsam mit der Mensa und dem Q11-Kurs Sk/G von Herrn Füller den kulinarischen Vorboten fürs Streetfood-Festival in der letzten Schulwoche. Das Essen kostet 3,70 €, dafür bekommt ihr eine Vorspeise und das Hauptgericht, oder ein Hauptgericht und ein Dessert.

Was steht auf der Speisekarte?

Rote Linsensuppe

Gefülltes Gemüse mit Tzatziki (auch als vegetarische/vegane Variante)

Gries-Flan

Wer kocht mit?

„Frauen für Frauen“ ist ursprünglich ein Projekt der AWO, das sich zu einem Erlenbacher Verein entwickelt hat, der Integration von Frauen mit Migrationshintergrund jeden Alters so erfolgreich betreibt, dass er vor wenigen Wochen mit dem Integrationspreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet worden ist.

Damit die Essensmengen abgeschätzt werden könne, bitten wir darum, schon am Montag bzw Dienstag (10. und 11.7.2017) die Bestellungen abzugeben (Homepage, Terminal, Mensa-Theke).

Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Kommen und wünschen schon jetzt guten Appetit!

Tomaten

 

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Zweiter Platz beim Edeka Schülerwettbewerb

von Christian Endres

Lebensmittel sind Überlebensmittel. Trotzdem behandeln wir sie oft nicht so, wie sie es verdienen.

Woran liegt das? Sind unsere veränderten Lebens- und Essgewohnheiten daran schuld? Zu diesen Fragen machten sich Beyza Erensoy, Marie Fischer, Anna-Lena Howorka, Maria Lorenz und Klara Wöber, Schülerinnen der 10b des Hermann-Staudinger-Gymnasiums in Erlenbach am Main, ihre Gedanken, als sie sich letzten September beim Schülerwettbewerbs der Edeka Südwest anmeldeten. Ihre Teilnahme fand im Rahmen des Fachs Wirtschaft und Recht statt.

Als Gruppe mach-es-vegan widmeten sie sich dabei ganz der veganen Ernährung. Von pflanzlichen Milchalternativen über ein Interview und einer Umfrage über Veganismus bis zum Verkosten einer Veganbox arbeiteten die fünf Teilnehmerinnen vielfältige Aspekte der veganen Lebensweise ab. Sie unterzogen sich sogar einem Selbstexperiment: eine Woche lang vegan leben. Ihre Ergebnisse hielten sie in über 20 Blogbeiträgen unter machesvegan.edeka-schuelerwettbewerb.de fest. Wer mehr über vegane Ernährung wissen möchte oder darüber, wie das Selbstexperiment ausgegangen ist, sollte sich die sehr lesenswerten Blogbeiträge ansehen.

Qualität und Kreativität der Blogbeiträge sowie der unermüdliche Einsatz der Teilnehmerinnen überzeugten schließlich auch die Jury, die die Gruppe in der Wettbewerbsgruppe 3 der Klassen 8 bis 10 mit dem 2. Platz auszeichnete. Ihre Siegerurkunden und ihren Gewinn, ein Grillfest im Wert von 300 Euro, nahmen die Gewinnerinnen am 24.05.2017 bei der Siegerehrung im Europapark Rust entgegen. Ob es beim Grillfest vegane oder tierische Grillwürstchen geben wird, ist noch offen.

Wirtschaft Edeka

 

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Landesfinale „Jugend trainiert für Olympia Judo“ – HSG ist Bayerischer Meister

Mit allen vier Mannschaften durfte das HSG nach München zum Landesfinale fahren. Dort konnten die beiden jüngeren Mannschaften der Wettkampfklasse III nach harten Kämpfen jeweils den 5. Platz erringen, die älteren Jungen konnten nach ihrem Titel im letzten Jahr dieses Mal Bronze erreichen. Die Überraschung gelang den Mädchen der Wettkampfklasse II – wie vor zwei Jahren konnten sie den Titel des Bayerischen Meisters an den Untermain holen.

 

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WK II Landesfinale Jungen WK II Landesfinale Mädchen WK III Landesfinale Mädchen WK III Landesfinale Jungen

 

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Und Action: Woyzeck in motion!

In der Q11 war es ein großes Basteln und Bauen: Die Schüler des Deutschkurses von Dirk Simon ließen alte Kindergartenzeiten wieder aufleben und wühlten sich durch Berge an Lego und Playmobil. Jedes Zweierteam hatte die Aufgabe, eines der einzelnen Bilder des Dramas „Woyzeck“ von Georg Büchner, das bis heute keine endgültige Reihenfolge aufweisen und damit frei interpretierbar sind, nachzubauen und ein Standbild mit dem Kernzitat zu kreieren.

Mit entsprechendem Hintergrundbild versehen entstand eine bewegte Collage des Werkes „Woyzeck“!

Woyzeck ErstesBild K800 Woyzeck letztesBild

 

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Das HSG ist TOP Ten!

von Nils Roth

Die Handball Jungen WKIII wurden zum dritten Mal in Folge Bayerischer Meister und zum zweiten Mal Teilnahme am Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia in Berlin vom 02.05.-06.05.

Kurzes Protokoll:

Leichte Gruppenphase am ersten Tag jedoch trotzdem nur mit Platz 3 dort.

Am zweiten Tag max. Platz 9 möglich und mit guter Leistung Platz 10 erreicht und leider im letzten Spiel knapp gegen Baden Württemberg verloren.

Damit steht das HSG unter den Top Ten der besten deutschen Schulen. Die ersten Plätze wurden von leistungssportorientierten Sportgymnasien belegt.

Weitere Aktivitäten vor Ort:

- Besuch von Checkpoint Charlie und Regierungsviertel

- Besuch des Volleyball Deutsche Meisterschaft Play-Offs

- Gemeinsamer Bowling Abend zum Ausklang

- aber auch 1h Lernsession

Berlin WKIII

 

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Freiheit als Chance

von Christian Endres

Auf diese Formel brachten es Christine Ballmann und Anke Buchfink, Bewährungshelferinnen beim Landgericht Aschaffenburg, im Rahmen ihres Vortrags über die Bewährungshilfe in Bayern am Freitag, den 26.05.2017 für die beiden 9. Klassen des Wirtschaftszweigs am Hermann-Staudinger-Gymnasium in Erlenbach am Main. Neben den rechtlichen Grundlagen des Strafrechts und den Sanktionsmöglichkeiten des Jugendgerichtsgesetzes für straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende informierten die beiden Sozialpädagoginnen ihre Zuhörer über ihren Arbeitsalltag. Dabei erfüllen sie ein doppeltes Mandat gegenüber ihren Probanden, zum einen, indem sie ihren Probanden Hilfestellung beim Ableisten ihrer Bewährungsstrafe geben, zum anderen, indem sie das Einhalten der verhängten Auflagen kontrollieren.

Was es konkret heißt, durch eine Bewährungsstrafe eine zweite Chance in Freiheit zu bekommen, führte der Koreferent, ein Proband der Aschaffenburger Bewährungshelferinnen, den Neuntklässlern durch die eindrucksvolle Schilderung seiner Untersuchungshaft vor Augen. Das knappe Jahr in der beengten und tristen Einzelzelle haben ihn nachhaltig geprägt, ebenso wie die Unterstützung nicht nur bei der Jobsuche. Über die Bewährungshelferinnen, die ihm ein Stück weit ans Herz gewachsen scheinen, resümiert er: „Man braucht solche Menschen.“ Das und manchmal wohl auch ein Stück Freiheit, um eine zweite Chance nutzen zu können.

20170526 Foto Bewährungshelferinnen

 

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Fear in the Forest

Das White-Horse Theatre begeisterte die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe mit dem Stück "Fear in the Forest". Die allesamt muttersprachlichen Schauspieler verstanden es dabei meisterlich, sowohl durch Mimik und Gestik alle Zuschauer bei der Stange zu halten, selbst wenn sie erst seit wenigen Monaten Englisch lernen. Das Stück in einfachem Englisch erzählt die Geschichte eines Mädchens, das sich nach einer Fahrradpanne im Wald verirrt, und dabei auf ein gruseliges Hotel stößt. Das nur vordergründig freundliche Personal setzt alles daran, seinen Gästen mit Hilfe von Hexen, Zombies und einem Schlaftrunk Handy und Rucksack zu mopsen. Für große Heiterkeit sorgten natürlich die Szenen, in denen Zuschauer, Lehrer wie Schüler, zum Teil des Geschehens wurden. Während des Stücks kamen allerlei einfache aber wirkungsvolle Spezialeffekte zum Einsatz, die den ein oder anderen zum Staunen brachten - im Anschluss an das Stück verrieten die Schauspieler ihre Tricks, beantworteten Fragen und gaben Instagram-Adressen heraus.

 

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Action und Grusel gab es vor der Bühne, ... ... auf der Bühne... ... und im Publikum!

 

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Lernen lernen

von Carolin Straub

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer für das große Interesse am Vortrag „Das LERNEN lernen“ in der Aula des HSG. Der Elternbeirat hatte den gemeinnützigen Verein LVB Lernen e.V. eingeladen, diesen sehr informativen Vortrag für die Eltern des Hermann-Staudinger-Gymnasiums zu halten.

Über 200 Interessierte nutzten das kostenlose Angebot und kamen zum Vortrag des Referenten Pascal Rennen. Humorvoll und mit praktischen Beispielen wurde erläutert, welche Faktoren die Kinder beim Lernen beeinflussen. Die verschiedenen Lerntypen, in die Kinder „eingeteilt“ werden können, wurden aufgezeigt und jeder konnte sein Kind in den verschiedenen Bereichen wiederfinden. Die Bewirtung zu Beginn und in der Pause des kurzweiligen Abends übernahm das Team der Q11, hierfür ein herzliches Dankeschön! Wer leider nicht dabei sein konnte, kann auf der Website www.lvb-lernen.de mehr über den Verein LVB lernen e.V. und seine Ziele erfahren.

Elternbeirat und Schulleitung

Vortrag EBR

 

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Feierlicher Festakt zur Übergabe des ersten Bauabschnittes der Generalsanierung des HSG

Unterricht muss unter optimalen Bedingungen gestaltet werden. Und dazu gehören auch optimale Räume. Diese entstehen derzeit rund um das Hermann-Staudinger-Gymnasium in Erlenbach. Dort wurde am Mittwoch, den 27. Juli, mit vielen Gästen aus Politik, Verwaltung, Schule und Nachbarschaft das Richtfest des Erweiterungsbaus gefeiert.

Landrat Jens Marco Scherf begrüßte die Gäste in gewohnt unterhaltsamer Weise in der Schulaula und gab einen kurzen Überblick über den Ersten von drei Bauabschnitten. Auch Altlandrat Roland Schwing war anwesend um, wie Scherf erläuterte, die Früchte seiner Arbeit als Initiator des Schulbauprogramms zu begutachten.

Leider seien die Abbrucharbeiten nicht ganz nach Plan verlaufen, es musste außerdem mit schwierigeren Bodenverhältnissen klargekommen werden als gedacht und ein Wasserschaden war zu beseitigen - aber trotz aller Widrigkeiten sei man bisher mit allen Gewerken im Zeitplan. Besonders hob Scherf hervor, dass auf den Tag genau vor einem Jahr der Spatenstich für die 15 Fachräume, drei Seminarräume, den Hausaufgabenraum und 340 m² nutzbare Dachfläche erfolgt sei. Insgesamt wurden 14 387 m³ Volumen Raum umbaut.

Einem Umzug in den Faschingsferien 2017 sehe man zuversichtlich entgegen, so Scherf. Nimmt man das gesamte Schulkonzept inklusive der Barbarossaschule, hat Erlenbach zukünftig das modernste Schulzentrum am Untermain "... und darauf können wir stolz sein".

Neben Bürgermeister Michael Berninger sprach auch Studiendirektor Henrik Barz ein Grußwort und erklärte, dass es zwar keine, wie von den Schülern gewünschte, Rutsche von der oberen in die untere Etage gebe, aber viel aus der Ideensammlung umgesetzt werden konnte. Freuen dürfe man sich auf jeden Fall über viel Farbe und neue Räume.

Weiter Info und Bilder hier.

 

Festakt 4 Schluessel Festakt 5

Landrat Jens Marco Scherf richtet sein Grußwort an

die Anwesenden und übergibt...

... symbolisch einen gebackenen Schlüssel. Die HSGler lassen es vor Freude krachen!

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Handballmannschaft Jungen WKIII: Bayerischer Meister!

von Dirk Simon

Das Jugend-trainiert-für-Olympia-Landesfinale im Handball fand dieses Jahr in der Neutraubling nahe München statt. Das Jungenteam der Wettkampfklasse III vertrat dieses Jahr die Farben des Hermann-Staudinger-Gymnasiums.

Die Vertreter des bayerischen Handballverbandes empfingen die Spieler, die aus ganz Bayern angereist waren, und wünschten spannende Finalspiele. Die Jungenmannschaft WK-III des HSG hatte sich auf Kreis-, Regional- und Bezirksebene und im nordbayerischen Finale für dieses Finalspiel qualifiziert.

Landesfinale gegen München

Die Mannschaft startete in ihr Finalspiel gegen die Mannschaft des Städt. Louise-Schroeder-Gymnasiums aus München. Zum dritten Mal begegnete sich damit ein HSG-Team mit einer Mannschaft des Münchner Gymnasiums. Ein Finale, was sich den Namen verdient hatte: Das HSG-Team agierte griffiger und spritziger in den entscheidenen Szenen und konnte bald eine Führung herausholen. Von der ersten Minute an gab das HSG-Team Vollgas, so dass es am Ende ungefährdet 38: 31 für die Mannschaft vom Untermain ausging.

Titelverteidigung in Berlin

Damit rechtfertigte das Hermann-Staudinger-Gymnasium erneut seinen Ruf als Handballhochburg, denn durch die bayerische Landesmeisterschaft qualifizierte sich die Mannschaft für das Bundesfinale in Berlin vom 2.-6.Mai 2017.

Die Mannschaft des Hermann-Staudinger-Gymnasiums spielte in folgender Besetzung:

Lasse Eilbacher, Christopher Gruber, Leon Steinbrecher, Tim Horlebein, Felix Berger, Henri Hirsch, Jonas Lebert, Jonathan Bausch, Tim Stegmann, Henri Salg, Jakub Justus, Betreuer: Andreas Eilbacher (Tuspo OBB) und Nils Roth.

 Sport WK3 1

 

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Fake News und Wahrheit

von Dirk Simon

„Last nite in sweden“ – was passierte da? Ein von Donald Trump in die Welt gesetztes Gerücht machte über Nacht Karriere, da niemand wusste, von was oder wem er da twitterte. Die Auflösung blieb ebenso im Nebulösen.

Was sind seriöse Nachrichten? Was sind Fake-News? Wie entsteht überhaupt eine Nachricht? Nicht nur seit dem Schwedengerücht von Donald Trump sind diese Fragen wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit getreten. Zeit, einen Experten dazu ins Boot zu holen, der uns aus erster Hand darüber berichten kann: Frank Müller, Reporter des Bayerischen Rundfunks, kam vergangene Woche an das Hermann-Staudinger-Gymnasium, um zwei Sozialkundekursen der Q12 mit insgesamt 43 Schülern, betreut von David Hohm und Dirk Simon, das Wesen des Journalismus näher zu bringen.

Nur zuhören war jedoch nicht, die Schüler durften gleich selbst nach einer Einführung ans journalistische Werk gehen. Die Amtsantrittsrede von Donald Trump sollte zu einer Pressemeldung gefasst werden. Viele versuchten es sachlich, aber konnte man darüber berichten, ohne Wertungen und Gefühle mit hineinzubringen? – Dies fiel manchem Schüler sichtlich schwer. Ganz frei von Emotionen zu schreiben ist eine ständige Herausforderung für jeden Journalisten, wie Frank Müller berichtete. Von besonderem Interesse war es für die Schüler, wie man als seriöse Medien gegen die Flut an Tweets, Snaps, Chats, Gerüchten und Bildern ankommt, die sich online in Sekundenschnelle zu verbreiten scheint. „Wir bespielen die digitalen Medien und versuchen so viele Altersgruppen wie möglich zu erreichen, aber wichtig ist es, nicht der Erste, sondern der Seriöse zu sein“, gab Frank Müller zu Antwort.

„Und wie ging man mit einer pressefeindlichen Partei wie der AfD in der Vergangenheit um“, wollte ein Schüler wissen? Frank Müller berichtete hierzu von schwierigen Umständen für die Reporter, da bei AfD-Veranstaltungen teilweise eine aggressive Stimmung gegenüber den Medien herrscht. Er beantwortete ausführlich die vielen Fragen der Schüler, erzählte von eigenen Erfahrungen, sprach von der fragmentierten Zukunft der Medien und vermittelte den Schülern damit ein authentisches Bild des Journalisten in der heutigen Zeit. Nebulös wie die eingangs erwähnten Fake-News des neuen US-Präsidenten war diese Veranstaltung jedenfalls nicht.

Sozialkunde Vortrag Lügenpresse BR März17

 

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Siegerehrung beim Planspiel Börse – Schüler des HSG belegen ersten und zweiten Platz

von Christian Endres

Am 05. Oktober 2016 fiel der Startschuss für die nächste Runde des Planspiels Börse der Sparkassen. Bei dem Online-Wettbewerb treten Teams aus insgesamt fünf europäischen Ländern gegeneinander an, um über 10 Wochen hinweg ihr virtuelles Startkapital in Höhe von 50.000 Euro in ihrem Wertpapierdepot an der Börse zu vermehren.

Gehandelt wird mit den Kursen realer Börsenplätze. So vermittelt der simulierte Wertpapierhandel wirtschaftliche Grundkenntnisse und Börsenwissen. Beim Zieleinlauf Mitte Dezember räumten die Schülerinnen und Schüler des HSG im Landkreis kräftig ab. Die Goldmedaille für den besten Anlage-Mix ging an Claus-Phillip Schütz und Paul Partholl vom Team „Powell Entertainment“, das einen Depotgesamtwert in Höhe von 58.554,94 € erreichte. Nur knapp dahinter sicherte sich die Gruppe „Businessgirl“, die auf einen Depotendstand von 58.148,41 € kam, die Silbermedaille. Ebenfalls spitze war die Leistung der Gruppe „Pablo Escobank“ in der Kategorie Nachhaltigkeit. Nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite überzeugten die HSGler mit ihren Anlagekünsten. Denn weitere fünf Preise gingen nach Erlenbach. Die Schule gratuliert den erfolgreichen Teams und freut sich mit ihnen über die erhaltenen Geld- und Sachpreise.

Im Bild: Vorstandsmitglied der Sparkasse Miltenberg Heinz-Peter Kehrer, die Erstplatzierten Claus-Phillip Schütz und Paul Partholl sowie Bereichsleiter Private Banking David Zimmermann (von links nach rechts)

Planspiel Boerse Gewinner

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Erfolg bei der Mathe-Olympiade

Bei der Landesrunde der Mathe-Olympiade in Bayern konnte Luise Volmer vom Hermann-Staudinger-Gymnasium ihr mathematisches Können unter Beweis stellen und erhielt einen 2. Preis. Wir gratulieren zu diesem Erfolg und wünschen ihr weiterhin viel Spaß beim Lösen mathematischer Aufgaben.

Lesen Sie auch den Bericht aus dem Main-Echo.

Gewinner Mathe

 

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A (Dis-) United Kingdom?

Mit dieser Frage hätte man den Vortrag von Nick Jefcoat zum Brexit für zwei zehnte Klassen des Wirtschaftszweigs des Hermann-Staudinger-Gymnasiums (HSG) überschreiben können. Jefcoat, Vorsitzender der Deutsch-Britischen Gesellschaft (DBG) in Frankfurt am Main, und Dr. Mathias Eichhorn, pädagogischer Mitarbeiter in der Didaktik der Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt schulische Politische Bildung, empfingen am Donnerstag, den 16.02.2017 die über 30 SchülerInnen des HSG in Begleitung ihrer Lehrkräfte Nadine Langknecht, Maria Rausch und Christian Endres an der Frankfurter Goethe-Universität. Die englischsprachige Veranstaltung fand im Rahmen des Profilbereichs Business English des Fachs Wirtschaft/Recht statt.

Der gebürtige Brite Jefcoat, der als Bänker schon in Asien und Europa tätig war und nun u.a. als Unternehmensberater arbeitet, informierte zunächst über die politischen Hintergründe, die zur Volksabstimmung über den Austritt aus der Europäischen Union geführt haben. In Anbetracht der Umfrageergebnisse bis kurz vor dem Referendum sei dessen Ergebnis dann umso überraschender gewesen. Als zwei wesentliche Gründe für den Sieg der Euroskeptiker, auch Exiteers genannt, führte er neben der niedrigen Wahlbeteiligung junger Wählergruppen die Tatsache an, dass im Ausland lebende Briten, wie er selbst, keine Möglichkeit hatten, ihre Stimme abzugeben.

In der sich anschließenden Fragerunde mit den wisbegierigen SchülerInnen unter Moderation von Maria Lorenz und Luca Roth beleuchtete Jefcoat die möglichen Motive derjenigen Wähler, die letztes Jahr für den Brexit abgestimmt haben. Die Enttäuschung gerade sozial schwacher Menschen, die von der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre kaum profitiert hätten, der Ruf der Europäischen Union als verschwenderisch und nicht ausreichend legitimiert sowie die verbreitete Angst vor dem sozialen Abstieg der britischen Mittelklasse, der in den Augen mancher auf die hohe Zuwanderung aus mittel- und osteuropäischen Staaten nach der EU-Osterweiterung zurückzuführen sei, wurden diskutiert. Dem letzten Argument setzte der überzeugte Europäer Jefcoat seine Ansicht gegenüber, dass Großbritannien durch die Zuwanderung osteuropäischer Facharbeiter wirtschaftlich enorm profitiert habe. Wenig überrascht ist es daher, dass er die Folgen des Brexit, weit weniger positiv einschätzt als es die derzeitige Britische Regierung unter Premierministerin Theresa May tut. Ihre Vision eines “Global Britain”, das nun verstärkt mit Schwellenländern und den USA zusammenarbeiten möchte, unterzog er einer kritischen Prüfung und betonte den drohenden Zerfall des Königreiches zu einem “Disunited Kingdom”, sollte das pro-europäische Schottland ein erneutes Referendum abhalten, um weiterhin Teil der EU bleiben zu können.

Interessanterweise kristallisierte sich im Laufe der Diskussion immer stärker heraus, dass der Brexit keine vorrangig ökonomische Entscheidung war, wenngleich Brexitbefürworter und -gegner wirtschaftliche Argumente ins Feld geführt hatten, sondern vielmehr eine Entscheidung über die eigene kulturelle Identität. Die Tatsache, dass es den Brexiteers durch teils aggressives Werben für den EU-Austritt in unseren postfaktischen Zeiten gelang, eine Mehrheit der Briten davon zu überzeugen, dass ihre kulturellen Gemeinsamkeiten mit Kontinentaleuropa nicht ausreichen, um weiterhin in der EU zu verbleiben, kommentierte Dr. Eichhorn schließlich mit dem Buchtitel des Philosophen Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung. Beide riefen die SchülerInnen dazu auf, trotz aller berechtigter Kritik an der EU mit ihrem Willen und ihren Vorstellungen aktiv für die Europäische Union einzutreten.

Die anschließende lehrreiche Führung über den teils noch im Aufbau befindlichen Westend-Campus der Universität unter Dr. Eichhorn rundete den Besuch in Frankfurt am Main ab.

Christian Endres

 

Exkursion Brexit

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1. Platz im Bezirksfinale des Schulsportwettbewerbs Jugend trainiert für Olympia

Die WK III der Handball Jungen unter Trainer Andi Eilbacher hat am 070.02.17 in Bad Neudtadt zunächst Großostheim, Bad Neustadt, Kitzingen und Veitshöchheim besiegt, und im Finale schließlich gegen die Realschule Großostheim mit 14:20 verdient gewonnen.

Die Jungs haben großartig gespielt und Ihren Anspruch an den bayerischen Landesmeistertitel 2017 untermauert. Damit haben sie die Qualifikation für das Nordbayrische Finale am 22.02.17 in Wendelstein erreicht! Also: Daumen drücken!

Siegerfoto a4

 

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Vorrundensieger

Das P-Seminar "500 Jahre Reinheitsgebot - Brauen unseres Juniläumsbieres" in den Leitfächern Chemie und Geschichte ist einer von 24 bayerischen Vorrundensiegern des P-Seminar Preises 2015/17. Das Seminar braute als Jubiläumsbier mit dem "Hermanns Bock" ein helles Bockbier. Anlass waren im Jahr 2016 das Jubiläum des Deutschen Reinheitsgebotes vo 1516, sowie das 50-jährige Schuljubiläum des HSG. Für den Vorrundensieg gab es 200,- Preisgeld - die vier besten Seminare werden dann am 30. März bekanntgegeben. Wir drücken die Daumen!

Bierbrauen

 

 

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Kunst Evonik Panorama 1
Das MKM stellt sich vor

Das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst ist eines der größten deutschen Privatmuseen und hat sich seit seiner Eröffnung 1999 zu einem kulturellen Leuchtturm der Metropole Ruhr entwickelt. Die Schweizer Stararchitekten Herzog & de Meuron haben das markante Industriedenkmal– bis in die 1970er Jahre lagerte hier Getreide –in ein weiträumiges Museum für zeitgenössische Kunstverwandelt und einen Ort der Ruhe inmitten des lebhaften Duisburger Innenhafenareals geschaffen. Moderne Baukunsttrifft hier auf regionstypische Industriekultur – außen Backstein,innen White Cube. Mit der Sammlung Ströher zeigt das MKM eine der umfangreichsten Sammlungen deutscher Nachkriegskunst, ausgehend von den 1950er Jahren bis in die Gegenwart. Präsentiert werden zentrale Positionen deutscher Künstler und Künstlerinnen von internationalem Rang.

Evonik Industries

Evonik, der kreative Industriekonzern aus Deutschland, ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Wir konzentrieren uns auf wachstumsstarke Megatrends – vor allem Gesundheit, Ernährung, Ressourceneffizien und Globalisierung. Im Jahr 2014 erzielte Evonik mit rund 33.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 12,9 Mrd. Euro. Ein Umsatzanteil außerhalb Deutschlands von 78 % belegt die Globalität unseres Geschäfts. Im Zentrum der Marke Evonik steht Kreativität. Sie befähigt uns, immer wieder neue Antworten auf die Herausforderungen unserer Kunden und tiefgreifende gesellschaftliche Entwicklungen zu finden. Wer aber das Neue in die Welt bringen will, muss sich die Welt anders vorstellen können, als sie ist. Hier begegnen wir als kreativer Industriekonzern der Kunst: Ihre Schöpferkraft schärft unseren Blick für die Möglichkeiten.

Evonik Jugendkunstpreis Jugend interpretiert Kunst

Das Projekt Evonik Jugendkunstpreis ist ein deutschlandweit ausgeschriebener Förderwettbewerb, bei dem talentierte Schülerinnen und Schüler zeigen können, was an kreativem und organisatorischem Potenzial in ihnen steckt. Voraussetzung ist die Bereitschaft, sich offen mit unterschiedlichen Tendenzen zeitgenössischer Kunst auseinanderzusetzen. Von den Teilnehmern werden Kreativität, Fantasie, Organisationstalent und Teamwork gefordert, wenn sie ihre Antwort auf die Museumskunst unserer Zeit präsentieren. Das Engagement der mitwirkenden Schulen wird honoriert mit einer Ausstellung im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Eine Fachjury bewertet die Schülerarbeiten. Die Preisträger erhalten den Evonik Jugendkunstpreis in Höhe von 5.000, 2.000 und 1.000 Euro. Mit diesem Jugendkunstwettbewerb verfolgen wir das Ziel, Schülerinnen und Schüler an moderne und zeitgenössische bildende Kunst heranzuführen und Verständnis für ästhetische Prozesse zu wecken. Wir wollen die aktive, direkte und kreative Auseinandersetzung mit den Werken – unmittelbar vor den Originalen im Museum. Kunst wird so als spannende Begegnung mit neuen Ideen erfahren.

 

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MINT: Brückenbau am HSG

Von der Raumfahrt über die Architektur bis hin zum neuesten Automodell - der Leichtbau zählt zu den für Wirtschaft und Umwelt wichtigen Schlüsseltechnologien und soll vor Ort, an der Schule den Nachwuchs begeistern, dafür besteht seit Jahren die Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e.V. (IJF).

Schüler ab der 9. Jahrgangsstufe dürfen sich in Experimenten für die Technologie und ihre Möglichkeiten versuchen, die simpel daherkommen, wo aber bekanntlich der Teufel im Detail steckt.
Ein Vortrag zum Thema brachte die Leichtbaumethodik den Schülern näher, doch grau ist alle Theorie, der Realitätscheck stand an. In Kleingruppen sollte folgende Aufgabe gelöst werden: Allein mit Papier ausgestattet, sollte eine tragfähige Brücke gebaut werden. Wieviel Kilo hält die Papierbrücke aus, die über zwei Holzstücke gespannt wird? „Die Schüler zeigten hier ein großes Interesse und waren mit Feuereifer dabei“, bemerkte Andreas Wilke, Leiter der Fachschaft Physik am HSG, „zudem kann der Brückenbau nur durch den Verbund funktionen.“

Zum Abschluss gaben die Studenten den rund 100 MINT (Mathematik, Informatik, Natur und Technik)-interessierten Schülern eine Berufsorientierung, stellten verschiedene naturwissenschaftliche und technische Berufsbilder vor und sprachen über die entsprechenden dazu zu ergreifenden Studiengänge.

Dirk Simon

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USA Update - America in the age of Trump

Dr. Markus Hünemörder, Lehrbeauftragter am Amerikahaus in München, hielt am 28.11.2016 in der Aula das HSG vor den Schülern der Q11/12 einen Vortrag über die zurückliegenden Wahlen in den Vereinigten Staaten von Amerika, und bot dabei eine abwechslungsreiche Mischung aus allgemeinem Wissen über das amerikanische Wahlsystem bis hin zu Details des Wahlkampfes. Neben Zahlen und Fakten wurden auch Ausschnitte aus den Simpsons und Sketche aus Saturday Night Live herangezogen, um das Thema auf unterhaltsame und gleichzeitig informative Weise zu besprechen.

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Ziemlich Fremde Freunde

Im Rahmen unseres Projekts Ziemlich Fremde Freunde besuchten die teilnehmenden Schüler des HSG am 16.11. die Experiminta zusammen mit Flüchtlingskindern.

Allen Teilnehmern hat es sichtlich Spaß bereitet! Was Freude und Neugier angeht, sind sich die Teilnehmer gar nicht mehr so fremd.

 

Werfen Sie einen Blick in die Galerie:

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Das P-Seminar Florida hat im vergangenen Schuljahr einen Austausch an unsere Partnerschule in Flagler/Florida organisiert.

 

Dazu gab es Anfang Dezember eine Ausstellung in der Aula des HSG.

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Seminar Genealogie auf Exkursion in Würzburg

Schüler des HSG erforschen ihre Familiengeschichte

Das W-Seminar „Genealogie“ des HSG hat es sich zusammen mit dem Seminarleiter Hr. Hohm zur Aufgabe gemacht, Familienforschung zu betreiben. Die Genealogie ist eine Hilfswissenschaft der allgemeinen Geschichte und sie bietet einen spannenden Einblick in die eigene Vergangenheit. Dabei widmet sie sich der „Geschichte“ aus der Sicht der Menschen und nutzt neben gegenständlichen Quellen aus dem Familienbesitz natürlich auch die regionalen Archive. Das W-Seminar leistet somit einen Beitrag zur Regionalgeschichte. Die Suche nach der eigenen Familie führte das Seminar daher ins Pfarramt von St. Peter und Paul Erlenbach, wo es durch Pfr. Kraft Einblick in die Matrikel der Pfarrei nehmen durfte. Da ab ca. 1875 die Standesämter für die Führung der Register zuständig sind, organisierte Fr. Ellrich von der Stadt Erlenbach einen höchst interessanten Vortrag für die Teilnehmer des Seminars und gewährte Einblicke in die ersten Geburts- , Heirats- und Sterberegister Erlenbachs. Für manche Schüler wurde es in Würzburg richtig spannend. Im Staatsarchiv in der Residenz hatte der Archivoberrat Jens Martin Unterlagen eines ehemaligen Wörther Pfarrers aus dem frühen 18. Jahrhundert gefunden – des Verwandten eines Seminarteilnehmers. Eine höchst amüsante Episode aus der Erlenbacher-Wörther Geschichte könnte sich demnächst in einer W-Seminararbeit wiederfinden. Im Diözesanarchiv erhielten die Schüler und Schülerinnen einen abschließenden Einblick, wie man anhand der digitalisierten Matrikel das Grundgerüst eines Familienstammbaums erstellen kann.

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Aktuell Genealogie
Breiter Medien-Mix auf der Frankfurter Buchmesse

vielfältige Eindrücke für die Schüler der 10. Jahrgangstufe

Am vergangenen 20. und 21.10. bot sich den Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen beim Besuch der Buchmesse in Frankfurt die Möglichkeit, in die mediale Welt einzutauchen. Dabei ist es die Mischung, die das Event interessant macht, denn es geht nicht nur um Bücher allein, sondern auch um ihre elektronischen Pendants: Presse, Fernsehen und Internet, die den Autoren, Stars und Sternchen eine Bühne bieten, das Netz sowie seine Zukunft. Schließlich stehen auch technisch aktuelle Möglichkeiten im Blickpunkt, die dem Leser Realität und Fiktion in ungeahnter und neuartiger Weise vor Augen führen.

 

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Von betrunkenen Hasen und der gottlosen deutschen Philosophie ...

... erzählten und sangen Detlev Rose und Christian Georgi am 28.10.2016 den Schülern des HSG. Die Herren sind Sänger, Gitarrist, Pianist, Flötist, Saxophonist, Schauspieler, Rezitator, Komponist, Tonmeister, Bühnenbildner, Lichtdesigner, Entertainer und v.a. auch Pädagogen in Personalunion.

Die 7. und 8. Jahrgangsstufe kam zunächst in den Genuss genial vertonter und pädagogisch trickreich präsentierter Balladen. Der Bogen spannte sich hier von deutschen Klassikern wie Goethes König von Thule oder dem Zauberlehrling, die die Schüler aus dem Unterricht kennen, bis hin zur russischen Ballade vom Hasen im Rausch von Sergei Michalkow , die ganz besonders zum Amüsement des jungen Publikums beitrug: Der betrunkene Hase bildet sich in seinem Rausch ein, es mit einem Löwen aufnehmen zu können. Der – repräsentiert vom vortragenden D. Rose – ermittelt die Schnapsdrossel in den Reihen der Zuschauer und packt sie sprichwörtlich am Schlafittchen. Das Opfer wird ausgiebig beschimpft und beschnuppert: „Du scheinst mir nach Alkohol zu stinken!“, stellt der abstinente König der Tiere empört fest.

Mit allen Finessen halten die Künstler ihr Publikum bei der Stange: Bei ihnen haben Balladen plötzlich mit den aktuellsten Fußballereignissen zu tun, manche Stücke sind nur den echten Männern im Saal gewidmet, bei den Sprachspielereien, in deren Verlauf sich „Eifersucht“ auf „entfucht“ reimen darf, sind dann wieder alle dabei und als am Ende die Rolling Stones noch mit der sächsischen Variante von „Angie“ nach dem Motto „Ai Schi is vill besser noch als kei Schi“ auftaucht, verlangen die gebannten Zuhörer lautstark nach Zugaben.

Direkt anschließend werden die Absolventen der Q-Phase mit Heine vom Feinsten versorgt: Die beiden Künstler zeigten auch hier ihr ganzes pädagogisches und musikalisches Können. Wann hört man Heine-Texte so brilliant musikalisch untermalt und auch mit einer derartigen Sprechkultur vorgetragen? Auch in diesem Programm gelingt es den Herren aus Berlin mühelos, von den bissig-witzigen Heine-Texten immer wieder Brücken in die Gegenwart zu schlagen, etwa zur Kandidatur Donald Trumps. Ganz neben bei fließt viel Historisches und Biografisches ein.

Beruhigend zu erleben, dass unsere jungen Leute sich nicht in die spießigen Niederungen dieses Krähwinkels begeben wollen. Die von Heine konstatierte Gottlosigkeit der deutschen Philosophie dagegen scheint sie doch erwischt zu haben: Es dauert eine ganze Weile, bis sich im Publikum die Antwort auf die Frage findet, wann denn der Vatertag gefeiert wird. Nein, es ist nicht der Valentinstag. Die Tochter eines Religionskollegen rettet schließlich die Situation. Welche Erfindung Benjamin Franklin gemacht hat, das wissen unsere Schüler dagegen blitzartig schnell. Wer wissen möchte, was das alles mit Heine zu tun hat, muss Rose und Georgi einfach selbst einmal erleben.


Annette Wohlmann

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Das HSG ist Fußball Kreismeister in der WK III

Mit viel Kampfgeist und auch etwas Glück sicherte sich die Jungen- Mannschaft der Wettkampfklasse III die Kreismeisterschaft auf der Anlage des FC Bürgstadt.

Das Team vom HSG setzte sich gegen insgesamt neun Mannschaften durch: nachdem das erste Spiel gegen das Gymnasium Amorbach unglücklich mit 0:1 verloren wurde, gelang den hochmotivierten HSG- Kickern die erfolgreiche Revanche im Finale. Im entscheidenden Elfmeter- Schießen lag man zwar schon mit 1:3 zurück, jedoch ermöglichte eine Parade von Johannes Kramb und ein glatter Pfostenschuss der Gegner die Aufholjagd zum 3:3.
Souverän verwandelte Efekan Mazi den insgesamt siebten Elfer, worauf der letzte Amorbacher Schütze dem Druck nicht mehr standhalten konnte und vergab.
Am Ende war die Freude über den hart erkämpften Sieg groß.

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„Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort“

Das war wohl die wichtigste Aussage des ganzen Ausflugs nach Lohr in die Klinik für Psychiatrie und Psychosomatische Medizin. Am 26.10.2016 haben wir, das P-Seminar „Suchtprävention“ des Hermann-Staudinger-Gymnasiums, mit unserem Lehrer Herrn Iberle auf den Weg dorthin gemacht.

Mein erster Eindruck vom Gelände war sehr positiv. Die Häuser der Klinik sind in weiten Abständen angebracht und es gibt viele Bäume, was die Atmosphäre zu dieser Jahreszeit besonders schön und in keiner Weise bedrückend wirken ließ. Als erstes wurden wir von Herrn Koschmieder kurz über das Gelände geführt, jedoch erläuterte er bereits am Anfang unseres Aufenthaltes, dass es aus Datenschutzgründen nicht gestattet ist, die Häuser der Patienten zu betreten. Die Klinik hat etwa 400 Betten und wurde zur selben Zeit wie die Titanik erbaut (was man ihr nicht ansieht). Dass die Klinik auch während der NS-Zeit für sehr schlimme Dinge genutzt wurde, schockierte uns alle. Wir begaben uns nach der kurzen Einführung in einen Konferenzraum und uns wurde netterweise Trinken und Essen angeboten, was für eine Schulklasse schon eher ungewöhnlich war. Nun begann uns der Diplom-Psychologe Koschmieder von seinem Studium zu erzählen. Er ist für die Reha-Station verantwortlich und arbeitet schon seit 2002 in Lohr. Im weiteren Verlauf erhielten wir einige Hintergrundinformationen zum Thema Süchte. Vieles hatten wir bereits im Unterricht behandelt, jedoch lernten wir auch neue Dinge: Beispielsweise, dass der sogenannte Suchtdruck immer mit Assoziationen und automatisiertem Verhalten verbunden ist. Um diese Informationen anschaulich zu machen, erzählte er auch ein paar Geschichten von Patienten, die ihm in seiner Karriere bereits begegnet sind. Man merkte sofort, dass sich dieser Mann sehr gut mit seinem Bereich auskannte und deswegen entwickelten wir alle großen Respekt. Weiter ging es mit dem ersten ehemaligen Patienten Herr T.. Ehemalig war er aber nicht ganz, weil er immer noch wöchentlich zur Therapie nach Lohr kommt, jedoch nicht mehr dort wohnt. Herr T. war , das heißt von mehreren Drogenarten gleichzeitig abhängig. Da er als Kind missbraucht wurde, begann er irgendwann Heroin zu nehmen, was ihn in einen Zustand ohne Angst und Komplexe versetzte. Dass er von diesem Zustand nicht genug bekommen konnte, ist dann nur verständlich. Nach der kurzen Einführung in die Vergangenheit des Herrn T., bekamen wir von einem zweiten Patienten Besuch: Herr S. wohnt momentan in der Klinik und ist ebenfalls polytox. Er schockierte uns, indem er erzählte, dass er in seiner Zeit der Alkoholabhängigkeit auch mal Fensterreiniger oder Desinfektionsmittel zu sich genommen hat, wenn Alkohol gerade in keiner anderen Form greifbar war. Er bezeichnete Alkohol als die schlimmste aller Drogen. Das ist in gewisser Weise auch erschreckend und traurig, weil Alkohol ja für jeden (außer für Jugendliche unter 16 beziehungsweise 18 Jahren) legal und frei verfügbar ist. Ebenfalls erzählte er zum Erstaunen aller, dass er eine Zeit lang sogar selbst synthetische Drogen in seinem Keller hergestellt und Cannabis angebaut hat, was ihn sogar ins Gefängnis gebracht hat. Der Mann sah überhaupt nicht gesund und stark aus, sondern traurig und gebrochen und voller Angst. Umso mehr habe ich ihn bewundert, weil er uns trotzdem so viel erzählt hat und uns zum Schluss die wichtigste Erfahrung seines Lebens ausgesprochen hatte: Finger weg von Drogen! Und weil er wirklich weiß, wovon er spricht, habe ich diese Aussage noch mehr als sonst verinnerlicht.

Am meisten fasziniert hat mich der letzte Teil unseres Aufenthaltes. Herr T. berichtete von seiner Therapie und wie sie ihm half, wieder ins Leben zurückzufinden. Jedoch ist die Therapie für ihn keine Heilung, sondern eher Rüstung für den Alltag. Zudem beantwortete er die vielen Fragen zu seinem ereignisreichen Lebenslauf ausführlich und sehr verständlich. Wir waren vor allem sehr beeindruckt, weil er durch alles, was er durchgemacht hat, seinen Glauben an Gott nicht verloren hat. Vielmehr sei er Gott sogar dankbar für diese, in unseren Augen schreckliche Erfahrung, weil sie ihn zu dem Menschen gemacht hat, der er heute ist. Er hat sich nach der Therapie selbstständig gemacht und leistet ehrenamtliche Arbeit, indem er an Schulen geht und Kindern von seinen Erfahrungen erzählt und mit Betroffenen redet und ihnen Mut macht. Er sagte, dass „Veränderung Mut zum Risiko“ ist und welch großen Mut und Stärke bewiesen hat, wurde uns während seiner Erzählung bewusst. Ich sehe den Ausflug als sehr gelungen und prägend an und bin froh, jetzt mehr über das Thema Sucht und vor allem aus erster Hand etwas über das Leben von Suchtkranken Menschen erfahren zu haben. Ich bin sehr froh und dankbar, dass es solche Einrichtungen wie die Klinik in Lohr gibt, denn sonst wäre Herr T., wie er selbst gesagt hat, nicht „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ gewesen.

Marlene Tillack

 

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Learn Support Refugees

Neun bayerische Schulen erhalten Auszeichnung für Projekte mit Flüchtlingen

 

Dabei ist auch das Hermann-Staudinger-Gymnasium mit dem SMV-Projekt „Ziemlich fremde Freunde“, das Hr. OStR Seeger leitet.Die Teilnehmer am Wettbewerb Learn Support Refugees haben sich vorbildlich für Flüchtlinge engagiert. Der Landesschülerrat leistet mit diesem Wettbewerb von Schülern für Schüler einen wichtigen Beitrag für die Integration von Flüchtlingen“, betonte Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich heute bei der Auszeichnung der Sieger. Unter dem Motto „Learn Support Refugees – Schüler für Integration und Solidarität“ haben Schülerinnen und Schüler an 76 Schulen aller Schularten Projekte für Flüchtlinge bzw. zusammen mit Flüchtlingen durchgeführt.

Staatssekretär Eisenreich zeigte sich beeindruckt von der Vielzahl an Aktionen, die an den Preisträger-Schulen erfolgreich durchgeführt wurden: „Was unsere Schülerinnen und Schüler in ihren Projekten für die Wertevermittlung und damit für die Integration geleistet haben, ist beachtlich. Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz und gratuliere den prämierten Schulen herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung.“

 

Lesen Sie hierzu auch den Artikel aus dem Main-Echo.

 

Preis beste Freunde

Herr OStR Seeger mit seinen Projektteilnehmern anlässlich der Preisverleihung mit Bildungsstaatssekretär Eisenreich.

 

 

 

 

 

HSG-Schulleiter Konrad Blank sagt Servus

von Dirk Simon

Nach 31 Jahren des schulischen Wirkens geht Konrad Blank, der Leiter des Hermann-Staudinger-Gymnasiums in Erlenbach/Main, in den Ruhestand. Vor rund 150 Gästen in der Aula des HSG waren die Festredner voll des Lobes über den engagierten Pädagogen.

Konrad Blank war der fünfte Direktor des Hermann-Staudinger-Gymnasiums, der seit 2006 die Geschickte der Schule lenkte, die derzeit rund 900 Schüler zählt. Die Zahl der Abiturienten, die er in Erlenbach verabschiedet hat, dürfte vierstellig sein, am Dienstag nun war es Konrad Blank selbst, der von der Schulfamilie herzlich verabschiedet wurde.

Verabschiedung Blank

Wie in Ovids Metarmorphosen stehen Veränderungen am HSG an, fasste Uli Koch, der stellvertretende Schulleiter, in seiner Begrüßung zusammen. „Eine treibende Kraft liege jeder Metarmorphose zugrunde und mit viel Schaffenskraft und Tatendrang gelang dies Konrad Blank“ in seiner elfjährigen Direktorentätigkeit. So erinnerte Uli Koch beispielsweise an den Ausbau der Sportanlagen, die die Grundlage schufen, das HSG zu einem Aushängeschild in Sachen Sport zu machen oder der Aufbau der offenen wie gebundenen Ganztagesklasse.

Tür immer offen

Nikolaus Volland als Vertreter des Personalrats beschrieb, wie Konrad Blank den Ausgleich zwischen der Institution Schule und dem einzelnen Individuum schaffte. Dies gelang durch einen kollegialen Führungsstil, aber auch dadurch, „dass die Tür des Direktors im wahrsten Sinne des Wortes immer offen stand.“ Für den Elternbeirat sprach Heiko Reichold seinen Dank für die Verdienste von Konrad Blank aus. Das Bild des römischen Familienvaters, der sich um alle Belange der Familienangehörigen kümmert, skizzierte Eva Giegerich, 1. Schülersprecherin, und beschrieb damit das Wirken des Direktors aus Sicht der Schüler.

Uli Koch beendete sein Grußwort mit einem Ausblick, in welchem er Konrad Blank versicherte, dass er jetzt keine Verantwortung mehr tragen müsse, aber auch nicht mehr bestimmen dürfe. Das Schlusswort übergab er an Ann-Sophie Fries, Abiturientin, die auftrat in ihrer Rolle als Meisterin Hora und ihre letzten berühmten Sätze aus „Momo“ rezitierte: „Die Bedeutung der Zeit: Die Zeit ist das Leben und das Leben, das wohnt im Herzen. Denn alle Zeit, die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist verlorene Zeit.“

Eine Ära geht zu Ende

Die Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Unterfranken, Monika Zeyer-Müller, sprach von einer „Ära, die zu Ende geht.“ Am 1. August 2000 wurde Konrad Blank Konrektor, am 1.8.2006 Schulleiter des HSG und „vor allem das dominierende Element der Schule.“ Die Schule stand vor großen Herausforderungen und „sie haben deutliche Spuren hinterlassen, dafür gebührt ihnen großer Dank.“ 31 Jahre schulisches Wirken in Erlenbach seien „ein Statement“. Anschließend umschrieb Monika Zeyer-Müller die Persönlichkeit Konrad Blanks: „Wer aus eigener Motivation heraus in der Lage sei, Schüler zu motivieren, der erreiche auch deren Herzen“ - damit spielte sie auf die Begeisterung für seine Fächer an, in denen er vielfältige Aktivitäten initiierte und mit „seiner strahlenden Freundlichkeit bei allen beliebt war.“

Spuren in der Schule hinterlassen

Landrat Jens-Marco Scherf erzählte von einer Biologiedoppelstunde im Jahre 1992 aus seiner Schulzeit am HSG, bei der es auf die Beharrlichkeit und Durchsetzungskraft von Konrad Blank ankam, die im auch im Amt als Schulleiter gegenüber dem Sachaufwandsträger zugute kamen. In seinen Augen ist „ein Schulleiter ein eierlegender Wollmilchtiger, der seine Krallen zeigen oder zubeißen muss“ - so die bayerische Defintion des Schulleiters. Diese Fähigkeit bescheinigte er Konrad Blank, der in all seiner Zeit immer als „Anwalt der Schule“ auftrat und verlässlich blieb. Dies hob auch Erlenbachs Bürgermeister Michael Berninger hervor, der Konrad Blank ein „Muster an Verlässlichkeit“ attestierte und damit „blankes Vertrauen“ in ihn setzte, was eine fruchtbare Zusammenarbeit bedeutete.

Nachdem ein neugegründetes HSG-Männerballett (Leitung: Corinna Pangerl) aus Mitgliedern des Kollegiums und dem ehemaligen Konrektor und jetzigen Direktor des Kronberg-Gymnasiums, Henrik Barz, die Bühne und die Lachmuskeln der Gäste zum Beben brachte, ergriff der Scheidende selbst das Wort – vor allem, um Danke zu sagen. Er verstand sich immer als „Minister der Schule, aber in seiner ursprünglichen Bedeutung des Wortes, als Diener dieser.“ Als Schulleiter sei man allein hilflos, und deshalb dankte er den Schülern für deren erfrischende Art, den Eltern für die erzieherische Leistung, aber auch allen Mitarbeitern der Schule. Allen voran dankte Blank seinen Weggefährten aus all den Jahren. Sichtlich bewegt gestand Konrad Blank, dass die Verabschiedung für ihn „ein unvergessliches Erlebnis“ bleiben werde. Er sei „gerne Lehrer gewesen“, und sein Job als Schulleiter habe ihn sehr erfüllt. Seiner Nachfolgerin, Christine Büttner, wünschte er das Allerbeste und formulierte einen letzten Wunsch in den Raum: „Weiter so!“.

Musikalisch umrahmten die Veranstaltung der HSG-Jugendchor unter der Leitung von Monika Lingner und die HSG-Bigband unter Leitung von Bernd Wehle.