Nanotechnologie zum Anfassen am HSG

Schule: Unterricht mit Hochtechnologie der Uni Würzburg

Erlenbach  Nanotechnologie hat ihre Faszination und kann Spaß machen. Ein Tag lang war das mobile »Nano-Shuttle« bei den Schülern des Hermann-Staudinger-Gymnasiums in Erlenbach. Doktoranden der Universität Würzburg brachten die moderne Hochtechnologie in die Physik- und Chemiesäle des naturwissenschaftlichen Gymnasiums. Mit Vorträgen, Filmsequenzen, Experimenten und Diskussionen bekamen die Schüler der zehnten und elften Klasse die Möglichkeit, die Chancen und Risiken der Nanotechnologie genauer unter die Lupe zu nehmen. »Nanotechnologie ist fächerübergreifend und verknüpft Fachgebiete innerhalb der Chemie, Biologie und Physik«, erklärte Kristin Krützer, Doktorandin der physikalischen Chemie und einer der angereisten Experten auf dem Gebiet der »Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts«. Anhand von Versuchen konnten die Schüler und Schülerinnen selbst mit den Nanopartikeln experimentieren. Egal ob als Schutz vor ultravioletten Strahlen in Sonnencremes, regensicheren Windschutzscheiben, antibakteriellen Pflastern, schmutz- und geruchsabweisenden Kleidungsstücken oder kratzfeste Autolackierungen, Beschichtungen aus Nanopartikeln werde heute in allen Bereichen eingesetzt, sagt Andreas Wilke. »Der Einsatz von Nanomateralien ist ein aktuelles Thema und aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken«; so der Physiklehrer des HSG. Er findet es sinnvoll, dass sich die Schüler eine eigene Meinung über die kontrovers diskutierte Technologie bilden können. Nanotechnologie stehe zwar noch nicht auf dem Lehrplan, könne den Schülern aber Perspektiven aufzeigen. So gibt es bereits einige Hochschulen, wie die Uni Würzburg, die Nanostrukturtechnik anbieten. Das »NanoShuttle« ist eine Initiative der Bayerischen Staatsregierung. Ausgestattet mit hochspezialisierter Technik und Unterrichtsmaterialien zu Vorführzwecken besucht es landesweit Schulen, um Schülerwettbewerbe und Informationsveranstaltungen durchzuführen. Ziel soll die Stärkung und Entwicklung des Standorts Bayern sein. Die Landesregierung verspricht sich durch die Vernetzung von Forschung und Unternehmen eine Bündelung fachlicher Kompetenz in wichtigen Zukunftsbranchen.
Artikel: Main Echo, Sylvia Breck

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