Hermann Staudinger (23.3.1881 - 8.9.1965)
Der deutsche Chemiker
und Nobelpreisträger Hermann Staudinger, ein geborener
Rheinländer, ist in der ganzen wissenschaftlichen Welt
bekannt. Er ist der geistige Vater der modernen Kunststoff-Chemie,
deren unendlich vielseitige Produkte immer mehr in alle Bereiche des
täglichen Lebens eindringen.
Die rasche Entwicklung
begann im Jahre 1922. Staudinger war damals 41 Jahre alt und Professor
der Chemie an der Technischen Hochschule in Zürich. Er
beschäftigte sich mit besonders bedeutsamen Naturstoffen, wie
Eiweiß, Stärke, Zellulose, Kautschuk, und entdeckte,
daß sie einen bis dahin völlig unbekanntem
molekularen Aufbau besitzen. Sie bestehen nämlich aus
Riesenmolekülen (wissenschaftlich "Makromoleküle"
genannt), in denen viele Tausende von Atomen bzw. Atomgruppen
kettenartig vereinigt sind. Staudinger setzte seine Untersuchungen in
Freiburg fort, wo er seit 1926 Inhaber eines Lehrstuhls ist, und konnte
seine zunächst recht skeptischen Fachkollegen von der
Richtigkeit der neuen Entdeckung überzeugen. Inzwischen sind
die Erkenntnisse Staudingers längst Allgemeingut der Chemie
geworden.
Die Forschungen
Staudingers waren "von grundlegender Bedeutung für die rasche
Entwicklung der Chemiefasern", deren industrielle Nutzung seit den 20er
Jahren in der "Glanzstoff" erfolgt. Von diesem Chemiewerk und
größtem Arbeitgeber der Region - in Sichtweite des
neugegründeten Gymnasiums gelegen - kam auch (am 7.6.68) der
Vorschlag der Namensgebung.
Powerpoint-Präsentation zu Hermann Staudinger:
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